BIM gelingt nur mit Normen und Standards

Normen und Standards schaffen die Grundlage für digitales Bauen

Ein virtuelles Modellhaus auf einem Bauplan
Normen und Standards definieren Schnittstellen bei BIM
© teekid / istockphoto.com

Was ist die Aufgabe der Normung und Standardisierung bei BIM?

Building Information Modeling (BIM) ist einer der vielversprechendsten Ansätze, Bauen effizienter und leistungsfähiger zu machen. Kernidee der BIM-Methode ist die vollständige Digitalisierung der Planungs-, Ausführungs- und Nutzungsphase von Bauwerken. Kernstück ist ein digitales 3D-Modell des geplanten Gebäudes, mit dem alle Informationen zu den Bauteilen verknüpft sind, um das Bauwerk zu errichten, zu betreiben und am Ende des Produktlebenszyklus zu entsorgen bzw. Materialien wiederzuverwenden. Das gelingt nur mit Normen und Standards. Denn sie schaffen die Grundlage für das digitale Modell, das die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure – zum Beispiel Architekt, Fachplaner, Bauunternehmen – abbildet. Um zu gewährleisten, BIM künftig einheitlich einsetzen zu können und im Bauwesen weltweit zu etablieren, sind einheitliche nationale, europäische und internationale Normen und Standards unabdingbar.

Projekte rund um BIM bei DIN

Die Definition und Ausgestaltung der offenen Schnittstellen ist Aufgabe der Normung. Dies erfolgt auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene. Der Normenausschusses Bauwesen (NABau) treibt die Normungsaktivitäten im Bereich Digitalisierung des Bauwesens voran und steht als Ansprechpartner für künftige Innovationen sowie die Weiterentwicklung der heute zu formulierenden Normen und Standards zur Verfügung. In unseren Gremien arbeiten Experten aus verschiedenen Branchen zusammen, um den Weg für die digitale Methode zu ebnen und sie nachhaltig am Markt zu verankern.

Am 1. April 2015 wurde der DIN-Arbeitsausschuss NA 005-01-39 AA „Building Information Modeling“ gegründet, der die Arbeiten von ISO/TC 59/SC 13 „Organisation von Informationen über die Durchführung von Hoch- und Tiefbauten" sowie des im Mai 2015 gegründeten CEN/TC 442 „Building Information Modeling“ spiegelt.

Standards verhelfen Innovationen zu einem schnelleren Markteinstieg - so auch bei BIM.


Ihr Ansprechpartner

DIN e. V.

Jens-Uwe Ambos

Saatwinkler Damm 42/43
13627 Berlin

Ansprechpartner kontaktieren  

Weitere Informationen

  • DIN BIM Cloud. Standardisierte Bauteileigenschaften für den BIM-Prozess

  • Aktuelles. Aktuelle Meldungen von DIN zum Thema BIM

  • Am Normenwerk mitbauen. Dr. Albert Dürr zeigt am Beispiel Wolff & Müller, wie DIN und Unternehmen von einer engen Zusammenarbeit profitieren.

Neuer Inhalt

Der NABau treibt die Normungsaktivitäten im Bereich Digitalisierung des Bauwesens voran.

Ziel des Arbeitsauschusses ist es, international und europäisch eine einheitliche deutsche Meinung zu den neu entstehenden Normen zum Thema BIM zu vertreten.

Standards verhelfen Innovationen zu einem schnelleren Markteinstieg. Hier finden Sie einige Praxisbeispiele aus dem Bereich BIM.

Aktuelle Meldungen rund um das Thema BIM

Im Rahmen des BIM-Dialog Karlsruhe am 1. Oktober 2019 präsentierten DIN und die Dr. Schiller & Partner GmbH erstmalig die DIN BIM Cloud – die Online-Bibliothek für Merkmale von BIM-Objekten. Sie ...

2019-07-24

Produktiver bauen

Die Deutsche Fassung der DIN EN ISO 19650 für Informationsmanagement mit BIM ist veröffentlicht. Nach der englischen Fassung hat DIN jetzt auch die deutsche Version der internationalen Norm DIN EN ...

Seit dem 1. Juli leitet Jens-Uwe Ambos die Geschäftsfeldentwicklung für Building Information Management. Seine Aufgabe ist es, die Synergien aller laufenden Prozesse zu BIM zu erfassen und ...

Ideenwettbewerb DIN-Connect startet zum vierten Mal

Start-ups und KMU aufgepasst: Die Bewerbungsphase für DIN-Connect, dem Förderprogramm von DIN und VDE|DKE, startet heute. Gesucht werden ...

DIN ist nah dran, wenn es um die Entwicklung von Zukunftsprojekten geht, so auch bei BIM. Denn: Mit Normen und Standards können wir gemeinsam eine Grundlage für das digitale Modell schaffen, welche die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure – zum Beispiel Architekt, Fachplaner, Bauunternehmen –abbildet.