DIN in Europa

DIN in Europa

Ziel der europäischen Normung ist die Vereinheitlichung der in Europa geltenden Normen. Dies unterstützt den freien Warenverkehr in Europa.

Atomium in Brüssel
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Ziel der europäischen Normung ist die Vereinheitlichung der in Europa geltenden Normen. Dies erleichtert Unternehmen den europaweiten Export, weil dadurch länderspezifische technische Handelshemmnisse weitgehend abgebaut werden. Unternehmen können Produkte und Dienstleistungen nach Europäischen Normen produzieren und prüfen lassen und sie europaweit vertreiben. Europäische Normen bilden somit einen wichtigen Pfeiler des Europäischen Binnenmarktes. Zudem tragen sie zur Verbesserung des Verbraucher-, Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutzes bei.

Europäische Normen werden von den europäischen Normungsorganisationen CEN, CENELEC (Elektrotechnik) und ETSI (Telekommunikation) erarbeitet. DIN vertritt die deutschen Interessen auf CEN-Ebene durch die Entsendung von deutschen Expert*innen in die europäischen Gremien. Im Rahmen des so genannten nationalen Delegationsprinzips bringen deutsche Expert*innen die nationale Position in Europäische Normen ein.

Abstimmungen über Europäische Normen erfolgen mit Stimmgewichtung. Diese richtet sich bei CEN in Anlehnung an den EU-Vertrag von Lissabon nach der Bevölkerungszahl des jeweiligen Landes. DIN hat damit das höchste Stimmgewicht.

Die CEN-Mitglieder – so auch DIN – müssen Europäische Normen unverändert in ihr nationales Normenwerk übernehmen und entgegenstehende nationale Normen zurückziehen. Somit gelten in allen CEN-Mitgliedsländern die gleichen Europäischen Normen. Dies ist ein wesentlicher Baustein zur Gewährleistung des freien Warenverkehrs und zum Funktionieren des Europäischen Binnenmarktes.

Die Anwendung Europäischer Normen ist freiwillig.

DIN als Teil Internationaler Normungsorganisationen