Quantentechnologien: Keine Revolution ohne Normen

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NiPlot / istockphoto.com

Anfang des 20. Jahrhunderts gelang es Wissenschaftlern quantenphysikalische Effekte zu verstehen und die Prinzipien in technischen Apparaturen zu nutzen. Diese sogenannte erste Quantenrevolution brachte viele verschiedene Geräte auf den Markt, ohne die wir uns heutzutage ein Leben nicht mehr vorstellen können – die Rede ist zum Beispiel von Transistoren, Mikroprozessoren, medizinischen Bildscannern und Lasern.

Die zweite Revolution

Derzeit stecken wir mitten in der zweiten Quantenrevolution. Forscher haben Möglichkeiten gefunden einzelne Partikel wahrzunehmen und zu manipulieren, sowie ihre Eigenschaften zu messen und zu nutzen. Dies hat zu einer bedeutenden Entwicklung der Quantentechnologien und großen technischen Fortschritten in vielen verschiedenen Bereichen geführt. Quanten beeinflussen wie wir leben, arbeiten und kommunizieren. Nach heutigem Stand unterteilen wir die Quantentechnologien grob in 4 Anwendungsgebiete: Computer, Kommunikation, Simulation und Sensorik. Innovationen in diesen Bereichen benötigen verlässliche und abgestimmte Lösungen, die sicher funktionieren. Hierbei spielt die Normung und Standardisierung eine entscheidende Rolle.

Quanten und Normen

Viele Normen beginnen mit der Definition wichtiger Begriffe. Das fördert innerhalb unterschiedlicher Zielgruppen und Experten ein gemeinsames Verständnis und stellt eine einheitliche Sprache sicher. Aber auch die Entwicklung länderübergreifender Systeme, wie zum Beispiel das Quanteninternet, benötigt weltweit abgestimmte Protokolle und Vorgehensweisen – quasi Normen und Standards.

Am besten gestern

Normung und Standardisierung können nicht früh genug in die Entwicklung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen eingebunden werden. Denn Normung und Standardisierung sind ein aktiver Innovationsbeschleuniger: DIN lädt Experten aus den zuvor genannten Bereichen ein, um gemeinsam die Herausforderungen, Handlungsfelder und Chancen der Quantentechnologien, insbesondere im Hinblick auf Normung und Standardisierung, zu diskutieren. Als Partner in Forschungsprojekten und durch die Unterstützung innovativer Vorhaben kann DIN bereits ab dem frühen Zeitpunkt der Invention den Innovationsprozess vorantreiben.

Leistungen und Kompetenzen von DIN

DIN vertritt weltweit die deutschen Interessen. Über einen Vertrag mit der Bundesrepublik Deutschland ist DIN als nationale Normungsorganisation anerkannt. Wo immer es um Normen und Standards in Deutschland geht, ist DIN die bündelnde Kraft. Hier werden Netzwerke aktiviert, eine einheitliche Sprache geschaffen, hier werden Türen zu internationalen Märkten geöffnet.


Ihr Ansprechpartner

DIN e. V.

Marius Loeffler

Saatwinkler Damm 42/43
13627 Berlin

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Was DIN kann

DIN steuert Normungsprojekte Ausblenden
Besprechung © Rawpixel / Fotolia.com

DIN schafft und steuert die Infrastruktur, um Normen und Standards effizient zu erarbeiten.

  • Der runde Tisch bei DIN führt alle interessierten Kreise zusammen, z. B. Wirtschaft, Forschung, Verbraucher, öffentliche Hand.
  • DIN-Mitarbeiter organisieren die Arbeit in den Normenausschüssen. Sie stellen sicher, dass die Ergebnisse dem Stand der Technik entsprechen, kartellrechtlich unbedenklich und demokratisch legitimiert sind. Und sie sorgen dafür, dass die Regelwerke übersichtlich und praxisorientiert sind, dabei präzise und eindeutig.
  • DIN publiziert deutsche, Europäische und Internationale Normen über die Tochtergesellschaft Beuth Verlag GmbH. Über den Verkauf der Normen deckt DIN wesentliche Kosten.
DIN bringt Innovationen nach vorn Einblenden

DIN identifiziert laufend innovative Themen und Technologien und initiiert entsprechende Normungsaktivitäten. Neue Entwicklungen werden damit schneller marktfähig. Zudem überprüft DIN kontinuierlich bestehende Regelwerke, die immer den aktuellen Stand der Technik abbilden.

DIN schafft Zugang zu großen Netzwerken Einblenden

DIN pflegt und erweitert kontinuierlich sein interdisziplinäres Expertennetzwerk: die beste Voraussetzung, um technikkonvergente Normen für alle Branchen zu schaffen.

DIN leitet europäische und internationale Normungsprojekte Einblenden

Um die Interessen der deutschen Wirtschaft bestmöglich zu vertreten, leitet DIN europäische und internationale Normungsprojekte, sogenannte Sekretariate. Die Führungsrolle bei diesen Projekten hat immer derjenige, der die Idee, das Fachwissen und die entsprechenden Expertenkreise einbringt. Wer ein solches Gremium leitet, kann die Norm-Inhalte am besten gestalten.

DIN sichert die Einheitlichkeit von technischen Regeln Einblenden

Normenanwender brauchen ein einheitliches technisches Regelwerk. DIN koordiniert die Aktivitäten verschiedener Gremien. Dies macht die Normungsarbeit effizient und unterstützt die Eindeutigkeit von Normen.

Was DIN auszeichnet

Weltweite Akzeptanz Ausblenden
© Sam Edwards / Thinkstock by Getty Images

DIN-Normen genießen weltweit Akzeptanz und Vertrauen.
Die deutschen Experten engagieren sich sehr in der europäischen und internationalen Normung. Sie sind hoch geschätzte Gesprächspartner für andere, internationale Normungsorganisationen. DIN ist eine der aktivsten Normungsorganisationen weltweit.

Verlässlichkeit Einblenden

Darauf können sich Anwender jederzeit verlassen:
DIN-Normen geben den aktuellen Stand der Technik wieder. Sie sind im Konsens aller interessierten Kreise entstanden und genießen deshalb Akzeptanz und Vertrauen im gewerblichen wie im staatlichen Bereich, bei Verbrauchern sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Legitimation Einblenden

DIN-Normen und -Standards sind im Konsens entstanden. Das schließt Einsprüche, Schlichtungs- und Schiedsverfahren ein. Es bedeutet, dass Normen und Standards zum einen legitimiert und zum anderen immer im Sinn der Verbraucher sind. Sie stehen im Einklang mit Bedürfnissen z.B. im Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz.

Kartellrechtliche Unbedenklichkeit Einblenden

Die Arbeit von DIN ist kartellrechtlich unbedenklich. Dies sichern Satzung und interne Verfahrensregeln.

Produkthaftung Einblenden

DIN-Normen werden herangezogen, um technische Sachverhalte in Gesetzen und Verordnungen zu konkretisieren. Damit sind sie auch in der Produkthaftung wirksam (z.B. Beweis des ersten Anscheins).