DIN Verbraucherrat
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Aktuelles und Hintergrundinformationen über neue Aktivitäten sowie über den Stand aktueller Normungsprojekte des Verbraucherrates
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Überarbeitung der Norm DIN ISO 10008 „Qualitätsmanagement - Kundenzufriedenheit - Leitfaden für den elektronischen Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und Verbrauchern“ Die Arbeitsgruppe „Global Market“ des verbraucherpolitischen Komitees der ISO (COPOLCO) beschäftigt sich bereits seit Jahren intensiv mit dem Thema eCommerce.
( 2020-03-31 ) Vor einiger Zeit wurde ein Normungsantrag bei ISO eingereicht, der dem TC176 zugeordnet wurde, welches sich mit der Normung von Qualitätsmanagement und im Besonderen von Aspekten der Kundenzufriedenheit beschäftigt. Die Arbeiten an der Internationalen Norm begannen im Jahr 2010; die internationale Norm wurde im Jahr 2013 veröffentlicht. COPOLCO hat sich mit einem Anschreiben an das Gremium für eine Überarbeitung der Norm bezüglich der Integration von Aspekten der „Sharing Economy“ und moderner Technologien ausgesprochen. Dem Antrag auf Überarbeitung wurde stattgegeben. Auch wenn die Norm grundsätzlich technologieneutral formuliert ist, so kann eine Anpassung an moderne Gegebenheiten durchaus als aus Verbrauchersicht sinnvoll erachtet werden. Ebenso hatte sich ANEC für eine Überarbeitung der Norm ausgesprochen. Der elektronische Handel macht mittlerweile einen großen Anteil des gesamten Handels aus. Fast jeder Verbraucher ist hiervon betroffen. Nach einer Untersuchung der ... Mehr
Interview mit dem ehrenamtlichen Verbraucherratsvertreter Herrn Dr. Thomas Reiche Der DIN-Verbraucherrat möchte an dieser Stelle den ehrenamtlichen Mitarbeitern die Möglichkeit geben, ihre persönliche Motivation, Sichtweisen und Erfahrungen im Zusammenhang mit der ehrenamtlichen Arbeit für den DIN-Verbraucherrat in der Normung vorzustellen. Wir haben dazu die Form eines Interviews gewählt und freuen uns, diese Reihe mit Herrn Dr. Thomas Reiche aus Saulheim fortzusetzen.
( 2020-03-31 ) Herr Dr. Thomas Reiche ist Fachtierarzt für Lebensmittelhygiene und Fachtierarzt für Öffentliches Veterinärwesen im Ruhestand. Er begann seine Tätigkeit als ehrenamtlicher Verbrauchervertreter für den DIN-VR im Jahr 2016 im NA 057-02-01-13 AK „Sahneaufschlagmaschinen“ sowie NA 057-02-01-15 AK „Speiseeismaschinen“. Er verfügt über langjährige Erfahrungen in der Normungsarbeit und ist u. a. Vorsitzender in den Arbeitskreisen „Außer-Haus-Verpflegung/Temperaturen für Lebensmittel“, „Rückstellproben in der Gemeinschaftsverpflegung“, „Reinigung und Desinfektion“ sowie Projektleiter für die Normung von "Lebensmittellieferungen an Endverbraucher (insbesondere Onlinehandel)" und Mitglied im Arbeitsausschuss Lebensmittelhygiene. Verbraucherrats-Geschäftsstelle (VR-Gst.): Was war Ihre Motivation für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit im DIN-Verbraucherrat? Herr Dr. Reiche: Der Verbraucherschutz begleitet mich schon mein gesamtes Berufsleben. Der Endverbraucher ist selbst machtlos, also ... Mehr
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Mehr Schutz vor Krankenhauskeimen – Erster Norm-Entwurf zu Krankenhausreinigung veröffentlicht In Krankenhäusern und medizinischen Einrichtungen ist die sorgfältige Reinigung von Flächen zur Verhinderung von Infektionen unverzichtbar. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Verbreitung des Corona-Virus sind hohe Standards besonders gefordert.
( 2020-03-31 ) Mit dem Norm-Entwurf DIN 13063 „Krankenhausreinigung – Anforderungen an die Reinigung und desinfizierende Reinigung in Krankenhausgebäuden und anderen medizinischen Einrichtungen“ werden erstmals einheitliche Festlegungen an die Reinigung und desinfizierende Reinigung von Flächen in Krankenhausgebäuden und anderen medizinischen Einrichtungen beschrieben. Die Anforderungen des Norm-Entwurfs dienen vorrangig der Sicherheit und Gesundheit der Patienten sowie der Vermeidung von Infektionen. Entsprechend des Norm-Entwurfs DIN 13063 bildet die Bewertung des Infektionsrisikos die Grundlage für die Festlegungen und den Umfang der erforderlichen Maßnahmen. Zur Hygienesicherung sind Anforderungen an die Struktur–, Prozess– und Ergebnisqualität zu berücksichtigen. Auch werden Anforderungen an das Reinigungsequipment gestellt. Eine angemessene und fachgerechte Krankenhausreinigung erfordert neben genau abgestimmten Arbeitsabläufen eine besondere Sachkunde über die notwendigen ... Mehr
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Neue Norm zu Feuerlöschsprays wird in Kürze veröffentlicht Im Frühjahr 2020 wird erstmals eine Europäische Norm für Feuerlöschsprays (DIN EN 16856) veröffentlicht. Der DIN-Verbraucherrat hat sich am Erarbeitungsprozess beteiligt.
( 2020-03-31 ) Feuerlöschsprays sind gut dazu geeignet, kleine und entstehende Brände in Wohnräumen zu bekämpfen. Auch ein Vergleich der Stiftung Warentest vom Januar 2018 hat gezeigt, dass typische Haushaltsbrände mit einem Löschspray innerhalb einer knappen Minute gelöscht werden können. Hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit sind sie durchaus mit kleinen 6 Liter Feuerlöschern vergleichbar. Gute Löschsprays kosten etwa 25 € und sind ab dem Produktionszeitpunkt etwa drei Jahre haltbar. Danach müssen sie ersetzt werden. Die neue Europäische Norm DIN EN 16856 „Löschspraydosen“ legt Eigenschaften, Feuerlöschvermögen und Prüfverfahren für Einweg-Löschspraydosen fest. Dabei ist die maximale Füllmenge des Löschmittels auf 1kg oder 1 l beschränkt. Die Feuerlöschsprays sind für die Verwendung durch ungeübte Personen im häuslichen Bereich vorgesehen. Dementsprechend wurden auch Anforderungen an die Handhabung festgelegt. Dadurch eignen sie sich für Entstehungsbrände bzw. für Brände mit begrenztem Ausmaß. Mehr
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DIN-Connect Projekt zur Standardisierung von Staubsaugerbeuteln gestartet
( 2020-03-31 ) Jeder, der einen Staubsauger mit Beutel besitzt, hat wohl schon einmal ratlos vor einem Regal voll mit vielen verschiedenen Packungen mit Staubsaugerbeuteln gestanden. Von welcher Firma ist mein Staubsauger? Welches Modell habe ich? Wie passend sind die Anschlussstücke (Connectoren)? Staubsaugerbeutel gibt es in unzähligen Ausführungen, Typen, Größen und Formen. Selbst wenn die Beutel auf den ersten Blick gleich aussehen, so sind die Maße im Detail doch verschieden. Zu dem Problem der unterschiedlichen Beuteltypen und Anschlusstücke (Connectoren) kommen noch die unterschiedlichen Bezeichnungen hinzu. Der gleiche Beuteltyp kann je nach Hersteller z. B. die Bezeichnung M 40, MSP4 oder 0530 tragen. Damit potenziert sich das Problem. Diesen Wirrwarr wollte der DIN-Verbraucherrat bereits 1998 abschaffen und stellte dazu einen Normungsantrag „Staubsaugerbeutel, Maße und Bezeichnungen“. Ziel war es, durch Normung die Typenvielfalt deutlich einzuschränken, Anschlussmaße der Connectoren ... Mehr
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Barrierefreie Bedienung von Hausgeräten IEC 63008 „Household and similar electrical appliances - Accessibility of control elements, doors, lids, drawers and handles” Ende März 2020 erschienen
( 2020-03-31 ) Auch ältere Menschen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen möchten ihren Haushalt möglichst selbständig führen können. Dazu gehört auch, dass Hausgeräte ohne Probleme bedienbar sind, dass Knöpfe und Knebel ohne viel Kraftaufwand benutzt und Gerätetüren möglichst mit einer Hand und ebenso mit möglichst wenig Kraft geöffnet werden können. Das Thema „Barrierefreiheit“ beschäftigt das internationale Komitee IEC TC 59, das für Normen zu Gebrauchseigenschaften elektrischer Hausgeräte zuständig ist, schon seit einigen Jahren. Vorangetrieben haben dieses Thema innerhalb der IEC hauptsächlich Verbrauchervertreter. Eine IEC-Arbeitsgruppe, in der auch der DIN-Verbraucherrat vertreten ist, hat sich in den letzten Jahren mit dem Thema „Bedienelemente, Türen, Deckel, Auszüge und Griffe“ beschäftigt und die gerade erschienene IEC Norm 63008 „Household and similar electrical appliances - Accessibility of control elements, doors, lids, drawers” and handles” erarbeitet. Die neue ... Mehr
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„Smartes“ Spielzeug - Studie des DIN-Verbraucherrates: Digitalisierungsaspekte und Verbraucheranforderungen in Bezug auf „smartes“ Spielzeug – Umsetzung in der Normung Der Abschlussbericht der vom DIN-Verbraucherrat Mitte 2019 initiierten Studie „Digitalisierungsaspekte und Verbraucheranforderungen in Bezug auf „smartes“ Spielzeug – Umsetzung in der Normung“ liegt nun vor.
( 2020-01-30 ) Die fortschreitende Digitalisierung führt dazu, dass klassische, analoge Spielzeuge – wie z. B. Puppen – immer häufiger digitale Komponenten enthalten und zudem mit anderen Geräten (oder auch direkt mit dem Internet) vernetzt werden können. Dadurch können diese „smarten“ Spielzeuge neben dem „klassischen“ Produktkern – z.B. der Puppe als Gegenstand – auch Dienstleistungen – z. B., dass die Puppe auf Fragen spezifisch antwortet – anbieten. Diese Entwicklung führt dazu, dass für „smartes“ Spielzeug neue Verbraucheranforderungen (wie z. B. ein adäquater Datenschutz oder die Sicherheit von Datenverbindungen) entstehen. Um auch in Zukunft die Sicherheit von Spielzeugen gewährleisten zu können, bedarf es also einer Analyse, wie sich die Verbraucheranforderungen an Spielzeug vor dem Hintergrund der Digitalisierung verändern und ob diese neuen Anforderungen bereits in Normen umgesetzt bzw. festgeschrieben sind. Ziel der Studie war es, eine Kategorisierung für „smartes“ Spielzeug ... Mehr
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Neue Norm zu Lastenfahrrädern veröffentlicht
( 2019-12-19 ) Nach einer intensiven Erarbeitungszeit wird Anfang 2020 erstmals eine Deutsche Norm für Lastenfahrräder veröffentlicht. Der DIN-Verbraucherrat hat sich am Erarbeitungsprozess intensiv beteiligt. In der neuen DIN 79010 „Fahrräder - Transport- und Lastenfahrrad - Anforderungen und Prüfverfahren für ein- und mehrspurige Fahrräder“ sind allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren an ein- und mehrspurige Transport- und Lastenfahrräder festgelegt. Dazu gehören auch mit bis zu 25 km/h und max. 250 W elektromotorisch unterstützte Räder. Lastenfahrräder werden bislang häufig nur mit dem gewerblichen Bereich, z. B. innerstädtischen Lieferdiensten, in Verbindung gebracht. Obwohl ein Großteil der Lastenräder an diesen Nutzerkreis verkauft wird, so steigen doch die Verkaufszahlen und somit die Nutzungsraten im privaten Bereich erheblich an. Vermehrt nutzen junge Familien Lastenräder für die Erledigungen des Alltags – Einkaufen, Kinder abholen, Freizeit gestalten. Es handelt sich bei ... Mehr
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Überarbeitung der Normenreihe DIN EN ISO 25649 „Schwimmende Freizeitartikel zum Gebrauch auf und im Wasser“ Für aufblasbare Freizeitartikel wie Delfine oder Krokodile, die größer als 1,20 m sind, gelten die speziellen Sicherheitsanforderungen der DIN EN ISO 25649 „Schwimmende Freizeitartikel zum Gebrauch auf und im Wasser“.
( 2019-12-19 ) Für aufblasbare Freizeitartikel wie Delfine oder Krokodile, die größer als 1,20 m sind, gelten die speziellen Sicherheitsanforderungen der DIN EN ISO 25649 „Schwimmende Freizeitartikel zum Gebrauch auf und im Wasser“. Ab dieser Größe gelten Produkte als anfällig für Winddrift und es besteht das Risiko des Abtreibens. Diese Produkte müssen zudem eine aktive Restsicherheit besitzen, das heißt im Notfall muss ein Restauftrieb vorhanden sein, um sich über Wasser halten zu können. Die ursprünglich auf europäischer Ebene erarbeitete Normenreihe DIN EN ISO 25649-1 bis 7 „Schwimmende Freizeitartikel zum Gebrauch auf und im Wasser“ wird aktuell unter der Wiener Vereinbarung mit ISO-Lead überarbeitet. Zur Überarbeitung wurde die neue Working Group ISO/TC 83/WG 9 "Floating leisure articles" eingerichtet, dessen Auftaktsitzung am 03./04. Dezember in Paris stattfand. Die anthropometrischen Daten für das „Worst-Case-Szenario“ einer menschlichen Versuchsperson – die schwerste und größte ... Mehr
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Angemessene Arbeitsbekleidung genormt DIN-Verbraucherrat empfiehlt überarbeitete DIN 10524 „Lebensmittelhygiene – Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben“
( 2019-12-19 ) Für Verbraucher ist helle Arbeitsbekleidung des Personals hinter der Fleischertheke die Visitenkarte für Sauberkeit und Hygiene. In der überarbeiteten DIN 10524 „Lebensmittelhygiene – Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben“ wird dies indirekt weiterhin gefordert. Neben der Auswahl der angemessenen Arbeitsbekleidung werden in der Norm auch Anforderungen, wie die Arbeitsbekleidung industriell zu waschen ist, beschrieben. Bei der Überarbeitung der Norm wurde insbesondere die Farbgestaltung der Arbeitsbekleidung kontrovers diskutiert. Die helle Farbe der Arbeitsbekleidung hat einen eindeutigen Hygienezweck und dient dem gesundheitlichen Verbraucherschutz. In der DIN 10524 ergeben sich die Hygieneanforderungen hinsichtlich der Auswahl der angemessen Arbeitsbekleidung aus der Art und Tätigkeit und den Lebensmitteln, die bearbeitet werden. Aus diesem Grund werden folgende drei Hygienerisikoklassen vorgegeben: Geringes Hygienerisiko (Risikoklasse, RK1) gilt für den Umgang mit nicht ... Mehr