DIN Verbraucherrat

2021-11-01

Normenreihe DIN EN 1627 ff zur Einbruchhemmung von Türen und Fenstern im November 2021 veröffentlicht

Sicherheit im Sinne des Schutzes von persönlichem Eigentum ist zentrales Ziel der Normung im Zusammenhang mit Einbruchschutz.

Einbruchschutz Tür
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Diebstahl und Einbruch beeinträchtigen das Sicherheitsgefühl der betroffenen Menschen nachhaltig, ganz zu schweigen vom erlittenen materiellen Schaden. Normen helfen, Einbrüchen vorzubeugen. Je intensiver die Einbruchsversuche werden (abhängig vom eingesetzten Werkzeug) und je länger sie dauern, desto stärker müssen die Bauteile (vor allem Türen und Fenster) den Einbruchsversuchen standhalten. In Abhängigkeit der Zeit, des eingesetzten Werkzeuges in Verbindung mit den Täterprofilen sowie der statischen und dynamischen Belastung werden die Bauteile in Widerstandsklassen (RC=Resistance Class) eingestuft und gekennzeichnet. Die Kennzeichnung der Produkte mit RC-Klassen ist für Endverbraucher wichtig, um sicher zu gehen, dass auch die von den polizeilichen Beratungsstellen empfohlene Widerstandsklasse tatsächlich geliefert und eingebaut wurde.

Vor diesem Hintergrund wurden die entsprechenden Normen zur Prüfung der Einbruchhemmung von Fenstern und Türen überarbeitet und im November 2021 veröffentlicht:

  • DIN EN 1627 „Türen, Fenster, Vorhangfassaden, Gitterelemente und Abschlüsse - Einbruchhemmung - Anforderungen und Klassifizierung“
  • DIN EN 1628 „Türen, Fenster, Vorhangfassaden, Gitterelemente und Abschlüsse - Einbruchhemmung - Prüfverfahren für die Ermittlung der Widerstandsfähigkeit unter statischer Belastung"
  • DIN EN 1629 „Türen, Fenster, Vorhangfassaden, Gitterelemente und Abschlüsse - Einbruchhemmung - Prüfverfahren für die Ermittlung der Widerstandsfähigkeit unter dynamischer Belastung“
  • DIN EN 1630 „Türen, Fenster, Vorhangfassaden, Gitterelemente und Abschlüsse - Einbruchhemmung - Prüfverfahren für die Ermittlung der Widerstandsfähigkeit gegen manuelle Einbruchversuche“.

Sicherheitsaspekte sind Teil des subjektiven Wohlbefindens. Werden die Zugangssysteme zu Gebäuden und Wohnungen optimiert, erhöht dies auch die allgemeine Wohn- und Lebensqualität. Dies gilt umso mehr, wenn diese Zugangssysteme z. B. elektromechanische Schlösser, mechatronische Schließzylinder und mechatronische Beschläge, ins Smart Home eingebunden werden. Dadurch werden sämtliche Geräte und Installationen vernetzt und ferngesteuert sowie die Prozesse automatisiert. Dies stellt auch die Einbruchhemmung vor neue Herausforderungen.

Mit der Veröffentlichung dieser überarbeiteten europäischen Normenreihe wurden auch zum ersten Mal Beurteilungsgrundlagen für den Einbezug mechatronischer Bauteilkomponenten in die von der Norm behandelten Systeme geschaffen. Im Wesentlichen geht es um Anforderungen an smarte Schließsysteme für Bauelemente und Prüfungen von mechatronischen Beschlägen, deren Marktanteile stetig zunehmen. Die aktuell überarbeitete Normenreihe bildet insofern eine erste Grundlage zur Verwendung von elektromechanischen Schlössern, mechatronischen Schließzylindern und mechatronischen Beschlägen im Rahmen eines Smart Home Konzeptes.

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