DIN Verbraucherrat

2015-06-20

ISO-COPOLCO-Workshop zu Datenschutz

ISO-COPOLCO-Workshop zu Big Data und Datenschutz

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Auf dem diesjährigen Workshop „The Connected Consumer in 2020: Empowerment through standards“ von COPOLCO wurden Aspekte der Normung im Bereich Datenschutz und Big Data diskutiert. Auch für die Normung neue Themen wie die Nutzung von „Wearables“, z. B. in Form von Fitnessuhren, und die Nutzung von Daten in sozialen Medien oder in der sogenannten „Shared Economy“ wurden diskutiert.

Die digitale Identität des Verbrauchers, also seine Daten sind die Währung in der digitalen Welt. Schutz vor Missbrauch ist notwendig und Normen können hierbei einen Beitrag leisten. Bei den Datenmengen, die in modernen Märkten anfallen, ist die Forderung nach Datentransparenz nicht mehr haltbar und praktikabel; neue Modelle des Verbraucherschutzes und Datenschutzes sind notwendig.

Auch sind durch die Möglichkeit des Datenaustausches neue Wirtschaftsmodelle entstanden, in denen der Verbraucher zu einem "Prosumer" wird, der nicht mehr allein Nutzer der Dienstleistungen ist, sondern diese mitgestalten kann. Beispiele für solche neuen Dienstleistungen sind Uber oder auch Routenplanungen mit Open Street Map. Durch die Bereitstellung von Daten kann der Verbraucher den Markt und die Dienstleistung aktiv mitgestalten. Die Problematik in einer solchen „Shared Economy“ ist, dass keine klaren Verantwortlichkeiten und Haftungsmechanismen mehr bestehen. Neue Wirtschaftsmodelle erfordern neue Regelungen und eventuell neue Normungsprojekte.

Eines der Ergebnisse des Workshops war es, dass eine Analyse von vorhandenen Normen und von Normungslücken aus Verbrauchersicht stattfinden soll. Bei dieser Analyse muss auch immer bedacht werden, ob Normung die richtige Methode ist, um Verbraucherproblemen zu entgegnen. In manchen Bereichen wird Regulierung notwendig sein.

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