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Aktuelles und Hintergrundinformationen über neue Aktivitäten sowie über den Stand aktueller Normungsprojekte des Verbraucherrates

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Löschen eines kleinen Brandes mit Feuerlöschdose © AdobeStock_Maren_Winter

Neue Norm zu Feuerlöschsprays wird in Kürze veröffentlicht Im Frühjahr 2020 wird erstmals eine Europäische Norm für Feuerlöschsprays (DIN EN 16856) veröffentlicht. Der DIN-Verbraucherrat hat sich am Erarbeitungsprozess beteiligt.

( 2020-03-31 )  Feuerlöschsprays sind gut dazu geeignet, kleine und entstehende Brände in Wohnräumen zu bekämpfen. Auch ein Vergleich der Stiftung Warentest vom Januar 2018 hat gezeigt, dass typische Haushaltsbrände mit einem Löschspray innerhalb einer knappen Minute gelöscht werden können. Hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit sind sie durchaus mit kleinen 6 Liter Feuerlöschern vergleichbar. Gute Löschsprays kosten etwa 25 € und sind ab dem Produktionszeitpunkt etwa drei Jahre haltbar. Danach müssen sie ersetzt werden. Die neue Europäische Norm DIN EN 16856 „Löschspraydosen“ legt Eigenschaften, Feuerlöschvermögen und Prüfverfahren für Einweg-Löschspraydosen fest. Dabei ist die maximale Füllmenge des Löschmittels auf 1kg oder 1 l beschränkt. Die Feuerlöschsprays sind für die Verwendung durch ungeübte Personen im häuslichen Bereich vorgesehen. Dementsprechend wurden auch Anforderungen an die Handhabung festgelegt. Dadurch eignen sie sich für Entstehungsbrände bzw. für Brände mit begrenztem Ausmaß. Mehr 

Behandlung von Holz mit Holzschutzmittel © Fotolia_L_fotoknips

DIN 68800-3 „Holzschutz - Teil 3: Vorbeugender Schutz von Holz mit Holzschutzmitteln“ veröffentlicht Immer mehr Bauherren entscheiden sich aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen für den Baustoff Holz, sowohl bei tragenden Teilen der Konstruktion als auch bei Fassadenbekleidungen und beim Innenausbau.

( 2020-03-31 )  Aus eben diesen Gründen soll der Einsatz von chemischen Holzschutzmitteln vermieden werden. Deswegen hat aus Sicht des Verbraucherrates baulicher Holzschutz durch konstruktive Maßnahmen (wie dauerhaft wirksamer Wetterschutz bei Außenwandbekleidungen z. B. durch Hinterlüftung) immer Vorrang vor chemischem Holzschutz. Wenn dieser in Ausnahmefällen jedoch unvermeidbar ist, sollte er auch dauerhaft seine Funktion erfüllen. Durch die Änderungen gegenüber der Vorgängernorm aus dem Jahr 2012 wurden neue Vorgaben des Chemikaliengesetzes und der Biozid-Produkte-Verordnung zur Zulassung und Kennzeichnung von Holzschutzmitteln berücksichtigt sowie Festlegungen für mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz in Gebrauchsklasse 4 (Holz oder Holzprodukt mit direktem Kontakt zur Erde oder Süßwasser) für nicht tragende Bauteile angepasst. Der Vertreter des DIN-Verbraucherrates, Herr Dr. Johann Müller vertritt jedoch die Auffassung, dass die Norm nur mit einer deutlichen Erhöhung der Anforderungen ... Mehr 

Person legt weiße Wäsche in eine geöffnete Waschmaschine. © Fotolia: Kzenon

Ressourceneffizienz von Haushaltsgeräten wird neu geregelt

( 2020-03-31 )  Für Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Waschtrockner, Geschirrspüler und Kühlschränke sollen Ressourceneffizienzaspekte in produktspezifischen EU-Verordnungen neu geregelt werden. Diese Verordnungen fußen auf der Ökodesign-Verordnung. Welche Aspekte dies für Haushaltswaschmaschinen und -waschtrocknern sind, zeigt die im Oktober 2019 veröffentlichte EU-Verordnung 2019/2023. Die Ressourceneffizienzanforderungen umfassen beispielsweise, dass Hersteller, Importeure oder ihre Bevollmächtigte konkret aufgeführte Ersatzteile wie Motor und Motorkohlen, Pumpen, Waschtrommeln u. a. mindestens 10 Jahre verfügbar machen. Für den Einbau bestimmter Ersatzteile sind nur allgemein verfügbare Werkzeuge erforderlich und die Teile können ohne dauerhafte Beschädigung der Geräte ausgetauscht werden. Für die Bestellung von Ersatzteilen gibt es Vorgaben zur Bereitstellung von Bezugsadressen und für maximale Lieferfristen der Ersatzteile. Auch der Zugang zu und die Inhalte von Informationen, die ... Mehr 

Barrierefreie Toaster © Fotolia_XS_Кирилл Рыжов

Barrierefreie Bedienung von Hausgeräten IEC 63008 „Household and similar electrical appliances - Accessibility of control elements, doors, lids, drawers and handles” Ende März 2020 erschienen

( 2020-03-31 )  Auch ältere Menschen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen möchten ihren Haushalt möglichst selbständig führen können. Dazu gehört auch, dass Hausgeräte ohne Probleme bedienbar sind, dass Knöpfe und Knebel ohne viel Kraftaufwand benutzt und Gerätetüren möglichst mit einer Hand und ebenso mit möglichst wenig Kraft geöffnet werden können. Das Thema „Barrierefreiheit“ beschäftigt das internationale Komitee IEC TC 59, das für Normen zu Gebrauchseigenschaften elektrischer Hausgeräte zuständig ist, schon seit einigen Jahren. Vorangetrieben haben dieses Thema innerhalb der IEC hauptsächlich Verbrauchervertreter. Eine IEC-Arbeitsgruppe, in der auch der DIN-Verbraucherrat vertreten ist, hat sich in den letzten Jahren mit dem Thema „Bedienelemente, Türen, Deckel, Auszüge und Griffe“ beschäftigt und die gerade erschienene IEC Norm 63008 „Household and similar electrical appliances - Accessibility of control elements, doors, lids, drawers” and handles” erarbeitet. Die neue ... Mehr 

Person beim Wechseln eines Staubsaugerbeutels © AdobeStock_Maren_Winter

DIN-Connect Projekt zur Standardisierung von Staubsaugerbeuteln gestartet

( 2020-03-31 )  Jeder, der einen Staubsauger mit Beutel besitzt, hat wohl schon einmal ratlos vor einem Regal voll mit vielen verschiedenen Packungen mit Staubsaugerbeuteln gestanden. Von welcher Firma ist mein Staubsauger? Welches Modell habe ich? Wie passend sind die Anschlussstücke (Connectoren)? Staubsaugerbeutel gibt es in unzähligen Ausführungen, Typen, Größen und Formen. Selbst wenn die Beutel auf den ersten Blick gleich aussehen, so sind die Maße im Detail doch verschieden. Zu dem Problem der unterschiedlichen Beuteltypen und Anschlusstücke (Connectoren) kommen noch die unterschiedlichen Bezeichnungen hinzu. Der gleiche Beuteltyp kann je nach Hersteller z. B. die Bezeichnung M 40, MSP4 oder 0530 tragen. Damit potenziert sich das Problem. Diesen Wirrwarr wollte der DIN-Verbraucherrat bereits 1998 abschaffen und stellte dazu einen Normungsantrag „Staubsaugerbeutel, Maße und Bezeichnungen“. Ziel war es, durch Normung die Typenvielfalt deutlich einzuschränken, Anschlussmaße der Connectoren ... Mehr 

Kind mit VR-Brille interagiert mit einem kleinen Roboter auf einem Tisch. © Fotolia: Viacheslav Iakobchuk

„Smartes“ Spielzeug - Studie des DIN-Verbraucherrates: Digitalisierungsaspekte und Verbraucheranforderungen in Bezug auf „smartes“ Spielzeug – Umsetzung in der Normung Der Abschlussbericht der vom DIN-Verbraucherrat Mitte 2019 initiierten Studie „Digitalisierungsaspekte und Verbraucheranforderungen in Bezug auf „smartes“ Spielzeug – Umsetzung in der Normung“ liegt nun vor.

( 2020-01-30 )  Die fortschreitende Digitalisierung führt dazu, dass klassische, analoge Spielzeuge – wie z. B. Puppen – immer häufiger digitale Komponenten enthalten und zudem mit anderen Geräten (oder auch direkt mit dem Internet) vernetzt werden können. Dadurch können diese „smarten“ Spielzeuge neben dem „klassischen“ Produktkern – z.B. der Puppe als Gegenstand – auch Dienstleistungen – z. B., dass die Puppe auf Fragen spezifisch antwortet – anbieten. Diese Entwicklung führt dazu, dass für „smartes“ Spielzeug neue Verbraucheranforderungen (wie z. B. ein adäquater Datenschutz oder die Sicherheit von Datenverbindungen) entstehen. Um auch in Zukunft die Sicherheit von Spielzeugen gewährleisten zu können, bedarf es also einer Analyse, wie sich die Verbraucheranforderungen an Spielzeug vor dem Hintergrund der Digitalisierung verändern und ob diese neuen Anforderungen bereits in Normen umgesetzt bzw. festgeschrieben sind. Ziel der Studie war es, eine Kategorisierung für „smartes“ Spielzeug ... Mehr 

Mutter mit Kind auf einem Lastenfahrrad © iStock-AleksandarNakic

Neue Norm zu Lastenfahrrädern veröffentlicht

( 2019-12-19 )  Nach einer intensiven Erarbeitungszeit wird Anfang 2020 erstmals eine Deutsche Norm für Lastenfahrräder veröffentlicht. Der DIN-Verbraucherrat hat sich am Erarbeitungsprozess intensiv beteiligt. In der neuen DIN 79010 „Fahrräder - Transport- und Lastenfahrrad - Anforderungen und Prüfverfahren für ein- und mehrspurige Fahrräder“ sind allgemeine Anforderungen und Prüfverfahren an ein- und mehrspurige Transport- und Lastenfahrräder festgelegt. Dazu gehören auch mit bis zu 25 km/h und max. 250 W elektromotorisch unterstützte Räder. Lastenfahrräder werden bislang häufig nur mit dem gewerblichen Bereich, z. B. innerstädtischen Lieferdiensten, in Verbindung gebracht. Obwohl ein Großteil der Lastenräder an diesen Nutzerkreis verkauft wird, so steigen doch die Verkaufszahlen und somit die Nutzungsraten im privaten Bereich erheblich an. Vermehrt nutzen junge Familien Lastenräder für die Erledigungen des Alltags – Einkaufen, Kinder abholen, Freizeit gestalten. Es handelt sich bei ... Mehr 

Kind spielt auf einem Schwimmtier in Krokodilform im Pool. © Royalbeach

Überarbeitung der Normenreihe DIN EN ISO 25649 „Schwimmende Freizeitartikel zum Gebrauch auf und im Wasser“ Für aufblasbare Freizeitartikel wie Delfine oder Krokodile, die größer als 1,20 m sind, gelten die speziellen Sicherheitsanforderungen der DIN EN ISO 25649 „Schwimmende Freizeitartikel zum Gebrauch auf und im Wasser“.

( 2019-12-19 )  Für aufblasbare Freizeitartikel wie Delfine oder Krokodile, die größer als 1,20 m sind, gelten die speziellen Sicherheitsanforderungen der DIN EN ISO 25649 „Schwimmende Freizeitartikel zum Gebrauch auf und im Wasser“. Ab dieser Größe gelten Produkte als anfällig für Winddrift und es besteht das Risiko des Abtreibens. Diese Produkte müssen zudem eine aktive Restsicherheit besitzen, das heißt im Notfall muss ein Restauftrieb vorhanden sein, um sich über Wasser halten zu können. Die ursprünglich auf europäischer Ebene erarbeitete Normenreihe DIN EN ISO 25649-1 bis 7 „Schwimmende Freizeitartikel zum Gebrauch auf und im Wasser“ wird aktuell unter der Wiener Vereinbarung mit ISO-Lead überarbeitet. Zur Überarbeitung wurde die neue Working Group ISO/TC 83/WG 9 "Floating leisure articles" eingerichtet, dessen Auftaktsitzung am 03./04. Dezember in Paris stattfand. Die anthropometrischen Daten für das „Worst-Case-Szenario“ einer menschlichen Versuchsperson – die schwerste und größte ... Mehr 

Lebenshygiene an der Fleischtheke © iStock-621702600_santypan

Angemessene Arbeitsbekleidung genormt DIN-Verbraucherrat empfiehlt überarbeitete DIN 10524 „Lebensmittelhygiene – Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben“

( 2019-12-19 )  Für Verbraucher ist helle Arbeitsbekleidung des Personals hinter der Fleischertheke die Visitenkarte für Sauberkeit und Hygiene. In der überarbeiteten DIN 10524 „Lebensmittelhygiene – Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben“ wird dies indirekt weiterhin gefordert. Neben der Auswahl der angemessenen Arbeitsbekleidung werden in der Norm auch Anforderungen, wie die Arbeitsbekleidung industriell zu waschen ist, beschrieben. Bei der Überarbeitung der Norm wurde insbesondere die Farbgestaltung der Arbeitsbekleidung kontrovers diskutiert. Die helle Farbe der Arbeitsbekleidung hat einen eindeutigen Hygienezweck und dient dem gesundheitlichen Verbraucherschutz. In der DIN 10524 ergeben sich die Hygieneanforderungen hinsichtlich der Auswahl der angemessen Arbeitsbekleidung aus der Art und Tätigkeit und den Lebensmitteln, die bearbeitet werden. Aus diesem Grund werden folgende drei Hygienerisikoklassen vorgegeben: Geringes Hygienerisiko (Risikoklasse, RK1) gilt für den Umgang mit nicht ... Mehr 

Sitzmöbel für Personen mit höherem Nutzergewicht Sitzmöbel für Übergewichtige
© © SolStock

Zweiter Entwurf DIN 4573 zu „Sitzmöbeln für Personen mit höherem Nutzergewicht“ veröffentlicht

( 2019-12-19 )  Der erste Entwurf DIN 4573 „Sitzmöbel für Personen mit höherem Nutzergewicht - Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren“ war mit Ausgabedatum September 2018 veröffentlicht worden. Nachdem dieser Entwurf sich auf Prüfverfahren einer europäischen Norm bezogen hat, die sich inzwischen geändert haben, war ein zweiter Entwurf notwendig geworden, der bereits im September 2019 veröffentlicht wurde. Da die Verbraucherinteressen bereits bei der Bearbeitung des Entwurfs berücksichtigt wurden, bedurfte es diesbezüglich keiner Kommentierung. Das Phänomen der Gewichtszunahme von Menschen aller Altersklassen in der europäischen Bevölkerung hat im Möbelbereich zunächst in Deutschland dazu geführt, die bislang auf 110 kg begrenzte Tragfähigkeit von Sitzmöbeln im privaten und im Bürobereich zu erhöhen. Die entsprechenden Sicherheitsanforderungen der geltenden Produktnormen für Sitzmöbel (z. B. DIN EN 1022 „Möbel - Sitzmöbel - Bestimmung der Standsicherheit“) gelten weiterhin für ... Mehr