Ihre Mitwirkungsmöglichkeiten

© Dmitriy Shironosov / Thinkstock by Getty Images

Normung und Standardisierung ist Teamwork. Engagieren Sie sich bei uns, um einer wasserstoffreichen Zukunft mit Normen und Standards den Weg zu ebnen. Hier erhalten Sie eine Übersicht in welchen Normenausschüssen Sie sich mit welchem Thema engagieren können.

Ihre Ansprechperson

DIN e. V.

Volker Seibicke

Saatwinkler Damm 42/43
13627 Berlin

Zum Kontaktformular  

Weitere Informationen

  • Anwenden. Normen und Standards sorgen für eine klare Kommunikation zwischen Marktteilnehmern und erhöhen die gesellschaftliche Akzeptanz der Produkte sowie die damit verbundene Wirtschaftlichkeit.

Normenausschüsse

Chemischer Apparatebau (FNCA) Einblenden

Der DIN-Normenausschuss Chemischer Apparatebau (FNCA) engagiert sich für Ausbau der erneuerbaren Energien. Wasserstoff gilt als einer der wichtigsten sauberen Energieträger der Zukunft. Druckbehälter und Apparate sowie Rohrleitungen nach im FNCA erarbeiteten Normen sind essentielle Bestandteile zur Erzeugung, bei der Verarbeitung, der Speicherung und dem Transport von Wasserstoff. Sie bilden wahrscheinlich sogar den mengenmäßig bei weitem größten Teil aller Komponenten, die bei Wasserstoff-Prozessen zum Einsatz kommen.

Für nahezu alle anderen Produktnormen im Umfeld der Wasserstoff-Speicherung oder des Wasserstoff-Transports  bilden im FNCA erarbeitete Normen das normative Grundgerüst. Eine Zusammenfassung der relevanten Anforderungen an Werkstoffe, Berechnung, Herstellung und Prüfung für die Wasserstoffanwendung ist bisher jedoch nicht verfügbar. Ziel ist es daher, einen neuen Teil in der Normenreihe DIN EN 13445 für unbefeuerte Druckbehälter zu erstellen, der die konkreten Anforderungen bzgl. Wasserstoffanwendungen spezifiziert, z. B. den Ausschluss von bestimmten Werkstoffen oder Konstruktions- und Beanspruchungsfällen, die nicht für den Einsatz mit Wasserstoff geeignet sind. In diesem neuen Teil sollen nur die speziellen technischen Aspekte bzgl. Wasserstoffanwendung ergänzend zu den bestehenden Teilen der DIN EN 13445 beschrieben werden.

Im FNCA können Sie durch Ihre aktive Mitarbeit den Inhalt des zukünftigen neuen Teils zur DIN EN 13445 mitgestalten und damit einen Beitrag zur Energiewende beitragen.

Ansprechpartner in der FNCA-Geschäftsstelle ist Gunnar Hanschke (gunnar.hanschke@din.de).

Druckgasanlagen (NDG) Einblenden

Der DIN-Normenausschuss Druckgasanlagen (NDG) koordiniert in Deutschland sämtliche Normung in Zusammenhang mit transportablen Behältern für Druckgase, welche für die Wasserstoff-Infrastruktur von zentraler Bedeutung sind. Gerade im Bereich der Behälter aus Verbundwerkstoffen existieren bereits für Flaschen Auslegungs-Normen auf Europäischer und Internationaler Ebene, die aktuell überarbeitet sowie durch Normen für Großflaschen sowie für die regelmäßige Inspektion und Prüfung ergänzt werden. Diese Normen sind zum Teil bereits Bestandteil des Gefahrgutrechts durch ihre Aufnahme ins ADR (Übereinkommen über Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße), bzw. sind zur Aufnahme vorgesehen.

Im NDG können Sie durch Ihre Mitarbeit den Aufbau einer zukunftsweisenden Wasserstoff-Infrastruktur aktiv unterstützen, beispielsweise auf folgende Weise:

  • Einbringen Ihrer Expertise über Behältermaterialien in Auslegungsnormen
  • Erarbeitung moderner und der Materialien angemessener Rahmenbedingungen für Prüfverfahren, sowohl in der Auslegung als auch in der regelmäßigen Inspektion
  • Unterstützung bei der deutschen Meinungsbildung bezüglich des Einsatzes von Trailern und Großflaschen

Ansprechpartner in der NDG-Geschäftsstelle ist Lutz Wrede (lutz.wrede@din.de).

Gastechnik (NAGas) Einblenden

Der DIN-Normenausschuss Gastechnik (NAGas), der vom DVGW – dem Regelsetzer für alle Themenstellungen rund um Gas - getragen wird, unterstützt die Klimawende mit der Bereitstellung von Normen und Standards zum Einsatz von Wasserstoff und Wasserstoffbeimischung. Wasserstoff als Energiegas der Zukunft beschäftigt DVGW und NAGas bereits seit geraumer Zeit. Der Regelsetzungsauftrag des DVGW leitet sich aus dem Energiewirtschaftsgesetz ab. DVGW-Regelwerk und NAGas-Normen bilden hierbei ein ineinandergreifendes Sicherheitskonzept auf dem Stand der Technik.

Der Fokus im NAGas liegt auf den zwei Anwendungsgebieten:

  1. Normung zur Planung, Errichtung und zum Betrieb von Infrastrukturen für die Speicherung und den Transport von Wasserstoff und Erdgas-Wasserstoffgemischen, sowie aller zugehörigen Bauteile, Werkstoffe und Hilfsstoffe
  2. Normen, die die Anforderungen und Prüfungen zur Zulassung von Gasanwendungen festlegen, die Wasserstoff- und Erdgas-Wasserstoffgemische verwenden, sowie alle zugehörigen Bauteile, Werkstoffe und Hilfsstoffe

Der NAGas unterstützt den Übergang zu einer Wasserstoffwirtschaft mit Normen und Standards.

Die strategische Ausrichtung und Koordination erfolgt im Beirat des NAGas und seinen spezialisierten Fachbereichen „Infrastruktur“ und „Verwendung“, deren Ziel es ist, eine nachhaltige Energiewende auf Basis von Wasserstofftechnologien mitzugestalten. Da Wasserstoff zukünftig das fossile Erdgas substituieren wird, beschäftigt sich jedes Gremium im NAGas derzeit damit seine Normen im Hinblick auf Wasserstoff und Erdgas-Wasserstoffgemische zu überarbeiten.

Seine Erkenntnisse in Regelsetzung und Forschung bringt der NAGas nicht nur national, sondern auch europäisch und international ein und arbeitet federführend in den entsprechenden TCs.

Im NAGas können Sie durch eine aktive Mitarbeit den Übergang zu einer Wasserstoffwirtschaft und damit die Klimawende aktiv unterstützen, beispielsweise auf folgende Weise:

  • Überarbeitung von Normen mit Hinblick auf die Nutzung von Wasserstoff und Erdgas-Wasserstoffgemischen
  • Standards setzen mit Schwerpunkt auf Qualitätskriterien und Prüfmethoden für Materialen und Werkstoffe, die mit Wasserstoff und Erdgas-Wasserstoffgemischen in Kontakt kommen
  • Standards setzen mit Schwerpunkt auf Qualitätskriterien und Prüfmethoden für Produkte, die Wasserstoff und Erdgas-Wasserstoffgemische nutzen
  • Standards setzen mit Schwerpunkt auf Qualitätskriterien und Prüfmethoden für Infrastrukturen, die Wasserstoff und Erdgas-Wasserstoffgemische speichern und transportieren
  • Standards setzen in Bezug auf die Beschaffenheit von Energiegasen und Kraftstoffen mit Wasserstoff
  • Überprüfung der Normen hinsichtlich Begrifflichkeiten und Kennzeichnung von Anwendungen und Infrastrukturen der Wasserstoffwirtschaft

Ansprechpartner in der NAGas-Geschäftsstelle ist Dennis Klein (dennis.klein@dvgw.de).

Rohrleitungen und Dampfkesselanlagen (NARD) Einblenden

Der DIN-Normenausschuss Rohrleitungen und Dampfkesselanlagen (NARD) engagiert sich für Ausbau der erneuerbaren Energien. Wasserstoff gilt als einer der wichtigsten sauberen Energieträger der Zukunft. Rohrleitungen nach DIN EN 13480 „Metallische industrielle Rohrleitungen“ sind essentielle Bestandteile beim Transport von Wasserstoff. Auch weitere für das System relevante Normen aus den Bereichen Flansche und ihre Verbindungen sowie Dichtungen, Fittings und Verbindungen werden im NARD erarbeitet und gepflegt.

Im NARD erarbeitete Normen werden in einer Vielzahl von industriellen Anwendungen eingesetzt, darunter auch bereits heute für Rohrleitungen in Wasserstoffanlagen. Übergeordnetes Ziel ist der sichere Einsatz sämtlicher Produkte im Zusammenhang mit Wasserstoff auf Grundlage harmonisierter Normen.

Transparente Regelungen speziell für Wasserstoff-Industrierohrleitungen können den Aufbau und Betrieb einer sicheren und effizienten Infrastruktur erleichtern. Hierfür liefert DIN EN 13480 bereits das Rückgrat, da die Normenreihe in der Industrie weit verbreitet ist. Was fehlt, ist eine Anleitung für die Praxis oder anders ausgedrückt, eine Zusammenfassung der relevanten Anforderungen an Werkstoffe, Berechnung, Herstellung und Prüfung für die Wasserstoffanwendung. Daher wird die DIN EN 13480-Reihe um einen weiteren Teil ergänzt, der die konkreten Anforderungen bzgl. Wasserstoffanwendungen spezifiziert. Im NARD können Sie durch Ihre aktive Mitarbeit den Inhalt des zukünftigen neuen Teils zur DIN EN 13480 mitgestalten und damit einen Beitrag zur Energiewende beitragen.

Ansprechpartner in der NARD-Geschäftsstelle ist Daniel Pérez Kaiser.

Tankanlagen (NATank) Einblenden

Der DIN-Normenausschuss Tankanlagen (NATank) ist für die Normung von ortsfesten und ortsveränderlichen (Transport-) Behältern (Tanks) — einschließlich deren Ausrüstung (Tankanlagen), Handhabung und Qualitätssicherung — zur Lagerung und Beförderung von Flüssigkeiten und Gefahrgütern zuständig und koordiniert diese Arbeiten mit anderen, auf diesem Gebiet tätigen Normenausschüssen.

Die Facharbeit wird in zurzeit drei Fachbereichen (Stationäre Tanks, Ausrüstungen für Tanks und ortsbewegliche Tanks) geleistet, wobei für zukünftige Wasserstoff-Normen der Fachbereich 1 „Stationäre Tanks“ zuständig ist, und dort der Arbeitsausschuss (NA 104-01-05 AA) „Oberirdische Flachboden-Tankbauwerke“. Dieser ist verantwortlich für die Normung baustellengefertigter Metalltanks sowie der Berechnungsgrundlagen für diese Tanks in dem entsprechenden Eurocode. Sowohl für die Lagerung von tiefkalt verflüssigten Gasen als auch für die Lagerung von Flüssigkeiten bei Umgebungstemperatur und höheren Temperaturen sind dort Normen zu finden. Für die Lagerung von Wasserstoff gibt es bisher keine Normen. Der Arbeitsausschuss sieht sich jedoch verantwortlich für zukünftige Normungsprojekte in diesem Bereich. Dort wird die Lagerung von Wasserstoff in großvolumigen Tanks über 8.000m³ bis 20.000m³ vorausgesetzt, wenn Wasserstoff als Energieträger der Zukunft etabliert werden soll.

Darüber hinaus ist jedoch im Fachbereich 2 „Ausrüstung für Tanks“ der Arbeitsausschuss NA 104-02-01 AA „Schlauchleitungen und –kupplungen“ angesiedelt, dessen Normen für die Anwendung für Wasserstoff zu überarbeiten sind.

Ansprechpartner in der NATank-Geschäftsstelle ist Ugur Bozkas (ugur.bozkas@din.de).

VDE / DKE Einblenden

VDE DKE ist seit über 50 Jahren der verlässliche Ansprechpartner für Normung und Standardisierung im Bereich der elektrischen Sicherheit. Davon betroffen ist auch das Thema Wasserstoff (H2), denn elektrische Anlagen werden unter Anderem dort betrieben, wo Wasserstoff hergestellt, gelagert und verarbeitet wird. Darüber hinaus gewinnt Wasserstoff als Energieträger für elektrische Geräte immer mehr an Bedeutung.

VDE DKE unterhält daher verschiedene Normungsgremien, welche sich mit Aspekten der sicheren Nutzung von Wasserstoff beschäftigen – nicht nur national, sondern auch international:

  • DKE/K 235 – Errichten elektrischer Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen: Grundsätzlich ist es sinnvoll, elektrische Anlagen nicht in explosionsgefährdeten Bereichen zu betreiben. In der Praxis lässt sich dieser Grundsatz jedoch nicht immer mit vertretbarem Aufwand befolgen, beispielsweise an Tankstellen. Das Normungsgremium DKE/K 235 befasst sich daher mit Aspekten des Explosionsschutzes bzw. dem sicheren Betrieb von elektrischen Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen, wie z. B. der chemischen Industrie, in Abwasseranlagen, und Tankstellen.
  • DKE/K 241 – Schlagwetter- und explosionsgeschützte elektrische Betriebsmittel: Explosionen können verhindert werden, indem das Aufeinandertreffen einer explosionsfähigen Atmosphäre und einer Zündquelle vermieden wird. Die in den explosionsgefährdeten Bereichen verwendeten Betriebsmittel müssen daher zusätzlichen Anforderungen, so genannten Zündschutzarten genügen. Je nach Zündschutzart sind die Betriebsmittel geeignet, um in bestimmten explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt zu werden. Dieses Gremium bearbeitet die verschiedenen Zündschutzarten.
  • DKE/K 384 – Brennstoffzellen: Dieses Normungsgremium beschäftigt sich mit der Sicherheit und Prüfung von Brennstoffzellen-Energiesystemen. Das Aufgabengebiet umfasst sowohl stationäre als auch portable und mobile Systeme sowie Mikrobrennstoffzellen. Die Einsatzgebiete dieser Systeme sind vielseitig und reichen von der Gebäudeversorgung mit elektrischer und thermischer Energie über den Antrieb von Gabelstaplern, Baggern und Drohnen bis hin zur Energieversorgung von Laptop-Computern.
  • DKE/K 901 – System Komitee Smart Energy: Regenerative Energiequellen wie Sonnenstrahlung und Wind sind kostenfrei verfügbar. Der Ertrag aus diesen Quellen folgt jedoch nicht unbedingt dem aktuellen Energiebedarf. Ein mögliches Konzept sieht daher vor, mittels Power-to-Gas-Anlagen überschüssige Energie aus diesen Quellen in Form von Wasserstoffgas auch langfristig vorhalten zu können. Mit diesem und anderen Aspekten der Sektorkopplung von Strom, Wärme und Mobilität befasst sich das DKE/K 901.

Durch eine aktive Mitarbeit in VDE DKE können Sie sich daran beteiligen, den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft sicher zu gestalten, z. B. auf folgende Weise:

  • Weiterentwicklung der bestehenden Normen in den Bereichen Explosionsschutz, Brennstoffzellen und Sektorkopplung.
  • Erschließung neuer Anwendungsfelder für Brennstoffzellen, wie beispielsweise der maritime Einsatz.
  • Entwicklung von Prüfstandards, beispielsweise zum Leistungsverhalten von Brennstoffzellen für Drohnen.

Ansprechpartner in der DKE-Geschäftsstelle ist Dr. David Urmann (David.Urmann@vde.com).

Wasserwesen (NAW) Einblenden

Im Rahmen seiner Zuständigkeiten befasst sich der DIN-Normenausschuss Wasserwesen (NAW) mit Themen rund um die CO2-Abscheidung und Speicherung (Carbon(dioxid) Capture and Utilization, CCU) aber auch CO2-Abscheidung und Verwendung (Carbon(dioxid) Capture and Storage, CCS) als Bausteine für den Klimaschutz in der Industrie. Bei diesen Themen ist der NAW international im ISO/TC 265 „ Carbon dioxide capture, transportation, and geological storage“ aktiv.

Die Abtrennung von CO2 aus industriellen Prozessen, fossil befeuerten Kraftwerken und biogenen Quellen oder die direkte Entnahme aus der Atmosphäre mit der jeweils sich anschließenden stofflichen Nutzung des so erhaltenen CO2, beispielsweise als Synthesebaustein beziehungsweise Kohlenstoffquelle in (petro-)chemischen und biotechnologischen Prozessen, die Verwertung von CO2 in Kunststoffen und Baumaterialien sowie die Verwendung von CO2 bei der Herstellung synthetischer Kraftstoffe, sind Beispiele für die im ISO/TC 265 behandelten Themen. CCU erweitert die Rohstoffbasis chemischer Prozesse, u. a. zur Herstellung von Wasserstoff als Brenngas zur weiteren Verwendung in Power-to-Fuel- oder Power-to-Gas-Technologien.

Internationale Normen für verschiedene Abscheidungstechnologien, sowie zum Transport von CO2, zur Speicherung und Rückholbarkeit von gespeichertem CO2 unterstützen bereits die anschließende Verwendung von CO2 und sind damit wichtige Beiträge im Rahmen einer Circular Economy.

Im Normenausschuss (NA 119-01-04 AA) „CO2-Abscheidung, -Transport und –Speicherung“ können Sie u. a. an Normen zu den folgenden Themen mitarbeiten:

  • Abscheidetechnologien
  • Transport von CO2 und Stoffstromzusammensetzung
  • Geologische Speicherung
  • Bilanzierung und Verifizierung von Stoffströmen
  • Lebenszyklus-Risikomanagement

Ansprechpartner in der NAW-Geschäftsstelle sind Theresa Geßwein (theresa.gesswein@din.de) und Andreas Paetz (andreas.paetz@din.de).