Normen und Standards gegen den Klimawandel

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Normen und Standards zahlen bereits auf die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) ein, z. B. indem sie technische Anforderungen an z.B. eine nachhaltige Bewirtschaftung definieren. Eine Übersicht der Standards, die die SDGs unterstützen, hat die UNECE auf ihrem Onlineportal „UNECE Portal on Standards for the SDGs“ zusammengestellt.

Die folgende Liste zeigt beispielhaft einige Normen, die bereits jetzt zur Bewältigung des Klimawandels beitragen:

  • DIN EN ISO 14001 „Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung“
  • DIN EN ISO 14040 "Umweltmanagement - Ökobilanz - Grundsätze und Rahmenbedingungen"
  • DIN EN ISO 14067 „Treibhausgase - Carbon Footprint von Produkten - Anforderungen an und Leitlinien für Quantifizierung“
  • Die Reihe DIN EN ISO 14064 „Treibhausgase“
  • DIN EN 45552 bis -9  zu allgemeinen Verfahren zur Bewertung von Materialeffizienzaspekten
  • Die Reihe DIN EN ISO 15118 „Straßenfahrzeuge - Kommunikationsschnittstelle zwischen Fahrzeug und Ladestation“
  • Die Reihe DIN EN IEC 61851 „Konduktive Ladesysteme für Elektrofahrzeuge“
  • DIN SPEC 91434 „Agri-Photovoltaik-Anlagen – Anforderungen an die landwirtschaftliche Hauptnutzung“
  • DIN EN 15804 “Nachhaltigkeit von Bauwerken“
  • Die Reihe DIN 4108 „Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden“
  • DIN EN ISO 14025 „Umweltkennzeichnungen und -deklarationen“
  • ISO 19880-1 „Gasförmiger Wasserstoff - Betankungsanlagen - Teil 1: Allgemeine Anforderungen"
  • ISO 22734  „Wasserstofferzeuger auf der Grundlage der Elektrolyse von Wasser - Industrielle, gewerbliche und häusliche Anwendungen"
  • Die Reihe DIN EN 19694 „Emissionen aus stationären Quellen; Bestimmung von Treibhausgasen (THG) aus energieintensiven Industrien“
  • ISO 14100 „Green Finance: Bewertung von grünen Finanzprojekten“

Folgende, beispielhafte Normen unterstützen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels:

  • DIN EN ISO 14090 „Anpassung an die Folgen des Klimawandels — Grundsätze, Anforderungen und Leitlinien“
  • DIN EN ISO 14091 „Anpassung an den Klimawandel — Vulnerabilität, Auswirkungen und Risikobewertung“
  • DIN 1986-100 „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke“

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Praxisbeispiele für Klimanormen und -standards

DIN EN 12975 Sonnenkollektoren Ausblenden
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Sonnenkollektoren sind eine gute Möglichkeit, um kostenlose Umweltenergie zu nutzen. Sie wandeln Sonnenstrahlung in Wärmeenergie um. Die Norm DIN EN 12975 legt Anforderungen an Sonnenkollektoren fest, damit sie dauerhaft, zuverlässig und sicher funktionieren.

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DIN EN 15804 Nachhaltigkeit von Bauwerken Einblenden
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Wie umweltfreundlich ist ein Bauwerk oder ein Bauprodukt? Damit Fachleute wie Architekt*innen und Planer*innen diese Frage beantworten können, braucht es Daten. Umweltproduktdeklarationen (englisch: Environmental Product Declarations; EPDs) liefern diese Informationen. Die Europaische Norm DIN EN 15804 tragt dazu bei, EPDs einheitlich und verifizierbar zu gestalten und unterstutzt so, Produkte und Leistungen mit geringen Umweltbelastungen auszuwählen.

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DIN EN ISO 15118-1 Elektromobilität Einblenden
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Automobilhersteller treiben die Entwicklung vollständig oder teilweise elektronisch betriebener Fahrzeuge voran. Um die Batterien solcher Fahrzeuge aufzuladen, ist eine geeignete Ladeinfrastruktur erforderlich. Dafür müssen Fahrzeug, Ladestation und Stromnetz optimal zusammenspielen. Die Normenreihe DIN EN ISO 15118 hilft, die dafür notwendige Kommunikationsschnittstelle zu implementieren.

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DIN SPEC 91434 Agri-Photovoltaik-Anlagen Einblenden
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In der Agri-Photovoltaik wir dieselbe Fläche für die Landwirtschaft und für die Solarstromerzeugung verwendet. Selbst große Photovoltaikanlagen lassen sich auf Freiflächen installieren, ohne dabei fruchtbaren Ackerboden für die Nahrungsmittelproduktion zu verlieren. Die DIN SPEC 91434 beschreibt, was ein erforderliches Konzept zur landwirtschaftlichen Nutzung enthalten muss – von der Art der Aufständerung der Anlage bis zur Wirtschaftlichkeitskalkulation. Auch Anforderungen an die Installation, den Betrieb und die Instandhaltung von Agri-PV-Anlagen werden behandelt.

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DIN EN ISO 14064-1 Treibhausgasemissionen Einblenden
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Auslöser des Klimawandels sind zu viele Treibhausgase, die unter anderem durch industrielle Produktion, Verkehr und Massentierhaltung in die Atmosphäre gelangen. Der Klimawandel lässt sich nur durch eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen bekämpfen. Die internationale Norm DIN EN ISO 14064-1 definiert Grundsätze, mit denen Organisationen ihren CO2-Ausstoß quantitativ bestimmen können und unterstützt dabei, ihn zu reduzieren.

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DIN EN ISO 14067 Treibhausgase Footprint Produkte Einblenden
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Wer ein Produkt klimaneutral gestalten will, muss dessen CO2-Ausstoß entlang der Wertschöpfungskette ermitteln. Dazu wird ein Carbon Footprint (CFP) erstellt – dieser CO2-Fußabdruck berücksichtigt alle Treibhausgasemissionen von der Rohstoffgewinnung, über Transport, Produktion, Vertrieb und Nutzung bis hin zur Entsorgung des Produktes. Die internationale Norm DIN EN ISO 14067 legt Grundsätze, Anforderungen und Leitlinien fest, um den Carbon Footprint von Produkten zu erfassen.

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DIN EN ISO 14090 Anpassung an den Klimawandel Einblenden
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Mit fortschreitendem Klimawandel werden Folgen wie Hitze, Trockenheit und Starkregen stark zunehmen. Die Auswirkungen sind weitreichend und können zum Beispiel physischer, sozialer, finanzieller, politischer oder regulatorischer Natur sein. Die internationale Norm DIN EN ISO 14090 dient Organisationen als Leitfaden, um sich besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen und die spezifischen Herausforderungen zu meistern.

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