DIN Verbraucherrat

2007-03-30

Kinder im Straßenverkehr sichtbar machen

Verkehrssichere Kinderkleidung

Verkehrsunfälle machen in Europa fast die Hälfte aller Kinderunfälle mit tödlichem Ausgang aus. In Deutschland verunglücken jährlich rund 45.000 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr. Die meisten von Ihnen (35 %) kommen als Insassen in einem Pkw zu Schaden, 28 % als Fußgänger und 33 % als Radfahrer.

Kinder und Jugendliche gehören auf dem Weg zum Kindergarten, zur Schule, zum Sport oder zu Freunden zu den am meisten gefährdeten Gruppen im Straßenverkehr. Gemäß Statistik passieren die meisten Unfälle mit Kindern in den späten Nachmittagsstunden und dies vor allem in den Wintermonaten. Sie verunglücken oftmals nur deshalb, weil sie von anderen Verkehrsteilnehmern nicht oder nicht rechtzeitig wahrgenommen werden. Nicht nur sehen, auch gesehen werden ist im Straßenverkehr von höchster Bedeutung. Hier könnte "verkehrssichere" Kinderkleidung helfen!!

Ein dunkel gekleideter Fußgänger wird für einen Autofahrer, der mit Abblendlicht fährt bei ca. 30 m Entfernung sichtbar. Trägt der Fußgänger dagegen Kleidung, die mit gutem retroreflektierendem Material ausgestattet ist, wird er schon bei ca. 160 m Entfernung sichtbar. Distanz, die für den Autofahrer Zeit bedeutet, um reagieren und das Fahrzeug rechtzeitig zum Stehen bringen zu können.

Dies möchte der Verbraucherrat des DIN zum Anlass nehmen, eine Norm für "verkehrssichere Kinderkleidung" zu beantragen. Nach Auffassung des Verbraucherrates sollte eine solche Norm neben Anforderungen an das retroreflektierende Material (Rückstrahlwert) auch Anforderungen an die Position des retroreflektierenden Materials (360° Sichtbarkeit) sowie zusätzliche Anforderungen an Waschechtheit, Farbechtheit und Haltbarkeit enthalten.

 

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