DIN Verbraucherrat

2016-06-30

Durchführung einer Studie zum Thema „Durch Unfälle verursachte Kopfverletzungen bei Kindern im häuslichen Bereich und daran beteiligte Produkte“

Ziel der Studie ist es, Kopfverletzungen bei Kindern und die daran beteiligten Produkte zu untersuchen. Um eine belastbare Aussage zu erhalten, ist eine Datenanalyse und Auswertung der europäischen Injury Data Base (IDB) und der dort registrierten Fälle aus mindestens der letzten fünf Jahre durchzuführen.

Kind mit einer Beule am Kopf
© marcelmooij / Thinkstock

Die IDB ist eine länderübergreifende Datenquelle, welche von der EU-Kommission verwaltet wird und macht Daten über Verletzungen europaweit für die Gesundheitsberichterstattung und Prävention verfügbar. Aktuell werden europaweit rund 300.000 Fälle von ca. 100 Krankenhäusern jährlich registriert und in die Datenbank eingespeist. Die Datenbank enthält Informationen über Unfälle die sich im häuslichen Bereich, im Sport- und Freizeitbereich und während der Arbeit zugetragen haben sowie Unfälle aus dem Straßenverkehr. Die Auswertung der in der Studie untersuchten Fälle sollte einen repräsentativen geografischen Querschnitt im deutschsprachigen Raum widerspiegeln. Dabei sollte insbesondere verifiziert werden:

  • welche Altersstufe bis 14 Jahren ist wie häufig betroffen;
  • Analyse der Kopfverletzungen und die daran beteiligten Produkte im häuslichen Bereich;
  • Analyse der für diese Produkte existierenden Normen und deren sicherheitstechnischen    Festlegungen;
  • Ausarbeitung von Änderungsvorschlägen aus Verbrauchersicht zu den betroffenen Normen.

Dabei gilt es zu untersuchen, ob für die beteiligten Produkte Normen existieren. Falls es sich um genormte Produkte handelt, sind die jeweilig zugrunde gelegte Norm und die möglicherweise unzureichende sicherheitstechnische Anforderung in dieser Norm zu benennen. Ausgewertet werden sollen auch Unfälle und daran beteiligte Produkte, zu denen keine Normen existieren und vermehrt Unfälle zu verzeichnen sind. Auf dieser Basis ist aus Verbrauchersicht ein entsprechender Änderungsvorschlag zur Norm zu formulieren und dieser von der Geschäftsstelle des Verbraucherrates weiterverarbeitet werden kann.

Die Ergebnisse der Studie werden voraussichtlich Ende 2016 vorliegen.

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