NA 105

DIN-Normenausschuss Terminologie (NAT)

Über NAT

DIN nimmt im Rahmen der technischen Sachnormung eine Ordnungsfunktion für die Terminologie der Fachsprachen wahr. Für diese Aufgabe ist jeder Normenausschuss auf seinem Arbeitsgebiet zuständig. Der DIN-Normenausschuss Terminologie (NAT) legt die grundsätzlichen Regeln der Terminologienormung fest. Die zentralen Prinzipien der Terminologielehre für die Begriffs- und Benennungsbildung sind:

  • Vermeidung von Missverständnissen durch Eindeutigkeit,
  • Orientierung an Begriffssystemen – der Begriff und seine Beziehung zu anderen Begriffen als Ansatzpunkt für systematische Terminologiearbeit,
  • Transparenz der begrifflichen Ordnung auch auf der Benennungsseite.

Die terminologische Grundlagennormung im NAT beruht auf diesen Prinzipien der Terminologielehre und legt fest, wie diese Prinzipien in der Terminologiepraxis anzuwenden sind. Die Terminologiepraxis umfasst vor allem:

  • Erarbeitung von Fachwörterbüchern,
  • Begriffsfestlegung in Normen,
  • Terminologieverwaltung mit Hilfe von Datenbanken und Spezialsoftware,
  • Übersetzen und Dolmetschen.

Neben der einsprachigen Terminologiearbeit gewinnt die mehrsprachige Terminologiearbeit immer größere Bedeutung, da sie für das qualitätsorientierte technische Übersetzen und Dolmetschen unverzichtbar ist. Insbesondere für den Übersetzerarbeitsplatz gibt es eine Vielzahl von informationstechnischen Innovationen. Diese müssen mit den Prinzipien der Terminologielehre kombiniert werden, um die technischen Möglichkeiten effizient nutzbar zu machen. Auch der Dolmetscherarbeitsplatz wird durch technische Rahmenbedingungen bestimmt, die seit 2014 zum Arbeitsprogramm des NAT gehören.

Darüber hinaus werden anwendungsorientierte Normen benötigt, die auch für Vertragspartner Klarheit schaffen. Diese Normen werden bei Anforderungen und Prozessen von Übersetzungs- und Dolmetschdienstleistungen und der bei der notwendigen Infrastruktur verwendet.

Zusätzlich steht der NAT im Dialog mit anderen Fachgremien (z. B. Rat für Deutschsprachige Terminologie und Deutscher Terminologie-Tag e. V.), mit denen das gemeinsame Ziel der Förderung der deutschen Fachsprache als Standortvorteil auf einem globalisierten Weltmarkt verfolgt wird.

Wie setzt sich der NAT zusammen?

Ihr Kontakt

DIN e. V.

Roman Grahle

Am DIN-Platz
Burggrafenstraße 6
10787 Berlin

Zum Kontaktformular  

Neue Projekte
Dokumentnummer Beginn Titel
DIN 8581-1 2021-02-19 Einfache Sprache - Anwendung für das Deutsche - Teil 1: Sprachspezifische Festlegungen Mehr  Kontakt zu DIN 
ISO/AWI 6253 2021-02-11 Requirements for Interpreter Educators and Teaching/Training Programs Mehr  Kontakt zu DIN 
DIN ISO 21998 2021-01-20 Dolmetschdienstleistungen — Dolmetschen im Gesundheitswesen — Anforderungen und Empfehlungen Mehr  Kontakt zu DIN 

Alle Projekte  

Neue Veröffentlichungen
Dokumentnummer Ausgabe Verfahren Titel
DIN EN ISO 22259 2021-04 Norm Konferenzsysteme - Ausstattung - Anforderungen (ISO 22259:2019); Deutsche Fassung EN ISO 22259:2021 Mehr  Kaufen beim Beuth Verlag
ISO 24613-3 2021-03 Norm Verwaltung von Sprachressourcen - Richtlinien für die Auszeichnung lexikalischer Daten: Lexical Markup Framework (LMF) - Teil 3: Erweiterung für etymologische Angaben Mehr  Kaufen beim Beuth Verlag
ISO 24627-3 2021-02 Norm Verwaltung von Sprachressourcen - Genormte ausführliche Empfehlungen für die Verwendung von Auszeichnungen von linguistischen Strukturen und Inhalten - Teil 3: Erstellung von Dokumenten mit graphischen oder multimodalen Inhalten mittels Angaben zur Zusammensetzung und zur Bedeutung der Inhalte (Diagrammatic semantic authoring, DSA) Mehr  Kaufen beim Beuth Verlag

Alle Veröffentlichungen