NA 031

DIN-Normenausschuss Feuerwehrwesen (FNFW)

2026-01-16

2026-01: DIN 14093 über Atemschutz-Übungsanlagen verabschiedet

Neuausgabe der Norm erscheint voraussichtlich Ende 1. Quartal 2026

Im Dezember 2025 konnte die Überarbeitung der Norm DIN 14093 über Atemschutz-Übungsanlagen abgeschlossen werden, so dass voraussichtlich Ende 1. Quartal 2026 die Neuausgabe der Norm erfolgt.

In Atemschutz-Übungsanlagen werden Einsatzbedingungen simuliert, um Feuerwehr-Einsatzkräfte im Gebrauch der Atemschutzgeräte und Vollschutzanzüge auszubilden und Übungen unter Atemschutz mit oder ohne Chemikalienschutzanzug (CSA) durchzuführen. Es handelt sich dabei um eine bauliche Anlage, in der feuerwehrtypische Tätigkeiten unter Atemschutz und in CSA geübt sowie die körperliche Leistungsfähigkeit von Feuerwehr-Angehörigen überprüft werden kann.

Die Planungsgrundlagen nach dieser Norm sollen es Architekten, Planern und Verwaltungsstellen ermöglichen, Atemschutz-Übungsanlagen zweckmäßig zu planen. Die Atemschutz-Übungsanlage darf über mehrere Geschosse und/oder Bauteile zusammenhängend geplant werden. Sie sollte nach Möglichkeit in Verbindung mit baulichen Anlagen für den Brand- und Katastrophenschutz eingerichtet sein, um die vorhandene Infrastruktur nutzen zu können. Ein informativer Anhang enthält eine schematische Darstellung der Räume einer Atemschutz-Übungsanlage im funktionalen Zusammenhang (Organisation und Übungsabfolge). Die Überarbeitung der Normausgabe April_2014 von DIN 14093-1 erfolgte, um die Anforderungen an den aktuellen Stand anzupassen. Gegenüber der Vorgängerausgabe DIN 14093-1:2014-04 wurden daher folgende signifikanten Änderungen vorgenommen:

  • Überwachung der Herzfrequenz der Übenden ist entfallen, da dies vom Sachgebiet „Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen“ im Fachbereich „Feuerwehren Hilfeleistungen Brandschutz“ (FBFHB) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e. V. (DGUV) geregelt ist;
  • Anforderungen an die Entlüftung in die allgemeinen technischen Anforderungen an die Räume (Tabelle 2) überführt;
  • nach Geschlechtern getrennte Umkleideräume mit Schließfächern oder abschließbaren Spinden vorgesehen;
  • Nachbereitungsraum in Verbindung mit dem Vorbereitungsraum aufgenommen;
  • beim Zielraum das Abtasten einer heißen Tür mit drei verschiedenen Temperaturzonen gelöscht;
  • beim Übungsraum einige Einrichtungen optional gesetzt:
  • bei den allgemeinen technischen Anforderungen an die Räume (Tabelle 2) einige Temperaturfestlegungen durch Verweisung auf ASR A3.5 ersetzt;
  • der Boden im Leitstand muss nicht mehr zwingend ableitbar (antistatisch) ausgeführt werden.


Ihr Kontakt

DIN e. V.
Michael Behrens

Am DIN-Platz
Burggrafenstraße 6
10787 Berlin

Zum Kontaktformular