DIN Verbraucherrat

2020-06-30

Erstmalige Veröffentlichung der DIN EN 17232 „Wasserspielgeräte“

© API WATER FUN GmbH

Im Juni wurde die DIN EN 17232 „Wasserspielgeräte und -merkmale - Sicherheitstechnische Anforderungen, Prüfverfahren und betriebliche Anforderungen“ nach mehrjähriger Erarbeitung erstmalig veröffentlicht, wodurch eine „Lücke“ im Normenwerk geschlossen wurde. Auf der einen Seite gibt es zwar ein vollständiges und bewährtes Normenwerk für öffentliche Spielplatzgeräte (DIN EN 1176), auf der anderen Seite auch ein solches für Schwimmbadgeräte (DIN EN 13451). Was aber bislang fehlte, waren Anforderungen, wenn man den Spielplatz sozusagen ins Wasser verlagert.    

Der DIN-Verbraucherrat hat intensiv an der DIN EN 17232 „Wasserspielgeräte und -merkmale - Sicherheitstechnische Anforderungen, Prüfverfahren und betriebliche Anforderungen“  mitgearbeitet und zur Veröffentlichung der beiden Norm-Entwürfe umfangreiche Kommentare eingereicht. Dabei lag das Augenmerk aus Verbrauchersicht vor allem darauf, dass in der  Norm festgelegt wird, dass keine hervorstehenden Teile an Wasserspielgeräten zulässig sind. Dieses Thema wurde während Erarbeitung der Norm sehr lang und intensiv diskutiert. Aus Verbrauchersicht wäre es nicht akzeptabel gewesen, schwächere Anforderungen bezüglich „hervorstehender Teile“ in der DIN EN 17232 „Wasserspielgeräte“ als in der Normenreihe DIN EN 1176 „Spielplatzgeräte“ festzulegen, welche sich seit Jahren auf dem Markt etabliert hat. Dies gilt vor allem dann, wenn die Wasserspielgeräte offensichtlich bekletterbar sind. In der Vergangenheit haben sich z. T. schwerwiegende Unfälle mit Wasserspielgeräten zugetragen, vor allem wenn die nassen und rutschigen Geräte beklettert wurden und das Kind unkontrolliert auf ein hervorstehendes Teil gefallen ist.

Sehr erfreulich aus Verbrauchersicht ist auch die Tatsache, dass zu den Themen „ausreichende Wassertiefe“ (abhängig von Art und Größe des Wasserspielgeräts)  und eine Aufstellung des Wasserspielgerätes mit ausreichendem Abstand zum Beckenrand festgelegt wurden. Darüber hinaus wurden Anforderungen festgelegt an die Rutschhemmung der Oberflächen, Verhinderung von Fangstellen sowie zusätzliche spezifische Anforderungen an einzelne Geräte.  

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Andreas Zause

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