DIN Verbraucherrat

2021-06-30

Entwurf DIN ISO 29991 „Sprachlerndienstleistungen – Anforderungen“ veröffentlicht

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Gründe, eine neue Sprache zu lernen gibt es viele: berufliche Weiterbildung, die Verständigung am Urlaubsort oder reines persönliches Interesse. Weit verbreitet ist zwar das Lernen durch Apps, viele Interessierte ziehen jedoch das persönliche Lernen in der Gruppe vor. Der vorliegende Norm-Entwurf beinhaltet sowohl den Präsenzunterricht als auch, durch Technologie vermittelte Inhalte oder eine Mischung aus beidem. Sie richtet sich sowohl an die Sprachlernenden selbst als auch an interessierte Parteien, die die Dienste zum Nutzen der Lernenden erwerben. 

Im Entwurf werden Mindestanforderungen an Sprachlerndienstleistungen mit dem Ziel festgelegt, die Transparenz des Marktes für Sprachlerndienstleistungen zu erhöhen, Verbraucher durch Verhinderung nachteiliger Praktiken zu schützen und die Qualität des Sprachenlernens für alle interessierten Parteien zu verbessern. Es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt. Dabei werden von der Analyse des individuellen Lernbedarfs, die Gestaltung der Sprachlerndienstleistung (Grundsätze, Lern- und Lehrmethoden) über die Qualität der Lehrkräfte und der Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Materialien zum Sprachenlernen bis zur Bewertung der Lernenden und der Evaluierung des Sprachlerndienstes alle Aspekte des Erlernens einer Fremdsprache abgedeckt. Abgerundet wird dieses Bild durch Anforderungen an Werbeaussagen entsprechender Dienstleistungsanbieter. Der Entwurf stellt die aus dem Englischen übersetzte Übernahme einer ISO-Norm dar und kann kostenfrei im Beuth-Entwurf-Portal bis zum 11. August 2021 kommentiert werden.

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