DIN Verbraucherrat
Coaching: Vergleichbarkeit und Transparenz durch Normung
Der DIN-Verbraucherrat arbeitet im neuen Normungsgremium „Coaching“ mit
Coaching erlebt, insbesondere seit der Corona-Pandemie, einen Boom. Angetrieben durch den Wunsch nach Selbstoptimierung und persönlicher Weiterentwicklung nehmen mehr und mehr Verbraucher*innen Coaching-Dienstleistungen in Anspruch. Die steigende Nachfrage führt jedoch auch zu einer Zunahme der Zahl der Anbietenden sowie zu wachsenden Bedenken hinsichtlich der Seriosität vieler Angebote, da weder der Begriff „Coach“ noch der Begriff „Coaching“ geschützt ist. Auch fragwürdige Geschäftsmodelle, wie „Schneeballsysteme“, sind keine Seltenheit.
Welche Probleme gibt es derzeit im Coaching-Markt?
Alle bereits existierenden Qualitätssicherungsprozesse bzw. -labels, die Aufnahmeverfahren/ Mitgliedschaft, Ausbildungsleitlinien betreffen, sind von einzelnen Verbänden oder entsprechenden Organisationen selbst erstellt. Durch die fehlende Unabhängigkeit bzw. aufgrund des Fehlens der inhaltlichen Validität und Glaubwürdigkeit sind am Markt bereits bestehende Labels nur bedingt tauglich, um den Verbraucher*innen eine neutrale Orientierung, Vergleichbarkeit und Transparenz zu bieten.
Normungsantrag des Deutschen Bundesverband Coaching
Aus diesem Grund hat der Deutsche Bundesverband Coaching e.V. (DBVC) einen Normungsantrag beim Deutschen Institut für Normung eingereicht. Ziel ist die unabhängige Standardisierung von Qualitätskriterien für das Coaching sowie von Anforderungen an Personen, die als Coaches tätig sind.
Was will der DIN-Verbraucherrat im Normungsgremium „Coaching“ erreichen?
Der Beirat des Normenausschusses Dienstleistungen, einschließlich des DIN-Verbraucherrats, hat dem Normungsantrag zugestimmt. Die Arbeiten am Dokument werden in dem eigens hierfür am 05.02.2026 gegründeten NA 159-06-01-01 AK „Coaching“ durchgeführt. Ziel der Mitarbeit des DIN-Verbraucherrats ist es, im Sinne des Verbraucherschutzes anspruchsvolle Anforderungen an Coaching-Dienstleistungen sowie an Coaches festzulegen, die den Verbraucher*innen eine unabhängige Orientierung, Vergleichbarkeit und Transparenz am Markt bieten.