DIN Verbraucherrat

2026-02-13

Veröffentlichung des Entwurfs DIN EN 18324 zur Barrierefreiheit von E-Ladestationen

Einspruchsfrist endet am 06. April 2026

Person im Rollstuhl bei der Bedienung einer barrierefreien Ladesäule
© HyperJoint GmbH

Laden ohne Grenzen: Norm-Entwurf zu Ladestationen bereitet den Weg für eine inklusivere Elektromobilität in Europa

Der Wandel hin zur Elektromobilität verändert die Transportsysteme grundlegend. Insbesondere Menschen mit Behinderungen, die selbst einen elektrisch angetriebenen PKW fahren oder in einem elektrisch angetriebenen PKW oder Kleinbus gefahren werden, stehen hinsichtlich des Ladevorgangs in Verbindung mit den entsprechenden Ladepausen vor besonderen Herausforderungen.

Nationaler Vorstoß: Die DIN SPEC 91504

National war bereits im November 2024 in Bezug auf diese Thematik DIN SPEC 91504 „Barrierefreie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ veröffentlicht worden. Der DIN-Verbraucherrat war aktiv an der Erarbeitung beteiligt. Sie diente als eine Grundlage für den im März 2026 auf europäischer Ebene veröffentlichten Norm-Entwurf DIN EN 18324 „Anforderungen und Empfehlungen zur Barrierefreiheit von Ladestationen für Elektrofahrzeuge“.

Europäische Perspektive: Der Norm-Entwurf DIN EN 18324

Damit ist nicht nur die Voraussetzung für die alltägliche, eigenständige Mobilität in jedem europäischen Mitgliedsstaat geschaffen, sondern es werden auch Autofahrten in das europäische Ausland vereinfacht. Das vorliegende Dokument soll Planer, Hersteller, Betreiber, Einkaufsverantwortliche und Regulierungsbehörden dabei unterstützen, Umgebungen, Produkte und Dienstleistungen zu schaffen, die sicher und eigenständig für alle Menschen nutzbar sind.

Barrierefreiheit im Fokus: Von physischem Design bis zu digitalen Lösungen

Die Barrierefreiheit wird dabei umfassend betrachtet, beginnend mit dem physischen Design der Stromversorgungseinrichtungen und der Planung des Ladebereichs, bis zur Entwicklung digitaler Benutzeroberflächen, der Gestaltung von Wegführungen, der Bereitstellung von Informationen und der Implementierung von Zahlungssystemen. So wird eine wesentliche Grundlage für die grenzübergreifende, eigenständige Mobilität und damit die soziale und kulturelle Teilhabe für Menschen mit Behinderungen und auch Menschen mit vorübergehenden oder dauerhaften Einschränkungen geschaffen.

Schlüsselpunkte des Norm-Entwurfs: Gestaltung, Infrastruktur und Dienstleistungen

Der Norm-Entwurf beinhaltet insbesondere

  • Die Gestaltung der Umgebung, in der sich Elektrofahrzeug-Ladestationen befinden, einschließlich Standortwahl, Kennzeichnungen, Beschilderung und Informationsbereitstellung.
  • Die infrastrukturellen Gegebenheiten rund um das Elektrofahrzeug, die für den Ladevorgang erforderlich sind.
  • Zentrale Aspekte, die bei der Entwicklung und Einrichtung von Stromversorgungseinrichtungen für Elektrofahrzeuge berücksichtigt werden müssen.
  • Plattformen und Anwendungen, die wichtig sind, um den Ladevorgang sowie Zahlungsmöglichkeiten zu unterstützen (sofern relevant)
  • Zusätzliche essenzielle Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Ladevorgang, wie Fußwege und dazugehörige sanitäre Einrichtungen.

Er kann im Norm-Entwurfs-Portal bis zum 06. April 2026 kommentiert werden.

Ihr Kontakt

DIN e. V.
Guido Hoff

Am DIN-Platz
Burggrafenstraße 6
10787 Berlin

Zum Kontaktformular  

Verwandte Themen

Wählen Sie ein Schlagwort, um mehr zum Thema zu erfahren: