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Dienstleistungsnormung und -standardisierung

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Normen und Standards im Dienstleistungsbereich sollen die Grundlage für die Verständigung zwischen Vertragspartnern in Bezug auf die Terminologie, transparente Dienstleistungsprozesse und - wo geeignet - für die Qualifikationsanforderungen bilden. Auf dieser Grundlage setzen die individuelle Ausgestaltung der Dienstleistung und der Wettbewerb auf.

Bei DIN beschäftigen sich neben dem im September 2008 neu gegründeten DIN-Normenausschuss Dienstleistungen (NADL) noch etwa weitere 20 der insgesamt 70 Normenausschüsse mit Dienstleistungen bzw. dienstleistungsrelevanten Themen. Beispiele dafür sind die DIN-Normenausschüsse

  • Informationstechnik und Anwendungen (NIA),
  • Kommunale Technik (NKT),
  • Sport- und Freizeitgerät (NASport) und
  • Bibliotheks- und Dokumentationswesen (NABD),
  • der externe DIN-Normenausschuss Maschinenbau (NAM) sowie
  • die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) im DIN und VDE.
     

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Dienstleistungsnormung - national bis weltweit

Dienstleistungen finden sich in nahezu jedem Wirtschaftszweig. Jedes Dienstleistungsfeld weist dabei seine eigenen Markt- und Rahmenbedingungen auf, die in der Normung und Standardisierung beachtet werden müssen. Normungs- und Standardisierungsprojekte zu produkt- und branchenspezifischen Dienstleistungen werden in der Regel durch die bereits bestehenden fachorientierten Normenausschüsse bei DIN bearbeitet. Der DIN-Normenausschuss Dienstleistungen (NADL) behandelt dabei ausschließlich Themen mit Dienstleistungsbezug in aktuell drei Fachbereichen: Wirtschaftsdienstleistungen, Konsumentendienstleistungen und Gesundheitsdienstleistungen.

Damit für einen Binnenmarkt wie der Europäischen Union, in dem die Staaten wirtschaftlich immer enger zusammenwachsen, sich Unternehmen stärker grenzüberschreitend betätigen und neue Absatzmärkte erschließen können, brauchen sie gemeinsame Rahmenbedingungen.

Die Besonderheit der europäischen Normung zeichnet sich durch eine Übernahmepflicht Europäischer Normen (EN) in das nationale Normenwerk der 33 CEN/CENELEC-Mitgliedsländer aus. Dies soll sicherstellen, dass in diesen Ländern die gleichen Anforderungen an Qualität und Sicherheit von Produkten und Dienstleistungen gelten. Die Richtlinie 2006/123/EG über Dienstleistungen im Binnenmarkt unterstützt dieses Ziel, in dem sie im Artikel 26 (5) die Entwicklung freiwilliger europäischer Standards zur Verbesserung der Vereinbarkeit und Qualität der in Mitgliedsstaaten erbrachten Dienstleistungen anspricht.

Neben Projekten, die von der Wirtschaft und Verbraucherorganisationen initiiert werden, ist mit Inkrafttreten der Verordnung zur europäischen Normung am 1. Januar 2013 nun auch die europäische Kommission befugt, Aufträge zur Erarbeitung von Normen und Standards im Bereich der Dienstleistungen an die europäische Normungsorganisationen CEN, CENELEC und ETSI zu stellen. Ziel ist es, neue Impulse für grenzüberschreitende Dienstleistungsangebote und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittelständischer Dienstleister setzen zu setzten. Siehe hierzu auch Mandat M/517.

Aktuell hat Deutschland die Federführung für das CEN/TC 420 „Service excellence systems“ inne.

Moderne, vernetzte Informations- und Kommunikationstechnologien und die damit verbundene Zunahme weltweiter wirtschaftlicher Verflechtungen führt auch in der Dienstleistungswirtschaft zu einer zunehmenden Internationalisierung.

Internationale Normen und Standards werden genutzt, um eine Basis für den freien Austausch von Dienstleistungen und internationale Kooperationen zu bilden. Dies führt zu mehr Vergleichbarkeit und Transparenz und hilft bei der Auswahl des richtigen Dienstleistungsanbieters/Kooperationspartners.

Siehe hierzu auch die Forschungsergebnisse „DL-Standards – Dienstleistungs-Standards für globale Märkte“ und das Projekt „Standard: IS – Dienstleistungsstandards in erfolgreichen Internationalisierungsstrategien“.

DIN hält im Bereich der Bildungsdienstleistungen des Sekretariat ISO/TC 232 „Learning services outside formal education“ das Sekretariat.

Technische Komitees bei ISO

Normen und Standards sind ein wirkungsvolles Instrument, insbesondere wenn es darum geht, Forschungsergebnisse schneller und einfacher in marktfähige Produkte und Dienstleistungen umzusetzen und den schnellen Marktzugang von Innovationen zu fördern.

Wir verfügen über langjährige Erfahrungen in der Begleitung innovativer Vorhaben und der Entwicklung von Normen und Standards im Rahmen von Forschungsprojekten und sind damit ein optimaler Partner für die Forschung und Entwicklung.

Die Entwicklungsbegleitende Normung (EBN) in DIN beschäftigt sich vornehmlich mit der Bearbeitung von geförderten Forschungsprojekten.

Nutzen auch Sie Ihre Chance – setzen Sie Dienstleistungsstandards!

Aktuelle Forschungsvorhaben mit Dienstleistungsbezug

  • NuSaL – Normung und Standardisierung in der akademischen Lehre
  • O(SC)²ar – Das Vorhaben "Open Service Cloud for the Smart Car" (O(SC)²ar) ist Teil des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Vorhabens „IKT für Elektromobilität II“
  • EUMONIS – Software- und Systemplattform für Energie- und Umweltmonitoringsysteme
  • MAAL – Masterstudiengang Ambient Assisted Living

BEENDETE Forschungsvorhaben mit Dienstleistungsbezug

  • StarLog – Entwicklung eines Standards zur Klassifizierung, Spezifikation und Bewertung logistischer Dienstleistungen im Wirtschaftsverkehr
  • CHESSS – CEN Horizontal European Service Standardization Strategy
  • standard:IS – Dienstleistungsstandards in erfolgreichen Internationalisierungsstrategien
  • EMOTEC – Empower Mobile Technical Customer Services Produktivitätssteigerung durch intelligente mobile Assistenzsysteme im Technischen Kundendienst
  • MYCAREVENT – MobilitY and CollAboRative Work in European Vehicle Emergency NeTworks
  • WivU – Wissensmanagement in virtuellen Unternehmen zur Effizienzsteigerung des Service
  • Q.E.D. – Qualitätsinitiative e-Learning in Deutschland
  • Smart Watts – Mit der „intelligenten Kilowattstunde" zu mehr Effizienz und Kundennutzen
  • DL-Standards – Dienstleistungs-Standards für globale Märkte
  • STADIWAMI – Standards für wohnungsbegleitende Dienstleistungen im Kontext des demografischen Wandels und der Potenziale der Mikrosystemtechnik
  • PIPE – Hybride Wertschöpfung im Maschinen- und Anlagenbau
  • MEDIA@Komm – Virtuelle Verwaltung - E-Government
  • Benchmarking – Dienstleistungsbenchmarking - Entwicklung eines Service-Gütesiegels
  • e-Learning (VAWi) – Virtuelle Aus- und Weiterbildung Wirtschaftsinformatik
  • AIR-CRAFT – Handwerk im E-Commerce
  • STEPPIN – STandards in European Public Procurement lead to Innovation