2020-07-17

EU-Projekt PROSCOPE zur Verbesserung der Darmkrebsdiagnostik

© PROSCOPE Logo

Darmkrebs ist die zweithäufigste Ursache für Todesfälle durch Krebserkrankungen in Europa. Der Erfolg der Behandlung und die Überlebenschancen bei dieser Krebserkrankung hängen entscheidend von einer frühen Erkennung ab. Aktuelle Kolonoskopieverfahren basieren auf Videobildgebung mit weißem Licht oder auf optischer Schmalband-Bildgebung mit begrenzten Möglichkeiten zur In-vivo-Erkennung und -Charakterisierung der verschiedenen kanzerösen und prä-kanzerösen Läsionen.

Das Ziel des Projekts Point-of-care instrument for diagnosis and image-guided intervention of Colo-Rectal Cancer, kurz PROSCOPE, ist die Entwicklung einer neuartigen optischen Bildgebungsplattform, die eine höhere Empfindlichkeit und Spezifität im Vergleich zur aktuellen Koloskopie bietet, sodass das patientennahe Management von Darmkrebserkrankungen erheblich verbessert wird. Das Konzept wird eine klinische Validierung unter Verwendung bestehender Endoskope und durch die Anpassung aktueller Prozeduren durchlaufen. Das innovative Bildgebungs-Screening soll die frühe Diagnose von Darmkrebs mit einer voraussichtlichen Spezifität und Empfindlichkeit von über 90 % verbessern.

Im Januar 2020 ist PROSCOPE als vierjähriges Forschungsprojekt gestartet, das durch das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 gefördert wird und ein Konsortium von 10 Wissenschaftseinrichtungen, europäischen Organisationen und Unternehmen unter Führung der Technischen Universität Dänemark zusammenbringt.

Der DIN-Normenausschuss Medizin wird verantwortlich sein für die Aufgabe "Contribution to future standards" und das Konsortium bei der Umsetzung relevanter Forschungsergebnisse in Normen und Standards unterstützen. So soll u.a. innerhalb des Projekts ein CEN Workshop Agreement erarbeitet werden.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.proscope-h2020.eu und https://cordis.europa.eu/project/id/871212/de.

Projektpartner

  • Danmarks Tekniske Universitet (DK) (Koordinator)
  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (DE)
  • DIN Deutsches Institut für Normung e.V. (DE)
  • Grintech GmbH (DE)
  • M-Squared Lasers Limited (UK)
  • Medizinische Universität Wien (AT)
  • Ovesco Endoscopy AG (DE)
  • Q4 PR Limited (IR)
  • Karolinska Institutet (SE)
  • The University Court of the University of St. Andrews (UK)
  • Universitätsklinikum Freiburg (DE)

Projektförderung

Das Forschungsprojekt PROSCOPE wird durch das Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizon 2020 der Europäischen Union unter der Grant Agreement Nr. 871212 finanziert.

PROSCOPE_PPP_logo

Ihr Ansprechpartner

DIN e. V.

Ulrike Schröder

Saatwinkler Damm 42/43
13627 Berlin

Ansprechpartner kontaktieren