DIN-Normenausschuss Terminologie (NAT)
Wie können Sprachdaten nachhaltig und weltweit zugänglich gemacht werden?
Um diese Frage ging es am 4. Dezember 2025 bei der Präsentation des bei De Gruyter erschienenen Buchs „Harmonizing language data: Standards for linguistic resources“ in den Räumen von DIN.
Rund 30 Teilnehmende von DIN und der DIN Media GmbH, aus thematisch verwandten Normungsgremien, der Forschung sowie von der Verlagsseite tauschten sich bei der Veranstaltung über Innovationen im Bereich digitaler Sprachressourcen aus. Vertreten waren u. a.:
- Sibylle Gabler (DIN);
- Hana Ikenaga (De Gruyter);
- Prof. Dr. Andreas Witt (IDS und Uni Mannheim, Text+);
- Dr. Thorsten Trippel (IDS und Uni Tübingen, Text+)
Dabei zeigte sich eindrucksvoll, dass Standardisierung ein entscheidender Hebel ist, um Daten langfristig zugänglich, vergleichbar und forschungsrelevant zu machen, und überdies die Interoperabilität von Sprachressourcen über Disziplinen, Institutionen und Ländergrenzen hinweg ermöglicht.
Der Dank der NAT-Geschäftsstelle gilt allen Beteiligten, insbesondere dem Verein Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) e. V., dessen Kooperation mit DIN diese spannende Veranstaltung ermöglicht hat.
Das Buch wurde im Rahmen eines Projekts des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS) entwickelt, von der Volkswagen Stiftung gefördert und als „Open Access“ bereitgestellt und von Dr. Piotr Bański, Prof. Dr. Ulrich Heid und Dr. Laura Herzberg herausgegeben. Im Buch ist auch ein eigenes Kapitel zur ISO-Normung enthalten („The life of an ISO standard“), das von Prof. Dr. Ulrich Heid (Universität Hildesheim) und Annette Preissner (NAT-Geschäftsstelle) verfasst wurde.