DIN-Normenausschuss Bauwesen (NABau)
Erdarbeiten - Chemische Prüfverfahren - Teil 4: Bestimmung des Gehalts an löslichem Sulfat (in Wasser) in Böden
Kurzreferat
Der Zweck dieses Dokuments ist die Beschreibung einer Prüfung zur Bestimmung des Gehalts an wasserlöslichem Sulfat in einer Bodenprobe (WS), wobei die Probe zunächst in entmineralisiertem Wasser aufgelöst und anschließend mit einer gesättigten Bariumchloridlösung (BaCl2) ausgefällt wird, nach der folgenden Reaktion: MSO 4+BaCl 2 (sat.)→BaSO 4+MCl 2 Das Vorhandensein mehrwertiger Anionen in Böden, wie Phosphate oder Oxalate, kann das Verfahren beeinträchtigen, da diese mit der BaCl2-Lösung ausfallen können, was zu einer Massenzunahme des Rückstands und einer daraus resultierenden Überschätzung des Gehalts an wasserlöslichem Sulfat führt. Carbonate werden bei dieser Störung nicht berücksichtigt, da sie durch die vorläufige Zugabe von Salzsäure als CO2 (g) entfernt werden. Anhang B legt ein qualitatives Verfahren zum schnellen Nachweis wasserlöslicher Sulfate im Boden durch Auflösung in wässriger Lösung und anschließender Ausfällung mit BaCl2 fest. Darüber hinaus enthält Anhang C ein quantitatives Verfahren zur Bestimmung des Gipsgehalts (CaSO4·2H2O) in einer Bodenprobe, das auf dem zuvor bestimmten Gehalt an wasserlöslichem Sulfat, das nicht aus Gips stammt, basiert. Die in Übereinstimmung mit diesem Dokument erzielten Ergebnisse geben nicht den Gesamtsulfatgehalt des Bodens wieder, sondern ausschließlich den unter den in diesem Dokument festgelegten spezifischen Bedingungen in Wasser löslichen Anteil. Diese Ergebnisse sind nicht mit denen vergleichbar, die nach CEN/TS 17685 5:2026 zur Bestimmung des Gehalts an wasserlöslichen Salzen in Böden (WSS) erzielt wurden.
Beginn
2025-08-05
WI
00396026
Geplante Dokumentnummer
CEN/TS 17685-4