Presse

2020-07-09

Gründung eines Arbeitsausschusses „Lithium“

Das Technische Lenkungsgremium der ISO hat am 25. Juni 2020 die Gründung des neuen ISO/TC 333 „Lithium“ beschlossen (Sekretariatsführung: SAC, China).

Das Aufgabengebiet des neuen Technischen Komitees umfasst die Erstellung von Normen zur Gewinnung, Trennung und Umwandlung von Lithium in nützliche Lithiumverbindungen/-materialien. Das Arbeitsprogramm umfasst zudem Terminologie, die Beschreibung von technischen Lieferbedingungen zur Überwindung von Transportschwierigkeiten und die Definition von einheitlichen Prüf- und Analyseverfahren zur Verbesserung der allgemeinen Qualität von Lithiumprodukten. Der Aufgabenbereich des ISO/TC 333 „Lithium“ schließt explizit die normative Behandlung von Batterien aus, da Batterien Komponenten und keine Materialien sind. Das Thema „Recycling von Batterierohstoffen“ gehört ebenfalls nicht zum Aufgabenbereich des ISO/TC 333 „Lithium“.

China strebt die Erstellung von Normen für Lithium in drei Kategorien an:

1. Grundlagennormen

  • Begriffe und Definitionen
  • Verpackung, Kennzeichnung, Transport und Lagerung

2. Normen für Prüf- und Analyseverfahren

  • Chemische Analyse von Lithiumkonzentraten, Metallen, Verbindungen und Werkstoffen
  • Bestimmung der Partikelgröße, spezifische Oberfläche von Lithium-Konzentraten

3. Produktnormen

Lithium ist für Lieferketten in wichtigen Wirtschaftszweigen in Deutschland und Europa von großer strategischer Bedeutung – z. B. bei der Elektromobilität. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Europäische Kommission haben daher großes Interesse an der transparenten Entwicklung von Normen auf internationaler Ebene als Mittel zur Beseitigung technischer Hindernisse für den internationalen Handel. Beide wollen sicherstellen, dass alle interessierten Kreise, sowohl national als auch europäisch, aktiv an der Festlegung von Normen auf internationaler Ebene beteiligt werden, da die in den internationalen Normungsorganisationen festgelegten Normen Auswirkungen auf den Binnenmarkt und die globalen Lieferketten haben.

Um die inhaltliche Begleitung dieses Themas durch deutsche Experten zu ermöglichen, ist die Gründung eines Arbeitsausschusses bei DIN erforderlich. Vor dem oben beschriebenen Hintergrund wurde bei DIN entschieden, die Arbeiten des ISO/TC 333 „Lithium“ im FNNE (Fachnormenausschuss Nichteisenmetalle) zu spiegeln. Ziel ist es, durch die Vertretung aller interessierten Kreise in einem neu gegründeten Arbeitsausschuss die Erarbeitung der deutschen Position, die Teilnahme an den internationalen Normungssitzungen und das Einbringen des deutschen Standes von Wissenschaft und Technik in das ISO/TC 333 „Lithium“, sicherzustellen.

Um interessierte Experten zu gewinnen, wird im 3. Quartal 2020 ein Workshop durchgeführt, der die Konstituierung des Arbeitsausschusses zum Ziel hat.

Der Workshop findet am 07. Oktober 2020 bei DIN in Berlin in der Budapester Str. 31, 10787 Berlin, in der Zeit von 10:30 Uhr bis etwa 15:00 Uhr statt.

Rückfragen bitte an:

Jörg Graßmann
Tel.: +49 30 2601-2315
Fax: +49 30 2601-4 2315
E-Mail: joerg.grassmann@din.de

Anmeldung bitte bis zum 07. August 2020 an:

Myrna Kleist
Tel.: +49 30 2601-2253
Fax: +49 30 2601-4 2253
E-Mail: myrna.kleist@din.de

Ihr Ansprechpartner

DIN e. V.

Jörg Graßmann

Saatwinkler Damm 42/43
13627 Berlin

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