Presse

2019-01-23

DIN und AFNOR unterstützen den Vertrag von Aachen für eine engere Kooperation zwischen Frankreich und Deutschland

Als nationale Normungsorganisationen von Deutschland bzw. Frankreich unterstützen DIN und AFNOR insbesondere den ersten Artikel des Vertrags von Aachen, den Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron gestern unterzeichnet haben: Er zielt auf eine Vertiefung der Europapolitik und die Vollendung des Binnenmarktes ab. An der Umsetzung dieses Ziels arbeiten DIN und AFNOR bereits seit Jahrzehnten.

“Der Europäische Binnenmarkt würde ohne Normen und Standards nicht funktionieren. Die europäische Normung stellt seinen Grundpfeiler dar!”

sagt Christoph Winterhalter, Vorstandsvorsitzender von DIN.

Normen und Standards können zudem die Kooperation in spezifischen Bereichen unterstützen. Im Hinblick auf die grenzüberschreitende Mobilität formuliert der Vertrag in Artikel 16 einen Bedarf an gemeinsamen Standards. Einige davon existieren bereits oder befinden sich in Erarbeitung. Ziel ist es, nicht nur Interoperabilität zwischen Frankreich und Deutschland herzustellen, sondern zugleich den jeweiligen Wirtschaftsbeteiligten durch europäische Standards einen Wettbewerbsvorteil im internationalen Markt zu verschaffen.

Die zukünftige Zusammenarbeit wird durch die engen Beziehungen gefördert, die bereits seit über einem halben Jahrhundert gewachsen sind. In der Präambel des Vertrages heißt es, die deutsch-französische Freundschaft habe „ein noch nie dagewesenes Netz an Partnerschaften“ in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen hervorgebracht. Die Normung ist dabei keine Ausnahme. DIN und AFNOR arbeiten auf den verschiedensten Ebenen zusammen, insbesondere auch die Führungsspitzen. “Unsere Zusammenarbeit basiert auf gegenseitigem Vertrauen”, sagt Christoph Winterhalter. Das spiegelt sich auch auf der europäischen Ebene wieder: DIN und AFNOR tauschen sich bei wichtigen Normungsfragen auf europäischer Ebene aus „und vertreten dabei gemeinsam die Interessen unserer Stakeholder”, unterstreicht Olivier Peyrat, Generaldirektor von AFNOR.

Die stetige Zusammenarbeit führte bereits zu konkreten Ergebnissen, wie die Arbeit an den Journalism Trust Indicators (Indikatoren für Vertrauen in Journalismus) zeigt. In enger Zusammenarbeit mit der Journalism Trust Initiative der Reporter ohne Grenzen erarbeiten DIN und AFNOR ein CEN Workshop Agreement, das freiwillige Vorgaben zur Erstellung journalistischer Inhalte darstellt, um damit die wachsende Verbreitung von Falschinformationen zu bekämpfen. Diese Initiative ist ein Beispiel dafür, wie Normung und Standardisierung und die deutsch-französische Freundschaft dazu beitragen, gegenwärtige globale Herausforderungen anzugehen.


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