Internationale Beratungsdienste
Internationale Projekte
Wie DIN weltweit Standards setzt
Die internationale Zusammenarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Engagements von DIN. Wir beteiligen uns seit über 30 Jahren an Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländer zum Aufbau ihrer Normungsorganisationen.
Diese Projekte fördern den globalen Wissensaustausch und sind essenziell, um Normen weltweit harmonisiert und zukunftsorientiert zu gestalten. Einige konkrete Beispiele zeigen, wie vielfältig und wirkungsvoll solche Projekte sind.
Projekte
Wie kann die Idee der Kreislaufwirtschaft in der internationalen Normung umfassend integriert werden? Ein geplanter Schwerpunkt des Projekts in Kolumbien, Mexiko und Peru (2025–2026) ist die Anwendung einer Methodik, um mit verschiedenen Stakeholdern Normungsroadmaps zur Kreislaufwirtschaft zu erarbeiten. Die Studienreise zu DIN im Februar 2026 bot allen Beteiligten die Möglichkeit, deutsche Normungsansätze kennenzulernen. Im weiteren Verlauf werden die Projektpartner diese Ansätze weiterentwickeln und eigene Roadmaps veröffentlichen.
Seit 2023 arbeitet DIN mit dem usbekischen Normungsinstitut UzSti zusammen. Neben der Beratung über Aufgaben und Organisation eines Normungsinstituts unterstützt DIN die Entwicklung von Reformplänen, die das Management technischer Normenkomitees und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft verbessern sollen. In einer Kombination aus Vor-Ort-Einheiten und virtuellen Trainings wurden zudem Inhalte zur deutschen Normungsstrategie und internationalen Kooperation vermittelt. Langfristige Ziele sind u. a. Schulungen zur Qualitätssicherung und der verstärkte Einsatz digitaler Werkzeuge.
In Namibia war DIN Teil eines deutsch-schwedischen Konsortiums, das das namibische Normungsinstitut NSI unterstützte. Neben der Harmonisierung nationaler Normen mit internationalen Standards zielte das Projekt darauf ab, Handelshemmnisse abzubauen und die Kapazitäten des NSI zu stärken. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Namibian Ministry of Industrialisation and Trade (MIT) sowie gezielte Trainings stellten sicher, dass langfristig nachhaltige Strukturen etabliert werden konnten.
Gemeinsam mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) entwickelte DIN 2019 ein Normeninformationssystem für die südasiatische Normungsorganisation SARSO. Dieses System ist ein Instrument, das Unternehmen in der Region den Zugang zu relevanten Normen erleichtert. Dadurch wird nicht nur die Transparenz verbessert, sondern auch der regionale Handel gefördert.
Das im Jahr 2018 gestartete EU-Twinning-Projekt war ein wichtiger Schritt, um die wirtschaftliche Annäherung zwischen der Ukraine und der Europäischen Union zu fördern. Im Rahmen des Projekts unterstützte DIN, gemeinsam mit den Normungsorganisationen aus Österreich, Spanien und Rumänien, das ukrainische Normungsinstitut (UAS) dabei, seine Strukturen und Prozesse an europäische und internationale Standards anzupassen. Durch gezielte Beratungsmaßnahmen konnten langfristig wichtige Reformen angestoßen werden, die sowohl den Handel erleichtern als auch die wirtschaftliche Entwicklung fördern.
Wie können Standards zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen? Ein Beispiel ist das Projekt in Ruanda, bei dem DIN, im Auftrag der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), das Rwanda Standards Board (RSB) unterstützte. Ziel war die Entwicklung von Normen für den öffentlichen Bereich, beispielsweise Möbel für Schulen. Die neuen Standards erleichtern nicht nur die Beschaffung, sondern fördern gleichzeitig eine nachhaltige Qualitätssteigerung im lokalen Markt.