Frühstücksreihe: Klima und Normung
Am 21.04. startet die fünfte Staffel
Deutschland spielt eine zentrale Rolle im weltweiten Wandel hin zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Zukunft. Sowohl das Erreichen ambitionierter Klimaziele als auch die notwendige Anpassung an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels erfordern schnelleres und entschlossenes Handeln über alle Sektoren hinweg.
DIN, DKE und VDI sind überzeugt davon, dass Normen und Standards hierbei eine entscheidende Rolle spielen können. Um diesen Beitrag zu verdeutlichen haben wir die Klima-Frühstücksreihe ins Leben gerufen.
Das erfolgreiche Format geht nun in die fünfte Staffel. Jede Veranstaltung wird abwechselnd von DIN, DKE oder VDI organisiert und bietet Ihnen spannende Impulse von diversen Fachexpertinnen und -experten.
Eine Übersicht der einzelnen Termine und Themen finden Sie weiter unten.
Anmeldung
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Übersicht der Einzeltermine und Themen
Die Herstellung, Nutzung, Wieder- und Weiterverwendung und die Entsorgung von Produkten benötigen natürliche Ressourcen. Deren effiziente und schonende Nutzung ist angesichts steigender Treibhausgasemissionen sowie zunehmender Rohstoffverknappung ein zentrales Ziel von Umwelt- und Wirtschaftspolitik und Baustein einer nachhaltigen Unternehmensführung.
Die Richtlinienreihe VDI 48xx beschreibt wesentliche Prinzipien und Methoden zur Berechnung und Bewertung von Ressourceneffizienz und -schonung in Unternehmen und zeigt Maßnahmen und Strategien hierzu in der betrieblichen Praxis auf. In dieser Veranstaltung werden zwei aktuelle VDI-Regelsetzungsaktivitäten zu dem Thema vorgestellt:
- Der Richtlinienentwurf VDI 4800 Blatt 3 bietet eine standardisierte Vorgehensweise zur Ermittlung der Treibhausgas (THG)-Emissionen bei betrieblichen Maßnahmen zur Materialeffizienz in KMU.
- Die Richtlinie VDI 4821 (in Erarbeitung) unterstützt Unternehmen darin, ihre Entwicklungsaktivitäten und Prozessschritte mit ressourcenorientierten Zielstellungen, Maßnahmen und Methoden auszugestalten.
Produktkategorieregeln (PCR) haben in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Sie legen spezifische Anforderungen und Regeln für die Quantifizierung von Umwelteigenschaften fest und gewährleisten somit die Vergleichbarkeit der berichteten Umwelteigenschaften, z. B. des Product Carbon Footprint (PCF).
Im Bausektor haben PCR im Zusammenhang mit Umweltproduktdeklarationen (EPDs) zunehmend an Bedeutung gewonnen (auf Basis DIN EN 15804). Gleichzeitig hat DG Environment auf Europäischer Ebene die Environmental-Footprint (EF)-Methoden entwickelt.
Viele Branchen haben begonnen, PCR bzw. sogenannte produktspezifische Regeln zu entwickeln. Einerseits wurden und werden die meisten PCR von unabhängigen EPD-Programmbetreibern entwickelt, andererseits aber auch von Branchenverbänden und Initiativen.
Es ist von großer Bedeutung, einen branchenübergreifend kohärenten und konsistenten Satz von PCR zu entwickeln. Auf CEN-CLC-Ebene wurden bereits erste Schritte unternommen, um dieses Ziel zu erreichen. Über die neuesten Entwicklungen werden wir in diesem Termin informieren.
Die elektrische Infrastruktur ist entscheidend für das Gelingen der Energiewende. Dabei werden bereits eintretende Folgen des Klimawandels enorme Auswirkungen auf das bestehende Stromnetz haben, was Transformatoren, Verteilnetze und weitere Assets vor enorme Herausforderungen stellen wird.
Andreas Hettich, DKE-Experte im Bereich elektrische Infrastruktur, wird einen Überblick über die zukünftigen Herausforderungen geben, wie diesen begegnet werden kann und welche Maßnahmen noch erforderlich sein werden.
Die Klimawirkung mit dem derzeit bevölkerungsweit größten Einfluss auf die menschliche Gesundheit ist die zunehmende Hitzebelastung. Hitzeereignisse werden, bedingt durch den voranschreitenden Klimawandel, auf globaler, regionaler und lokaler Ebene weiter zunehmen. Hohe Temperaturen schränken die Leistungsfähigkeit ein und können zu gesundheitlichen Beschwerden führen, oder auch bestimmte Vorerkrankungen verschlechtern.
Besonders betroffen sind Personen aus vulnerablen Gruppen und im Freien körperlich aktive und arbeitende Personen. Kühlbekleidung ist eine innovative Art der Funktionskleidung, die dabei unterstützt, die Körpertemperatur auch bei sehr warmen bzw. heißen Umgebungsbedingungen stabil und angenehm kühl zu halten. Erfahren Sie mehr über die Einsatzbereiche von Kühlbekleidung und über unsere neue Standardisierungsinitiative.
2023 trat die neue Batterieverordnung in Kraft – um ihre Umsetzung zu gewährleisten wurde dies von einem Normungsmandat begleitet. Inhalte des Mandats sind unter anderem Leistungs- und Haltbarkeitsaspekte oder auch Umsetzungsvorgaben zur Wiederverwendung und Umnutzung wiederaufladbarer Batterien. Das erklärte Ziel ist es, Batterien nachhaltiger zu gestalten und gleichzeitig den europäischen unabhängiger zu machen.
Da die Batterieverordnung als erste Produktverordnung innerhalb der Ökodesign-Rahmenverordnung ESPR angesehen werden kann, sind die Arbeitsergebnisse des Normungsauftrages wegweisend für weitere Produktbereiche. Expertinnen und Experten der DKE werden einen Einblick auf diese und noch zu entwickelnde Normen geben.
Ökodesign bedeutet, Produkte von Anfang an umweltfreundlich zu gestalten – von der Materialauswahl über die Produktion bis hin zur Nutzung und Entsorgung. Ziel ist es, Ressourcen zu schonen und Umweltbelastungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu minimieren.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Normung: Sie schafft klare Anforderungen, liefert praxisnahe Leitfäden und sorgt dafür, dass Nachhaltigkeit messbar und vergleichbar wird. Normen unterstützen Unternehmen dabei, ökologische Kriterien effizient umzusetzen und Innovationen marktfähig zu gestalten.
Entdecken Sie die Zukunft der Wasserstoffderivate und -technologien auf unserer Normungsroadmap-Veranstaltung. Tauchen Sie ein in innovative Entwicklungen und erfahren Sie, wie Normen und Standards den Weg für nachhaltige Energielösungen ebnen können.
Erhalten Sie exklusive Einblicke in die neuesten ISO-Aktivitäten zur globalen Klimapolitik bei unserem COP 31-Bericht. Erfahren Sie, wie internationale Standards zur Bewältigung der Klimakrise beitragen und welche Fortschritte bei der globalen Zusammenarbeit erzielt wurden.