DIN-Norm

DIN 820-1

Normungsarbeit - Teil 1: Grundsätze

Diese Grundlagennorm legt die allgemeinen Grundsätze, die Organisation und Ergebnisse der Normungsarbeit fest.

DIN 820-1

Vorwort Ausblenden

Diese Norm wurde vom Arbeitsausschuss NA 173-00-01 AA „Normungsgrundsätze (ANG)“ im Normenausschuss Grundlagen der Normungsarbeit (NAGLN) im DIN e. V. erarbeitet.

DIN 820 Normungsarbeit besteht aus:

  • Teil 1: Grundsätze
  • Teil 2: Gestaltung von Dokumenten (ISO/IEC-Direktiven — Teil 2, modifiziert); Dreisprachige Fassung CEN-CENELEC-Geschäftsordnung — Teil 3
  • Teil 3: Begriffe
  • Teil 4: Geschäftsgang
  • Teil 11: Gestaltung von Normen mit sicherheitstechnischen Festlegungen, die VDE‑Bestimmungen oder VDE‑Leitlinien sind
  • Teil 12: Leitfaden für die Aufnahme von Sicherheitsaspekten in Normen (ISO/IEC Guide 51)
  • Teil 13: Übernahme europäischer Dokumente von CEN, CENELEC und ETSI — Gestaltung der Dokumente
  • Teil 15: Übernahme internationaler Dokumente von ISO und IEC — Gestaltung der Dokumente

Änderungen

Gegenüber DIN 820‑1:2009-05 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  1. in Abschnitt 2 neuen einleitenden Text verwendet;
  2. in Abschnitt 5.4 „Firmen“ in „Unternehmen“ geändert;
  3. in Abschnitt 5.6 „Gruppe Prozessqualität und Prüfung (PQ)“ durch „Einheit Prozessqualität und Prüfung (PQ)“ ersetzt;
  4. in Abschnitt 5.7 „Zeitschrift“ ersatzlos gestrichen;
  5. Literaturhinweise aktualisiert.

Frühere Ausgaben

DIN 872: 1947-03

DIN 820-1: 1951-03, 1960-06, 1974-02, 1986-01, 1994-04, 2009-05

DIN 820-11: 1977-11

1 Anwendungsbereich Einblenden

Die nachstehenden Grundsätze gelten für die Organe des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. (im Folgenden DIN genannt) und für sonstige Organisationen sowie jede Einzelperson einschließlich der „Öffentlichkeit“, soweit deren Beteiligung nach dieser Norm vorgesehen ist. Darüber hinaus wird empfohlen, sie bei der Werknormung sinngemäß anzuwenden.

2 Normative Verweisungen Einblenden

Die folgenden Dokumente, die in diesem Dokument teilweise oder als Ganzes zitiert werden, sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

DIN 820‑2, Normungsarbeit — Teil 2: Gestaltung von Dokumenten (ISO/IEC-Direktiven — Teil 2, modifiziert); Dreisprachige Fassung CEN-CENELEC-Geschäftsordnung — Teil 3

DIN 820‑3, Normungsarbeit — Teil 3: Begriffe

DIN EN 45020, Normung und damit zusammenhängende Tätigkeiten — Allgemeine Begriffe (ISO/IEC Guide 2); Dreisprachige Fassung EN 45020

Richtlinie für Normenausschüsse im DIN Deutsches Institut für Normung e. V.

Satzung des DIN Deutsches Institut für Normung e. V.)

Kollektivmarke , Verbandszeichensatzung

3 Begriffe Einblenden

Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die Begriffe nach DIN 820‑3 und DIN EN 45020.

4 Allgemeine Grundsätze Einblenden

Durch die Normung wird eine planmäßige, durch die interessierten Kreise gemeinschaftlich durchgeführte Vereinheitlichung von materiellen und immateriellen Gegenständen zum Nutzen der Allgemeinheit erreicht. Sie darf nicht zu einem wirtschaftlichen Sondervorteil Einzelner führen.

Sie fördert die Rationalisierung und Qualitätssicherung in Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und Verwaltung. Sie dient der Sicherheit von Menschen und Sachen sowie der Qualitätsverbesserung in allen Lebens­bereichen.

Sie dient außerdem einer sinnvollen Ordnung und der Information auf dem jeweiligen Normungsgebiet.

Die deutsche Normung wird auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene durchgeführt.

5 Organisation der Normungsarbeit Einblenden

5.1     Das DIN ist die nationale Normungsorganisation Deutschlands und hat die Rechtsform eines einge­tragenen Vereins auf gemeinnütziger Grundlage mit Sitz in Berlin.

Die Gliederung des DIN und die Zuständigkeiten seiner Organe sind in der Satzung des DIN festgelegt.

Für die Erarbeitung und Auslegung von Texten elektrotechnischer Normen einschließlich Sicherheits­bestimmungen haben das DIN und der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. die DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE als gemein­sames Organ gebildet.)

5.2     Das DIN ist Mitglied in den entsprechenden europäischen und internationalen Normungsorganisatio­nen, z. B. Europäisches Komitee für Normung (CEN) und International Organization for Standardization (ISO).

In den Normungsorganisationen International Electrotechnical Commission (IEC) und Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung (CENELEC) ist die DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE Mitglied.

Im „Koordinierungsausschuss für die Nomenklatur der Eisen‑ und Stahlerzeugnisse bei der Kommission der Europäischen Gemeinschaften“ ist der Normenausschuss Eisen und Stahl (FES) im DIN Mitglied.

5.3     Die fachliche Arbeit wird in Arbeitsausschüssen bzw. Komitees durchgeführt. Für eine bestimmte Normungsaufgabe ist jeweils nur ein Arbeitsausschuss bzw. Komitee zuständig, der bzw. das zugleich diese Aufgabe auch in den europäischen und internationalen Normungsorganisationen wahrnimmt.

Mehrere Arbeitsausschüsse sind zu einem Normenausschuss im DIN zusammengefasst, der die Normung seines Fachgebietes fachverantwortlich trägt und als Träger auf der Norm erscheint.

ANMERKUNG      Siehe Richtlinie für Normenausschüsse im DIN.

Für Normungssachverhalte von übergeordnetem Interesse hat das DIN entsprechende Koordinierungs­gremien eingerichtet.

5.4     Die fachliche Arbeit wird von externen Mitarbeitern geleistet, die dabei von hauptamtlichen Bearbeitern des DIN und seiner Normenausschüsse unterstützt werden.

Die externen Mitarbeiter sind Fachleute aus den interessierten Kreisen (z. B. Anwender, Behörden, Berufs‑, Fach‑, und Hochschulen, Handel, Handwerkswirtschaft, gesetzliche Unfallversicherungen, industrielle Her­steller, Prüfinstitute, Sachversicherer, selbständige Sachverständige, Technische Überwacher, Umweltschutz­verbände, Verbraucher, Wissenschaft, gesellschaftspolitische Interessensverbände). Die externen Mitarbeiter müssen von den sie entsendenden Stellen (z. B. Ausbildungs‑ und Forschungsinstitutionen, Behörden, Unternehmen, Instituten, Verbänden, Vereinen) für die Arbeit in den Arbeits‑ und Lenkungsgremien autorisiert und entscheidungsbefugt sein. Der Fortbestand der Autorisierung muss auf Anforderung des Geschäftsführers des jeweiligen NA nachgewiesen werden.

Bei der Zusammensetzung der Arbeitsausschüsse ist der Grundsatz zu berücksichtigen, dass die inte­ressierten Kreise in einem angemessenen Verhältnis zueinander vertreten sind. Dabei ist die Richtlinie für Normenausschüsse im DIN zu beachten. In Streitfällen darf das Lenkungsgremium des zuständigen Normenausschusses, danach die Geschäftsleitung des DIN und letztlich das Präsidium des DIN angerufen werden.

Hinsichtlich der Zusammensetzung von Komitees der DKE dürfen nach dem Lenkungsausschuss der DKE unmittelbar das Präsidium des DIN und der Vorstand des VDE angerufen werden.

Für die Planung, Koordinierung, Finanzierung und für Grundsatzentscheidungen unter besonderer Berück­sichtigung der europäischen und internationalen Normungsarbeit bildet der Normenausschuss einen Beirat, der auch Lenkungsausschuss genannt werden kann. Für seine Zusammensetzung gelten Absatz 2 und Absatz 3 sinngemäß.

5.5     Für die Mitarbeit in den Normungsorganen des DIN ist eine Mitgliedschaft im DIN erwünscht, jedoch nicht Bedingung. Dies gilt auch für die Mitgliedschaft in solchen Organisationen, die durch Vertrag hinsichtlich ihrer Normungsarbeit mit dem DIN verbunden sind; z. B. ist für die Mitarbeit in den Gremien der DKE eine persön­liche Mitgliedschaft im VDE erwünscht.

5.6     Zum Prüfen der Normen vor ihrer Aufnahme in das Deutsche Normenwerk ist die Einheit „Prozess­qualität und Prüfung (PQ)“ des DIN eingesetzt. Für DIN‑Normen, die in das VDE-Vorschriftenwerk über­nommen werden (VDE‑Bestimmungen oder VDE‑Leitlinien), ist zusätzlich die Genehmigung durch den VDE‑Vorstand erforderlich.

5.7     Der „DIN‑Anzeiger für technische Regeln“ in den „DIN‑Mitteilungen + elektronorm“), die von jedem bezogen werden kann, unterrichtet über nationale, europäische und internationale Normungsarbeiten sowie über alle Veränderungen im Deutschen Normenwerk. Über die Arbeit am VDE‑Vorschriftenwerk berich­tet auch die „etz Elektrotechnik + Automation“.)

Der „DIN‑Anzeiger für technische Regeln“ darf — auch auszugsweise — in anderen Fachzeitschriften wieder­gegeben werden.

6 Ergebnisse der Normungsarbeit Einblenden

6.1     Die Ergebnisse der Normungsarbeit im DIN sind „Deutsche Normen“. Sie werden unter der Kollektiv­marke  vom DIN herausgegeben und bilden das „Deutsche Normenwerk“.

Als Deutsche Normen unter der Kollektivmarke  dürfen auch Normen in das Deutsche Normenwerk aufgenommen werden, die in europäischen oder internationalen Normungsorganisationen aufgestellt worden sind (z. B. als DIN‑EN‑Normen).

6.2     Ein Geltendmachen von Rechten Einzelner an den Ergebnissen der Normungsarbeit ist mit dem Wesen dieser Arbeit als einer Gemeinschaftsarbeit nicht vereinbar. Jeder, der sich an der Normungsarbeit beteiligt, verpflichtet sich zur Einräumung der Urhebernutzungsrechte an den schutzfähigen Ergebnissen an das DIN (siehe Abschnitt 9).

6.3     Aufgrund besonderer Verträge dürfen Deutsche Normen zugleich Bestandteil eines von einer anderen Institution getragenen Regelwerkes sein (z. B. des VDE‑Vorschriftenwerkes oder des DVGW‑Regelwerkes Gas).

7 Erarbeiten von Normen Einblenden

7.1     Jeder hat das Recht das Einleiten von Normungsarbeiten zu beantragen.

7.2     Die Arbeitsprogramme der Ausschüsse müssen systematisch unter Berücksichtigung der Wirtschaft­lichkeit und der Fortentwicklung von Wissenschaft und Technik sowie unter Berücksichtigung der inter­nationalen und europäischen Harmonisierung technischer Regeln festgelegt und überwacht werden.

Dabei ist die Anzahl neuer Normungsvorhaben auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken, und die einzelnen Normen sind so knapp wie möglich zu fassen. Bestehende nationale Normen anderer Fachbereiche sind rechtzeitig zu ermitteln und zu berücksichtigen.

Diese Grundsätze sind auch bei der europäischen und internationalen Normung anzuwenden.

Vor Beginn jeder Normungsarbeit ist vom zuständigen Normungsorgan des DIN zu klären, ob

  1. hierfür ein Bedarf besteht oder zu erwarten ist,
  2. die interessierten Kreise bereit sind mitzuarbeiten,
  3. in europäischen oder internationalen Normungsorganisationen entsprechende Normungsvorhaben bereits bearbeitet werden,
  4. der Normungsgegenstand für die europäische oder internationale Normung in Betracht kommt und
  5. die Finanzierung der damit verbundenen Geschäftsstellenkosten sichergestellt ist.

Soweit bereits Ergebnisse europäischer oder internationaler Normungsarbeiten bestehen, sollten diese mög­lichst ohne Änderungen übernommen werden. Dies gilt auch für die Übernahme in das VDE‑Vorschriftenwerk, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

7.3     Der Öffentlichkeit muss die Möglichkeit gegeben werden, sich über die Normungsarbeiten des DIN zu informieren. Die Annahme eines Normungsantrages ist deshalb mit der Angabe des Arbeitstitels im „DIN‑Anzeiger für technische Regeln“ zu veröffentlichen. Das Gleiche gilt bei Ablehnung eines Normungs­antrages, wenn das Präsidium des DIN — bei Normen, die voraussichtlich in das VDE‑Vorschriftenwerk aufgenommen werden, der VDE‑Vorstand — angerufen worden ist und die Ablehnung bestätigt hat.

Die vorgesehene Fassung einer Norm muss vor ihrer endgültigen Festlegung der Öffentlichkeit zur Stellung­nahme vorgelegt werden, im Allgemeinen durch Veröffentlichung eines Norm-Entwurfes. Das Erscheinen eines Norm‑Entwurfes ist im „DIN‑Anzeiger für technische Regeln“ bekannt zu geben. Das Veröffentlichen eines Norm‑Entwurfes entfällt, wenn eine Norm im „Manuskriptverfahren“ herausgegeben wird.

Ein Einsprecher zu einem Norm-Entwurf ist im Falle der Ablehnung seines Einspruches berechtigt, ein Schlichtungs‑ und gegebenenfalls ein Schiedsverfahren zu beantragen.

7.4     Beim Erarbeiten von Normen ist darauf zu achten, dass sie nicht im Widerspruch zu Rechts‑ und Verwal­tungsvorschriften stehen.

7.5     Das Deutsche Normenwerk bildet ein einheitliches Regelwerk. Deshalb müssen seine Normen inhaltlich aufeinander abgestimmt sein. Ein Normungsgegenstand darf nur an einer Stelle des Deutschen Normenwerkes behandelt werden. Die einzelnen Normen haben, wenn sie eine bereits an anderer Stelle des Deutschen Normenwerkes getroffene Festlegung übernehmen, auf die Fundstelle zu verweisen und sie nicht zu wiederholen.

7.6     Eine Norm ist bestimmt, klar, widerspruchsfrei und möglichst vollständig zu formulieren.

ANMERKUNG      Hinweise und Empfehlungen zur sektor-, branchen- oder zielgruppenbezogenen Erarbeitung von Normen sind in Leitlinien und Grundsätzen enthalten.

7.7     Der Inhalt der Normen ist an den Erfordernissen der Allgemeinheit zu orientieren. Die Normen haben den jeweiligen Stand der Wissenschaft und Technik sowie die wirtschaftlichen Gegebenheiten zu berück­sichtigen. Sie enthalten Regeln, die für eine allgemeine Anwendung bestimmt sind. Normen sollten die Ent­wicklung und die Humanisierung der Technik fördern.

7.8     Vertragsrechtliche Bestimmungen und Festlegungen kaufmännischer Art dürfen nur insoweit Bestand­teil einer Norm sein, als sie in unmittelbarem und notwendigem Zusammenhang mit wissenschaftlichen und/oder technischen Festlegungen stehen.

In Normen mit sicherheitstechnischem Inhalt dürfen keine Festlegungen getroffen werden, durch die das angestrebte Sicherheitsziel beeinträchtigt wird.

7.9     Normen sollten sich nicht auf Gegenstände erstrecken, auf denen Schutzrechte ruhen.

Ist es in Ausnahmefällen nicht vermeidbar, dass bestehende Schutzrechte von einer Norm berührt werden, so ist mit den Schutzrechtsinhabern eine Vereinbarung zu treffen, die mit dem Allgemeininteresse in Einklang steht, z. B. Vergabe von Lizenzen unter angemessenen, nicht diskriminierenden Bedingungen. In der Norm ist nach DIN 820-2 darauf hinzuweisen.

7.10   Benennungen, die markenrechtlich geschützt sind oder deren Aufnahme aus anderen Gründen wett­bewerbsrechtlich beanstandet werden kann, dürfen nur in begründeten Ausnahmefällen in Normen aufge­nommen werden.

8 Anwenden von Normen Einblenden

8.1     Die Normen des Deutschen Normenwerkes stehen jedem zur Anwendung frei. Sie sollen sich als „anerkannte Regeln der Technik“ etablieren.

Bei sicherheitstechnischen Festlegungen in DIN-Normen besteht eine konkrete Vermutung dafür, dass sie fachgerecht, d. h., dass sie „anerkannte Regeln der Technik“ sind.

Die Normen bilden einen Maßstab für einwandfreies technisches Verhalten; dieser Maßstab ist auch im Rahmen der Rechtsordnung von Bedeutung.

Eine Anwendungspflicht kann sich aufgrund von Rechts‑ oder Verwaltungsvorschriften sowie aufgrund von Verträgen oder sonstigen Rechtsgründen ergeben.

Anwender von Normen dürfen vom zuständigen Arbeitsgremium die Auslegung eines Textes verlangen.

8.2     Die Einführung und Anwendung der Normen wird durch den Ausschuss Normenpraxis (ANP) im DIN gefördert.

8.3     Das DIN führt Lehrgänge durch und fördert normungsbezogene Ausbildungsmaßnahmen, z. B. an Schulen, Fachschulen und Hochschulen.

8.4     Das DIN unterhält Informationsdienste über das Deutsche Normenwerk.

8.5     Das DIN stellt jedem frei, den Namen DIN oder im Rahmen der Verbandszeichensatzung die Kollektiv­marke  zum Kennzeichnen genormter Gegenstände zu benutzen. Zur Kennzeichnung von Gegenständen nach Normen, die in das VDE‑Vorschriftenwerk aufgenommen sind, darf die Kollektivmarke  oder der Name DIN nur in Verbindung mit einer Kollektivmarke des VDE benutzt werden.

ANMERKUNG 1   In Bezug auf Teileigenschaften von Gegenständen wird die alleinige Verwendung des Namen DIN — z. B. in Gebrauchsanweisungen — zugelassen, sofern dies in der betreffenden Norm vorgesehen ist.

ANMERKUNG 2   Die Kollektivmarke  und ihre Nutzungsbedingungen sind in der Verbandszeichensatzung  festgelegt.

ANMERKUNG 3   Die Kollektivmarken des VDE und ihre Nutzungsbedingungen sind in VDE 0024 festgelegt.

Für die Anwendung der Kollektivmarke  und weiterer Marken des DIN sowie des VDE‑Zeichens gelten die jeweiligen Verbandszeichensatzungen.

8.6     Durch das Anwenden von Normen entzieht sich niemand der Verantwortung für eigenes Handeln. Jeder handelt insoweit auf eigene Gefahr.

9 Urheberrecht Einblenden

Das DIN ist als Herausgeber des Deutschen Normenwerkes und der in ihm zusammengefassten Normen ermächtigt, die Urheberrechte hieran geltend zu machen. Als Miturheber übertragen alle in Gremien des DIN tätigen sowie alle von diesen Gremien für die europäische oder die internationale Normungsarbeit autorisierten externen Mitarbeiter unentgeltlich und unwiderruflich ihre aus ihrer Mitarbeit an den Ergebnissen der Normungsarbeit erwachsenden Urhebernutzungs-und -verwertungsrechte auf das DIN zur ausschließlichen, räumlich und zeitlich unbegrenzten Nutzung und Verwertung.

Die Urheberbezeichnung bei der Werkverwertung unterbleibt. Bearbeitungen und sonstige Umgestaltungen der Werke sind dem DIN ohne Begrenzung gestattet.

Die Beteiligung an der Normungsarbeit im DIN schließt die Zustimmung zur Einräumung von einfachen Nutzungsrechten an Dritte ein. Das DIN erteilt die Genehmigung zur auszugsweisen oder vollständigen Wiedergabe von Normen und für eine Vervielfältigung nach besonderen Bedingungen.

Vorstehendes gilt bei Normen, die zusätzlich als VDE-Bestimmungen gekennzeichnet worden sind, auch zugunsten des VDE. Für diese Normen werden die Urhebernutzungsrechte gemeinschaftlich vom DIN und vom VDE wahrgenommen.

Werknormen dürfen im Rahmendes Urheberrechtsgesetzes aus Normen abgeleitet werden.

Mit Einverständnis des DIN dürfen Normen auch in andere Sprachen übersetzt werden.