Studie Bedienungs- u. Gebrauchsanleitungen für Verbraucherprodukte

Bedienungs- und Gebrauchsanleitungen für Verbraucherprodukte: Folgen fehlerhafter Anleitungen am Markt und Lösungsansätze zur Verbesserung technischer Anleitungen

Jede zehnte Produktanleitung am Markt weist schwere Mängel auf. Bei fehlerhaften Produkten, die der Marktaufsicht gemeldet werden, ist bei jedem vierten Produkt auch die Anleitung fehlerhaft. Dies zeigt die vom Verbraucherrat in Auftrag gegebene Studie "Bedienungs- und Gebrauchsanleitungen für Verbraucherprodukte: Folgen fehlerhafter Anleitungen am Markt und Lösungsansätze zur Verbesserung technischer Anleitungen".
Fehler in Bedienungs- und Gebrauchsanleitungen von Verbraucherprodukten können fatale Folgen haben. Wird ein Produkt nicht richtig bedient, können im schlimmsten Fall Verbraucher zu Schaden kommen. Ist die Anleitung ursächlich, weil Sicherheitshinweise oder Angaben zur Handhabung, Nutzung, Wartung oder Entsorgung des Produkts fehlerhaft, unvollständig oder widersprüchlich sind, kann der Hersteller des Produkts dafür belangt werden. Dies zeigen einschlägige Gerichtsurteile, bei denen Hersteller wegen fehlerhafter Bedienungs- und Gebrauchsanleitung zur Verantwortung gezogen wurden. Fehlerhafte Anleitungen fallen aber auch im außergerichtlichen Bereich auf, zum Beispiel bei der Marktüberwachung oder bei Prüfinstituten, die diese Anleitungen bei der Vergabe von Qualitätszeichen für Produkte beanstanden.
Bislang fehlte ein Überblick über die Bedeutung fehlerhafter Bedienungs- und Gebrauchsanleitungen am Markt und die Erfahrungen von Herstellern, Marktüberwachung und anderen Akteuren mit fehlerhaften Anleitungen.
Der Verbraucherrat hat die Gesellschaft für Technische Kommunikation e. V. (tekom) beauftragt, diese Problematik genauer zu untersuchen. In der Studie "Bedienungs- und Gebrauchsanleitungen für Verbraucherprodukte: Folgen fehlerhafter Anleitungen am Markt und Lösungsansätze zur Verbesserung technischer Anleitungen" werden rechtliche Folgen fehlerhafter Bedienungs- und Gebrauchsanleitungen und die Rechte von Verbrauchern im Hinblick auf Bedienungs- und Gebrauchsanleitungen in einem Rechtsgutachten beschrieben. Es werden die Rollen von Herstellern, Prüfinstituten und Marktüberwachung im Zusammenhang mit Bedienungs- und Gebrauchsanleitungen erläutert. Die Autoren fragten zentrale Akteure nach ihren Erfahrungen mit fehlerhaften Anleitungen und nach Konsequenzen, die diese Anleitungen nach sich zogen. Eine Auswertung von Dokumentationen der Marktüberwachung zu fehlerhaften Produkten bzw. fehlerhaften Produktanleitungen rundet das Bild ab. Die Studie richtet Empfehlungen an verschiedene Akteure für Maßnahmen, mit denen sich der Anteil fehlerhafter Bedienungs- und Gebrauchsanleitungen deutlich reduzieren ließe.
Die elektronische Fassung der Studie "Bedienungs- und Gebrauchsanleitungen für Verbraucherprodukte: Folgen fehlerhafter Anleitungen am Markt und Lösungsansätze zur Verbesserung technischer Anleitungen" kann bei der Geschäftsstelle des Verbraucherrats (verbraucherrat@din.de) bestellt werden.

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