DIN-Normenausschuss Materialprüfung (NMP)
DIN EN ISO 2076
Textilien - Chemiefasern - Gattungsnamen (ISO/DIS 2076.2:2026); Deutsche und Englische Fassung prEN ISO 2076:2026
Textiles - Man-made fibres - Generic names and specific names (ISO/DIS 2076.2:2026); German and English version prEN ISO 2076:2026
Einführungsbeitrag
Dieses Dokument legt die Gattungsnamen zur Bezeichnung der verschiedenen Gattungen von Chemiefasern fest, die auf einem Hauptpolymer basieren, das laufend in industriellem Maßstab für Textilien und ähnliche Zwecke hergestellt wird, gemeinsam mit den Unterscheidungsmerkmalen, die sie charakterisieren. Das zuständige nationale Normungsgremium ist der Arbeitsausschuss NA 062-05-12 AA "Textilchemische Prüfverfahren und Fasertrennung" im DIN-Normenausschuss Materialprüfung (NMP).
Änderungsvermerk
Gegenüber DIN EN ISO 2076:2022-02 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) neben dem Begriff "Gattungsname" wurde im Titel und im Anwendungsbereich dieses Dokuments der Begriff "spezifischer Name" eingeführt; b) dieses Dokument wurde neu gegliedert, um die Bezeichnungen für Fasern und deren Definitionen aus der vorherigen Tabelle 1 nach Abschnitt 3 zu überführen; c) die Begriffe wurden unterteilt in allgemeine Begriffe im Zusammenhang mit Fasern (3.1), Bezeichnungen für Chemiefasern (3.2), Bezeichnungen für Bikomponenten (3.3) und Bezeichnungen für spezifische Fasern (3.4); d) in Abschnitt 3 (vorher Tabelle 1) wurden Faser (3.1) und Chemiefaser (3.2) als allgemeine Begriffe hinzugefügt; e) zuvor gültige Gattungsnamen für Chemiecellulosefasern wurden in spezifische Namen geändert: Viskose (3.2.1.1), Cupro (3.2.1.2), Modal (3.2.1.3), Lyocell (3.2.1.4) - zusammengefasst unter Cellulose (3.2.1) - und die spezifischen Namen Fibrilcell (3.2.1.5) und Cellalin (3.2.1.6) wurden unter Cellulose (3.2.1) hinzugefügt; f) die spezifischen Namen Diacetat (3.2.2.1) und Triacetat (3.2.2.2) wurden unter Acetat (3.2.2) hinzugefügt; g) die spezifischen Namen Para-Aramid (3.2.6.1), Meta-Aramid (3.2.6.2), Copolymer-Para-Aramid (3.2.6.3), Polyaramidimid (3.2.6.4), Polyamidimid (3.2.6.5) und Sulfonaramid (3.2.6.6) wurden unter Aramid (3.2.6) hinzugefügt; h) die spezifischen Namen Polyvinylchlorid (3.2.7.1), Polyvinylidenchlorid (3.2.7.2) wurden unter Polychlorid (3.2.7) hinzugefügt; i) die spezifischen Namen Polyamide 6 (3.2.11.1), Polyamid 6.6 (3.2.11.2), Polyamid 6.10 (3.2.11.3), Polyamide 11 (3.2.11.4), Polyamid 12 (3.2.11.5), Polyamid 5.6 (3.2.11.6), Polyamid 5.10 (3.2.11.7) wurden unter Polyamid (3.2.11) hinzugefügt; j) die spezifischen Namen Polyethylenterephthalat (3.2.12.1), Polytrimethylenterephthalat (3.2.12.2), Polybuthylenterephthalat (3.2.12.3) wurden unter Polyester (3.2.12) hinzugefügt; k) die spezifischen Namen Polyethylen (3.2.13.1), Polypropylen (3.2.13.2), Elastolefin (3.2.13.3) wurden unter Polyolefin (3.2.13) hinzugefügt; l) die Definition von Trivinyl (3.2.26) wurde geändert; m) die Definition von Polyarylat (3.2.31) wurde modifiziert; n) der spezifische Name Vinalon (3.2.16.1) wurde unter Vinylal (3.2.16) hinzugefügt; o) Polyhydroxyalkanoat (3.2.32), Polyetherester (3.2.33) und Polyethylenfuranoat (3.2.34) wurden, wie ihre jeweiligen Definitionen, hinzugefügt; p) Elastomutltiester (3.3.2) wurde in die Bikomponenten-Namen eingeteilt; q) metallisierte Faser (3.4.1) wurde als spezifischer Fasername hinzugefügt; r) in Tabelle 1 (Bezeichnung der Bikomponentenfaser) wurden zwei Bezeichnungen hinzugefügt; s) in Tabelle F.4 wurde Polyarylat (JP-Bezeichnung) gestrichen.
Zuständiges nationales Arbeitsgremium
NA 062-05-12 AA - Textilchemische Prüfverfahren und Fasertrennung
Zuständiges europäisches Arbeitsgremium
CEN/TC 248/WG 30 - Quantitative Analyse von Fasergemischen