Hydrometrie – Einsatz berührungsloser Verfahren zur Messung der Wasseroberflächengeschwindigkeit und zur Bestimmung der Abflussmenge
Kurzreferat
Um den Flüssigkeitsdurchfluss zu bestimmen, sind folgende Schritte erforderlich: 1) Messen Sie die Wasseroberflächengeschwindigkeit mit Hilfe von Radar-, Laser- oder Videotechnik. 2) Korrigieren Sie die Wasseroberflächengeschwindigkeit gegebenenfalls um Windeinflüsse. 3) Option a: Umwandlung der korrigierten Geschwindigkeit in eine tiefengemittelte Geschwindigkeit in einem Segment unter Verwendung der in Kapitel 7.2 beschriebenen arithmetischen Methoden, anschließend Berechnung jedes Segments und Ermittlung der Summe aller Segmente, um die querschnittsmittelte Geschwindigkeitsverteilung zu erhalten; 3) Option b: Umwandlung der korrigierten Geschwindigkeit in eine Querschnittsgeschwindigkeit unter Verwendung der in Kapitel 7.3 beschriebenen Indexmethoden; 4) Bestimmen Sie die Fläche des benetzten Querschnitts aus dem Verhältnis zwischen Wasserstand und Fläche. 5) Ermitteln Sie den Abfluss jedes Segments, indem Sie die tiefenmittelte Geschwindigkeit in jedem Segment mit der benetzten Querschnittsfläche jedes Segments multiplizieren. Bilden Sie dann die Summe aller Segmente, um den gesamten Abfluss im Querschnitt zu erhalten. Dieses Verfahren ist auf verschiedene Arten von Kanal- und Flussabschnitten anwendbar. Anwendungsbereiche sind unter anderem: — Flüsse und Bäche; — künstliche Kanäle wie Entwässerungsgräben und Bewässerungskanäle; — Prozessabläufe in Kläranlagen. Für jeden einzelnen Standort sollte die Methode zur Messung der Wasseroberflächengeschwindigkeit entsprechend den Standortbedingungen, der Art der Anwendung und der erforderlichen Genauigkeit ausgewählt werden. Es ist besonders zu beachten, dass berührungslose Methoden nicht verwendet werden sollten, wenn kein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Oberflächengeschwindigkeit und der tiefenmittelten Geschwindigkeit hergestellt werden kann, z. B. bei Gezeitenphänomenen. Dies liegt daran, dass die Schwankungen der Strömungsstärke und -richtung über die Tiefe unter diesen Umständen im Laufe der Zeit sehr variabel sind. In Rückstauzonen oder in der Nähe von Hindernissen kann die Beziehung zwischen Oberflächengeschwindigkeit und tiefengemittelter Geschwindigkeit komplizierter sein, aber selbst hier können optische Methoden hilfreich sein, um zumindest die Situation an der Oberfläche zu erfassen.
Beginn
2026-01-12
WI
00318088
Geplante Dokumentnummer
DIN EN ISO 24577
Projektnummer
11905167
Zuständiges nationales Arbeitsgremium
NA 119-09-10 AA - Hydrometrie (CEN/TC 318, ISO/TC 113)