NA 075

DIN-Normenausschuss Persönliche Schutzausrüstung (NPS)

Norm-Entwurf [NEU]

DIN EN ISO 19918/A1
Schutzkleidung - Schutz gegen Chemikalien - Messung der kumulativen Permeation von Chemikalien mit niedrigem Dampfdruck durch Materialien - Änderung 1 (ISO 19918:2017/DAM 1:2020); Deutsche und Englische Fassung EN ISO 19918:2017/prA1:2020

Titel (englisch)

Protective clothing - Protection against chemicals - Measurement of cumulative permeation of chemicals with low vapour pressure through materials - Amendment 1: Extraction and chemical analysis (ISO 19918:2017/DAM 1:2020); German and English version EN ISO 19918:2017/prA1:2020

Einführungsbeitrag

Dieses Dokument umfasst die geplanten Änderungen an der ISO 19918:2017. ISO 19918:2017 beschreibt Prüfverfahren im Labor zur Bestimmung des Widerstands von in persönlicher Schutzausrüstung (PSA) verwendeten Materialien, Verschlüssen und Nähten gegen Permeation fester oder flüssiger Chemikalien mit geringem Dampfdruck (weniger als 133,322 Pa bei 25 °C) und/oder nicht in Wasser oder anderen Flüssigkeiten löslicher Stoffe, die üblicherweise als Sammelmedien verwendet werden. Diese Chemikalien, die häufig in Pestizid-Formulierungen und anderen Gemischen vorkommen, können nicht mittels anderer Normen zur Messung der Permeation gemessen werden. Dieses Prüfverfahren ist geeignet für auf Anwendungsstärke verdünnte und für konzentrierte Pestizid-Formulierungen sowie andere Gemische, bei denen der aktive Inhaltsstoff eine Chemikalie mit geringem Dampfdruck und/oder geringer Löslichkeit in häufig verwendeten flüssigen und gasförmigen Sammelmedien ist. Dieses Prüfverfahren ist nicht dafür vorgesehen an Stelle von Normen, wie der ISO 6529, EN 16523-1 und ASTM F739, welche die Permeation von flüchtigen oder in Wasser oder anderen Flüssigkeiten, die nicht mit dem zu prüfenden Material reagieren, löslichen Chemikalien messen, angewendet zu werden. Dieses Dokument ist nicht geeignet zur Messung flüchtiger Chemikalien, welche verdampfen können, bevor die chemische Analyse abgeschlossen ist. Der Kontaminationsgrad hängt von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel der Expositionsart, der Anwendungstechnik und der chemischen Rezeptur. Da das Expositionsniveau erheblich variieren kann, ist dieses Verfahren so aufgebaut, dass die relative Leistungsfähigkeit der PSA-Materialien bei unterschiedlicher Dauer eingestuft wird. Dieses Verfahren dient der Messung der kumulativen Permeation. Die Durchbruchszeit kann durch dieses Verfahren nicht gemessen werden. Dieses Prüfverfahren misst nicht den Widerstand gegen Penetration oder Degradation. Die Prüfnorm kann zur Bewertung von neuen PSA-Materialien oder, sofern die Produktnorm dies fordert, zur Bewertung von durch zum Beispiel Waschen oder simulierten Abrieb behandelten PSA-Materialien genutzt werden. Genaue Informationen zur Behandlung müssen in den Bericht aufgenommen werden. Für die deutsche Mitarbeit ist der Arbeitsausschuss NA 075-05-13 AA "Testverfahren für Permeation von Chemikalien durch Materialien für Schuhe, Handschuhe und Kleidung" im DIN-Normenausschuss Persönliche Schutzausrüstung (NPS) verantwortlich.

Zuständiges nationales Arbeitsgremium

NA 075-05-13 AA - Testverfahren für Permeation von Chemikalien durch Materialien für Schuhe, Handschuhe und Kleidung 

Zuständiges europäisches Arbeitsgremium

CEN/TC 162/WG 13 - Gemeinsame Arbeitsgruppe zwischen CEN/TC 162 und CEN/TC 161 - Prüfverfahren für die Permeation von Chemikalien durch Schuhmaterialien, Handschuhmaterialien und Schutzkleidungsmaterialien 

Zuständiges internationales Arbeitsgremium

ISO/TC 94/SC 13/WG 3 - Schutzkleidung gegen chemische Stoffe 

Ausgabe 2020-06
Originalsprache Deutsch, Englisch
Preis ab 30,23 €
Inhaltsverzeichnis

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