NA 134

VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) - Normenausschuss

Projekt

Instrumentelle Geruchsüberwachungssysteme (IOMS) - Teil 1: Definitionen und allgemeine Aspekte

Kurzreferat

Dieses Dokument legt Anforderungen an instrumentelle Geruchsüberwachungssysteme (Instrumental Odour Monitoring Systems, IOMS) zur Überwachung von Gerüchen in der Außenluft sowie von Emissionen in die Außenluft fest. Ziel dieses Dokuments ist die Bewertung der Eignung von IOMS zur Bereitstellung relevanter Geruchsindikatoren für das Vorhandensein und die Eigenschaften von Gerüchen, wie sie durch den Menschen wahrgenommen werden. Ein wesentlicher Vorteil von IOMS ist ihre Eignung zur kontinuierlichen Messung. Instrumentelle Geruchsüberwachungssysteme sind jedoch grundsätzlich nur eingeschränkt in der Lage, den menschlichen Geruchssinn nachzubilden, der sich durch eine sehr hohe und differenzierte Empfindlichkeit gegenüber einer Vielzahl von Geruchsstoffen auszeichnet. Der derzeitige Stand der Technik ermöglicht mit IOMS überwiegend die Erfassung einer begrenzten Anzahl ausgewählter Substanzen, anhand derer potenzielle Geruchsstoffeinwirkungen abgeschätzt werden können. In vielen Anwendungsfällen wirken zahlreiche Stoffe, beispielsweise nicht geruchsaktive Komponenten oder Hintergrundgerüche, als Störgrößen auf IOMS. Ebenso stellen Temperatur und relative Feuchte häufige Stör- und Einflussgrößen dar. Darüber hinaus können einzelne Geruchsstoffe, die die menschliche Geruchswahrnehmung wesentlich beeinflussen, bereits in sehr geringen Konzentrationen zu Fehlanzeigen oder verfälschten Messergebnissen bei IOMS führen. Vor diesem Hintergrund sind die metrologischen Eigenschaften von IOMS sowie die Validierung der Messergebnisse von IOMS mit der menschlichen Geruchswahrnehmung zentrale Inhalte dieses Dokuments. Dieses Dokument ist Teil 1 einer dreiteiligen Normenreihe, bestehend aus zwei Europäischen Normen (EN) und einer Technischen Spezifikation (CEN/TS): - WI 00264235 (EN Part 1): Instrumentelle Geruchsüberwachungssysteme (IOMS) - Teil 1: Begriffe und allgemeine Aspekte - WI 00264236 (EN Part 2): Instrumentelle Geruchsüberwachungssysteme (IOMS) - Teil 2: Technische Anforderungen sowie Anforderungen an Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle (QA/QC) - WI 00264237 (CEN/TS Part 3): Instrumentelle Geruchsüberwachungssysteme (IOMS) - Teil 3: Feldvalidierung Dieses Dokument ist anwendbar für Geruchsüberwachungssysteme 1. in der Außenluft; 2. an der Emissionsquelle, d.h. im Bereich einer Anlagengrenze (Fence Line); 3. bei geruchsrelevanten Gasemissionen, einschließlich Abluftströmen vor Geruchsminderungs- oder Abgasbehandlungsanlagen. Dieses Dokument ist nicht anzuwenden. a) bei Bestimmung der Geruchsstoffkonzentrationen in der Außenluft in GE/m³, für die das Referenzverfahren in der Norm DIN EN 13725 festgelegt ist; dieses Dokument dient nicht dem Nachweis der Gleichwertigkeit von IOMS-Messungen mit dem in DIN EN 13725 beschriebenen olfaktometrischen Verfahren; b) bei direkter Bestimmung der Hedonik von Gerüchen, auch wenn qualitative Angaben zu Geruchseigenschaften durch ein trainiertes IOMS bereitgestellt werden können; c) bei der Bewertung von Geruchsbelästigungen; d) bei dem technischen Design von Geruchsüberwachungssystemen; e) bei Überwachung der Luftqualität im Hinblick auf umweltmedizinische Anforderungen oder Arbeitsschutzanforderungen. Dieser Teil 1 legt Begriffe fest und beschreibt allgemeine Aspekte zu instrumentellen Geruchsüberwachungssystemen (IOMS) sowie deren mögliche Anwendungen.

Beginn

2026-01-14

WI

00264235

Geplante Dokumentnummer

DIN EN 00264235

Projektnummer

13402160

Zuständiges nationales Arbeitsgremium

NA 134-03-10-10 UA - Spiegelgremium zu CEN/TC/264 WG41"Electronic sensors for odorant monitoring"  

Zuständiges europäisches Arbeitsgremium

CEN/TC 264/WG 41 - Emissionen und Außenluft - Instrumentelles Geruchsmonitoring  

Ihr Kontakt

Dr. sc. agr.

Anke Niebaum

VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf

Tel.: +49 211 6214-469

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