NA 087

DIN-Normenausschuss Fahrweg und Schienenfahrzeuge (FSF)

2026-10-20

InnoTrans 2026

Zukunftsthemen erkennen, Partnerschaften stärken, Normung strategisch gestalten

Personengruppe vor einer Siemens-Lokomotive auf der InnoTrans Messe 2026.
© DIN

Die InnoTrans 2026 wurde mit einer Auftaktveranstaltung eröffnet, die das Zusammenspiel von Mensch und Technologie in den Mittelpunkt stellte. Den Rahmen bildete eine Inszenierung mit Robotern und einem Orchester, gefolgt von Redebeiträgen aus Politik und Wirtschaft. Thematisch standen Investitionen und der Infraplan 2026 für die Schieneninfrastruktur, die Digitalisierung des Sektors sowie der Umgang mit Datenmodellen im Fokus. Damit wurden bereits zu Beginn die Themen aufgegriffen, die auch den fachlichen Austausch des DIN-FSF während der Messe prägten.

Ein Schwerpunkt der Messe war der Austausch mit langjährigen Partnern und Förderern. In diesem Rahmen verdeutlichte DIN-FSF die strategische Rolle der Normung für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Bahnsektors. Unternehmen bringen schon heute ihre Expertise aktiv in laufende Normungsprojekte ein und tragen damit zur Entwicklung praxisgerechter Standards bei. Zugleich wurde diskutiert, wie Zukunftsthemen noch früher identifiziert und schneller in die Normung eingebracht werden können. Insbesondere auf Managementebene wurden zahlreiche Impulse eingebracht, wie Normung noch stärker als strategisches Instrument genutzt werden kann: Sie kann Zukunftsvisionen für einen leistungsfähigeren Bahnsektor in konkrete Handlungsfelder übersetzen, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen und ihre Marktanteile langfristig stärken sowie die dafür entscheidenden Akteure frühzeitig zusammenbringen. Zugleich wurde von langjährigen Partnern angeboten bei der Ausweitung des Stakeholderkreises aktiv zu unterstützen, um die inflationsbedingt steigenden Gesamtkosten der Normungsarbeit auf eine breitere Basis zu verteilen und den finanziellen Beitrag jedes einzelnen Förderers möglichst konstant zu halten.

Digitalisierung trifft Normung

Ein weiteres Thema war die wachsende Integration von Software und Daten in die konventionelle Bahntechnik sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für die Normung. Insbesondere bei automatisierten Systemen, intelligenten Infrastrukturen, digitalen Zwillingen und vernetzten Fahrzeugen entstehen Fragestellungen, die nicht mehr ausschließlich mechanisch oder elektrotechnisch betrachtet werden können. Künftige Normungsarbeit wird daher verstärkt an den Schnittstellen zwischen diesen Disziplinen ansetzen müssen.

Austausch und Vernetzung stärken

Erstmals wurde auch der Austausch mit wissenschaftlichen Expertinnen und Experten gezielt ausgebaut. DIN-FSF begleitete Hochschulrundgänge auf der InnoTrans und führte Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Fachgebiets Bahnbetrieb und Infrastruktur sowie des Fachgebiets Schienenfahrzeuge der Technischen Universität Berlin, des Verkehrswissenschaftlichen Instituts (VIA) und des Instituts für Schienenfahrzeuge (IFS) der RWTH Aachen sowie des Instituts für Schienenverkehrssysteme (ISVS) der Technischen Universität Braunschweig. Ziel war es, den Dialog zwischen Wissenschaft und Normung weiter zu stärken, aktuelle Forschungsimpulse aufzugreifen und gemeinsame Anknüpfungspunkte für den Wissenstransfer zwischen Forschung, Wirtschaft und Normung zu identifizieren.

Auch neue Mitarbeitende des DIN-FSF nutzten die InnoTrans, um einen Einblick in die Vielfalt des Bahnsektors zu gewinnen. Erfahrene Experten führten unsere Neuzugänge durch den Außenbereich der Messe und stellten die Erfolge von Normung an realen Fahrzeugen und Komponenten anschaulich dar. Gespräche mit Förderern, Partnern und weiteren Akteuren der Branche verdeutlichten die Rolle der Projektmanagerinnen und Projektmanager als Vermittler zwischen Fachwelt, Normung und unterschiedlichen Interessengruppen.

Neben dem fachlichen Austausch mit Partnern wie VDB und VDV bot die InnoTrans zudem zahlreiche Gelegenheiten, neue Kontakte zu knüpfen und potenzielle Förderer anzusprechen, darunter auch international tätige Unternehmen mit Aktivitäten auf dem deutschen Markt.

Ein besonderer Dank gilt dem VPI, der dem DIN-FSF erneut einen zentralen Treffpunkt auf der Messe zur Verfügung stellte und damit viele Gespräche, Begegnungen und neue Impulse ermöglichte.

Ihr Kontakt

DIN-Normenausschuss Fahrweg und Schienenfahrzeuge (FSF)
Claudia Baumann

Rolandstr.4
34131 Kassel

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