DIN-Normenausschuss Kunststoffe (FNK)
DIN 16742
Kunststoff-Formteile - Toleranzen und Abnahmebedingungen
Plastics mouldings - Tolerances and acceptance conditions
Einführungsbeitrag
Mit der E DIN 16742 wird der Öffentlichkeit der Entwurf für die Nachfolgenorm der im Jahre 2009 zurückgezogenen DIN 16901, Kunststoff-Formteile, Toleranzen und Abnahmebedingungen, zur Stellungnahme zur Verfügung gestellt. Wobei zu beachten ist, dass die DIN 16742 ausschließlich für Neukonstruktionen ab Ausgabedatum des Norm-Entwurfs gelten wird. Die in diesem Norm-Entwurf festgelegten Grenzabmaße und Toleranzen für Größenmaßelemente, Abstände von Größenmaßelementen und Profilformtoleranzen ohne Toleranzangabe auf der Zeichnung gelten für das Spritzgießen, Spritzprägen, Spritzpressen und Pressen von nicht porösen Formteilen aus Thermoplasten, thermoplastischen Elastomeren und Duroplasten. Für spezielle Verfahrensvarianten ist eine sinngemäße Anwendung des Norm-Entwurfs möglich, wenn dies vereinbart wurde. Gegenstand des vorliegenden Norm-Entwurfs sind ausschließlich fertigungstechnisch mögliche Formteiltoleranzen von Kunststoff-Formteilen, die durch Urformverfahren mit geschlossenen Werkzeugen hergestellt wurden. Der Norm-Entwurf wendet sich sowohl an Formteilkonstrukteure und Formteilhersteller als auch an die Konstrukteure und Hersteller der erforderlichen Werkzeuge. Für das DIN ist der Arbeitsausschuss NA 054-05-13 AA "Toleranzen von Kunststoff-Formteilen" des Normenausschusses Kunststoffe (FNK) für diesen Norm-Entwurf zuständig.
Änderungsvermerk
Gegenüber der 2009-10 zurückgezogenen Norm DIN 16901:1982-11 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Herstellung einer weitgehenden Kompatibilität mit internationalem Toleranz- und Passungssystem nach ISO 1, ISO 286-1, ISO 286-2, ISO 1101, ISO 1660, ISO 5458, ISO 5459, ISO 8015, ISO 10135, ISO 14253-1, ISO 14405-1, ISO 14405-2, ISO 14406, ISO 17450-1 und ISO 17450-2; b) Ersatz einer permanent zu aktualisierenden Formmasseliste durch die Typenzuordnung mittels genauigkeitsrelevanter Eigenschaften; c) Einstufung des mobilisierbaren Fertigungsaufwandes (Prozessstabilität, Qualitätssicherung) für das erforderliche Genauigkeitsniveau aus einer realistischen Analyse des Leistungsvermögens des Formteilherstellers in Toleranzreihen (Aufwandsreihen).