DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE
IEC 60086-5
Primärbatterien - Teil 5: Sicherheit von Batterien mit wässrigem Elektrolyt
Primary batteries - Part 5: Safety of batteries with aqueous electrolyte
Einführungsbeitrag
Die Internationale Norm wurde in der Arbeitsgruppe MT16 des IEC/TC 35 "Primärbatterien" erstellt. Diese zweite Ausgabe, 2005, wird in das Deutsche Normenwerk übernommen und als DIN EN 60086-5 (VDE 0509-5) herausgegeben werden. Bei ihrer Erarbeitung wurde auch für diesen Teil von IEC 60086 das offizielle Template der IEC verwendet und somit harmonisiert.
Die wesentlichste Änderung gegenüber der ersten Ausgabe von IEC 60086-5, 2000, betrifft die Ausarbeitung der Richtlinien zur Konstruktion sicherer Batteriefächer für tragbare Geräte (Anhang B). Diese waren dort nur kurz beschrieben, sind aber auf Anregung des Japanischen Nationalen Komitees inzwischen wesentlich erweitert worden.
Im Anhang B wird die Gestaltung von Batteriefächern für zylindrische Handelsbatterien behandelt, die vom Verbraucher ausgetauscht werden können, beispielsweise Alkali/Mangan-Rundzellen der LR-Serie (Mono, Baby, Mignon u. Ä.). Diese haben als Sicherheitsvorkehrung einen Pluspin, der im Batteriefach benutzt wird, um eine Kontaktierung im Falle des verkehrten Einsetzens der Batterie zu verhindern. Bei verkehrter Polung einer von mehreren Batterien wird diese beim Betrieb aufgeladen statt entladen. Das kann zum Auslaufen des Elektrolyten und im Extremfall sogar zum Bersten der Batterie führen. In dem Anhang wird aufgezeigt, wie durch entsprechende Vorkehrungen, z. B. Rippen oder Vertiefungen beim Pluskontakt des Gerätes, eine Kontaktierung mit dem Minuspol der Batterie unmöglich gemacht wird. Ähnliche Sicherheitsvorkehrungen werden auch für den Minuspol beschrieben.
Des Weiteren wird der mögliche Kurzschluss in den Fällen behandelt, in denen die Kontaktfeder des Minuskontaktes des Gerätes bei einer Alkali/Mangan-Zelle zwischen Minusscheibe und Becher die Schutzfolie durchstößt und einen Kurzschluss der Batterie verursacht. Dies führt zum Erhitzen der Batterie und eventuell zum Auslaufen bzw. zur Explosion. Konstruktive Maßnahmen zur Vermeidung solcher Kurzschlüsse werden vorgeschlagen.
Der Anhang enthält außerdem weitere wichtige Hinweise für verschiedene Anwendungen und Geräte. Er ist zwar nur "informativ", führt aber bei Berücksichtigung durch die Gerätehersteller zu wesentlich mehr Sicherheit für den Endverbraucher.