DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE
IEC 62128-1
Bahnanwendungen - Ortsfeste Anlagen - Teil 1: Schutzmaßnahmen in Bezug auf elektrische Sicherheit und Erdung
Railway applications - Fixed installations - Part 1: Protective provisions relating to electrical safety and earthing
Einführungsbeitrag
Über den internationalen Schlussentwurf IEC 9/741/FDIS "Railway applications - Fixed installations - Part 1: Protective provisions relating to electrical safety and earthing" wurde im April 2003 positiv abgestimmt. Das angenommene Dokument wurde im Mai 2003 veröffentlicht. Die entsprechende Deutsche Norm ist DIN EN 50122-1 (VDE 0115 Teil 3):1997-12 "Bahnanwendungen - Ortsfeste Anlagen - Teil 1: Schutzmaßnahmen in Bezug auf elektrische Sicherheit und Erdung".
In der Internationalen Norm IEC 62128-1 sind die Schutzmaßnahmen für Anlagen mit Nennspannungen bis 1 000 V AC bzw. bis 1 500 V DC und für Anlagen mit Nennspannungen über 1 kV AC bzw. 1,5 kV DC bis 25 kV AC oder DC gegen Erde beschrieben. Darüber hinaus werden sowohl zusätzliche Schutzmaßnahmen wie der Schutz vor Gefahren durch das Schienenpotenzial, die Anforderungen an Unterwerke und Schaltstellen sowie an Rückleitungs- und Erdungsanlagen als auch Betriebsmittel für das sichere Freischalten und der Rückbau von außer Betrieb genommenen Oberleitungen beschrieben.
Die IEC-Norm weicht in einem Punkt von der vorgenannten Deutschen Norm DIN EN 50122-1 ab. So wird an Stellen, an denen eine feste und dauerhafte Erdung des Rückstromkreises nicht möglich ist, eine höhere Berührungsspannung zugelassen, wenn die notwendige Sicherheit durch andere geeignete Maßnahmen, z. B. Zugang zu den entsprechenden Stellen nur für autorisiertes Fachpersonal, sichergestellt ist.
Über den Aspekt, ob zukünftig zwei Normen parallel bestehen bleiben, wird zurzeit noch beraten.