NA 022

DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE

Norm [VORBESTELLBAR]

DIN EN ISO 19581 ; VDE 0493-581:2026-08
Bestimmung der Radioaktivität - Gammastrahlung emittierende Radionuklide - Schnellverfahren mit Szintillationsdetektor und Gammaspektrometrie (ISO 19581:2025); Deutsche Fassung EN ISO 19581:2025

Titel (englisch)

Measurement of radioactivity - Gamma emitting radionuclides - Rapid screening method using scintillation detector gamma-ray spectrometry (ISO 19581:2025); German version EN ISO 19581:2025

Einführungsbeitrag

Jeder wird mit natürlicher Strahlung exponiert. Die natürlichen Strahlungsquellen sind die kosmische Strahlung und natürlich vorkommende radioaktive Stoffe, die im Erdboden und innerhalb des menschlichen Körpers vorkommen. Menschliche Aktivitäten wie die Anwendung von Strahlung und von radioaktiven Stoffen erzeugen eine Strahlenexposition zusätzlich zur natürlichen Strahlung. Einige dieser Aktivitäten, wie zum Beispiel Bergbau und die Verwendung von Erzen, die natürliche radioaktive Stoffe beinhalten, sowie die Energieerzeugung durch die Verbrennung von Kohle, die solche Stoffe enthält, erhöhen die Exposition durch natürliche radioaktive Stoffe. Kernreaktoren und andere kerntechnische Einrichtungen verwenden radioaktive Stoffe und erzeugen radioaktives Abwasser und radioaktiven Abfall während ihres Betriebs und ihrer Stilllegung. Die Verwendung von radioaktivem Material in Industrie, Landwirtschaft und Forschung nimmt rund um den Erdball zu. Alle diese menschlichen Aktivitäten führen im Allgemeinen zu Strahlenexpositionen, die nur einen kleinen Teil des durchschnittlichen globalen Niveaus der natürlichen Strahlenexposition ausmachen. Die medizinische Anwendung von Strahlung ist die größte und weiter zunehmende durch Menschen verursachte Quelle von Strahlenexpositionen in entwickelten Ländern. Sie beinhaltet die diagnostische Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin und interventionelle Radiologie. Die Norm beschreibt ein Screening-Verfahren ohne aufwändige Probenvorbereitung, um in Notfallsituationen schnell die Aktivitätskonzentration von Radio-Iod und Radio-Cäsium in Proben aus der Umgebung und von Lebensmitteln unter Verwendung eines Szintillationsspektrometers zu quantifizieren. Während eines nuklearen oder radiologischen Notfalls ermöglicht dieses Prüfverfahren eine schnelle Messung der Aktivitätskonzentration von möglicherweise kontaminierten Proben, um sie mit behördlich festgelegten Richtwerten (Eingreifschwellen, en: operational intervention level, OIL) zu vergleichen und ggf. eine vorbestimmte Nothilfe auszulösen, um das existierende Strahlenrisiko zu reduzieren. Dieses Dokument enthält keine Kriterien zum Aufstellen dieser Richtwerte (Eingreifschwellen) für die spezifische Aktivität. Gegenüber DIN EN ISO 19581 (VDE 0493-581):2020-07 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) es wurde auf das aktualisierte IAEA Nuclear Safety and Security Glossary verwiesen; b) Anhang A wurde unter Berücksichtigung jüngster technologischer Verbesserungen aktualisiert; c) es wurden redaktionelle Änderungen vorgenommen.

Änderungsvermerk

Gegenüber DIN EN ISO 19581 (VDE 0493-581):2020-07 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) es wurde auf das aktualisierte IAEA Nuclear Safety and Security Glossary verwiesen; b) Anhang A wurde unter Berücksichtigung jüngster technologischer Verbesserungen aktualisiert; c) es wurden redaktionelle Änderungen vorgenommen.

Zuständiges nationales Arbeitsgremium

DKE/GK 851 - Aktivitätsmessgeräte für den Strahlenschutz  

Ausgabe 2026-08
Originalsprache Deutsch
Preis ab 83,35 €
Inhaltsverzeichnis

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