ReaKT
Resiliente energieangepasste Konzepte und Technologien für die Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden
Ziel des Projekts ist es, die Auswirkungen zukünftiger klimatischer Entwicklungen, veränderter Gebäudestandards sowie sozio-kultureller Veränderungen (z. B. Nutzungsverhalten) auf den Wärme- und Kältebedarf von Gebäuden systematisch zu untersuchen und zu quantifizieren. Darauf aufbauend sollen bestehende Gebäudeversorgungskonzepte hinsichtlich ihrer langfristigen Eignung, Effizienz und Resilienz bewertet werden, insbesondere vor dem Hintergrund einer Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten.
Mehr Planungssicherheit für eine zukunftsfähige Gebäudeenergieversorgung
Auf dieser Grundlage entwickelt das Projekt fundierte Planungsgrundlagen und Handlungsempfehlungen für die bedarfsgerechte Dimensionierung und Auslegung von Heizungs-, Kälte- und Lüftungssystemen. So soll langfristig eine nachhaltige, wirtschaftliche und zukunftssichere Energieversorgung im Gebäudesektor unterstützt und zugleich mehr Planungssicherheit für Fachplaner und Anwender geschaffen werden.
Normung als Brücke zwischen Forschung und Anwendung
Damit die Projektergebnisse in der Praxis wirksam werden können, betrachtet ReaKT auch den bestehenden normativen Rahmen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt darauf, den potenziellen Anpassungsbedarf bestehender technischer Normen und Richtlinien zu identifizieren und aktuelle wissenschaftliche sowie technologische Erkenntnisse in die Weiterentwicklung dieser Regelwerke einfließen zu lassen.
DIN übernimmt im Projekt die Rolle der zentralen Anlaufstelle für Normung und Standardisierung. Zu den Aufgaben gehören die Koordination und Kommunikation aller normungs- und standardisierungsrelevanten Themen. Darüber hinaus fungiert DIN als Schnittstelle zu den relevanten Normungsgremien und organisiert regelmäßige Austauschformate.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, relevante Normen und Normungsvorhaben zu identifizieren, bestehende Lücken sowie potenzielle Anpassungsbedarfe in aktuellen Dokumenten durch Workshops und Befragungen zu ermitteln und daraus Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Normung in diesem Themenfeld abzuleiten. Die Ergebnisse werden in die zuständigen Normungsgremien eingebracht und dort zur weiteren Diskussion und Bearbeitung bereitgestellt.
Projektlaufzeit
06/2026 – 05/2029
Projektkoordination
Steinbeis-Innovationszentrum energieplus - Steinbeis Innovation Center energieplus
Projektpartner
- TU Bergakademie Freiberg - TU Bergakademie Freiberg (Germany)
- DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH - DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH (Germany)
- DIN Deutsches Institut für Normung e.V. - DIN German Institute for Standardization (Germany)
Projektförderung
Das Projekt ReaKT wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen des 8. Energieforschungsprogramms zur angewandten Energieforschung – Forschungsmissionen für die Energiewende unter dem Förderkennzeichen 03EN1134D gefördert.
