DiMAT
Digital Modelling and Simulation for Design, Processing and Manufacturing of Advanced Materials
Ziel
Die europäische Werkstoffindustrie gilt als wichtiger Motor für die industrielle Entwicklung, und die EU hat in diesem Sektor eine historisch gesehen strategische Position inne. Allerdings ist die Verbreitung digitaler Technologien in der europäischen Werkstoffindustrie gering. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, allen Akteuren in der EU fortschrittliche digitale Technologien zur Verfügung zu stellen, damit sich eine agile europäische Werkstoffindustrie mit intelligenten Unternehmen entwickeln kann, die den Nutzen der digitalen Werkstoffwissenschaften maximieren und diese integrieren. Die übergreifenden Zielsetzungen und Ziele des DiMAT Projekts waren:
- Unterstützung des Übergangs zur industriellen Digitalisierung
- Erhöhung der Innovationsgeschwindigkeit durch Optimierung der Nutzung vorhandener Forschungsergebnisse und
- Erleichterung der Übernahmeneuer Projektergebnisse
- Entwicklung digitaler Werkzeuge für die Industrie zur Steigerung von Effizienz und Produktqualität sowie zur Erhöhung der Fähigkeit, besser und schneller auf Marktveränderungen zu reagieren.
In DiMAT wurden offene digitale Technologien für die Modellierung, Simulation und Optimierung für jede Stufe der Materialwertschöpfungskette (Design, Verarbeitung und Herstellung) entwickelt, um Datenanalysedienste, Simulationen und Visualisierungstechniken und damit die Dateninteroperabilität zu verbessern. Diese Technologien, welche insbesondere europäischen KMUs und Mid-Caps angeboten werden, haben zum Ziel die Qualität, Nachhaltigkeit, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Materialien zu verbessern. Dazu hat DiMAT drei integrierte Suiten entwickelt und eingesetzt:
- DiMAT Data and Assessment Suite: digitale Technologien zur Speicherung, gemeinsamen Nutzung, Darstellung und Bewertung von Materialdaten.
- DiMAT Modelling and Design Suite: digitale Technologien für den Entwurf von Werkstoffen im Hinblick auf ihre innere Struktur, ihre Eigenschaften und ihre Leistung, um das Werkstoffverhalten vor der Herstellung vorhersagen zu können
- DiMAT Simulation and Optimization Suite: digitale Technologien zur Erstellung effizienter Simulationsprozesse für die Materialherstellung und zur Bestimmung des Verhaltens der Modelle zur mechanischen Charakterisierung von Materialien, die für das KI-Training und die Vorhersage verwendet werden.
Die Wirksamkeit der drei integrierten DiMAT Werkzeuge wurde in vier Pilotprojekten für Textilien, Verbundwerkstoffe, Glas und Graphit demonstriert.
Die Rolle von DIN innerhalb des Projekts DiMAT war erwartungsgemäß die Normung und Standardisierung. DIN führte eine Normenrecherche nach relevanten Normen im Bereich der digitalen Technologien für fortgeschrittene Werkstoffe (Modellierung, Simulation und Optimierung) durch und verglich die Normungslücken mit dem Bedarf in diesem Bereich. Ziel war die Projektergebnisse in die Entwicklung neuer Normen und Standards oder in bestehende Normungs- und Standardisierungsaktivitäten auf europäischer und internationaler Ebene einfließen zu lassen.
Projektergebnisse
DiMAT Projektparner haben sich erfolgreich an der Aktualisierung des europäischen Standardisierungsdokuments CWA 17815:2025 Materials characterization - Terminology and structured documentation (CHADA) unter der Leitung von UNI (Nationales Normungsinstitut von Italien) beteiligt.
Gegen Ende des Projekts wurde außerdem ein eigener CEN-Workshop zur Erstellung eines CWA (CEN Workshop Agreement) mit dem Titel “Terminology definition for domain ontologies in materials science” (Begriffsdefinition für Domänenontologien in der Materialwissenschaft) initiiert, welches voraussichtlich in Q1 2026 veröffentlicht wird.
Projektwebseite: https://dimat-project.eu/
Weitere Informationen finden Sie hier: https://cordis.europa.eu/project/id/101091496
Projektlaufzeit
01/2023 - 12/2025
Projektkoordination
CENTRE FOR RESEARCH & TECHNOLOGIES HELLAS (Greece)
Projektpartner
- UNIVERSITAT POLITECNICA DE VALENCIA (Spain)
- FRAUNHOFER GESELLSCHAFT ZUR FORDERUNG DER ANGEWANDTEN FORSCHUNG EV (Germany)
- ASOCIACION DE INVESTIGACION DE LA INDUSTRIA TEXTIL (Spain)
- ETHNICON METSOVION POLYTECHNION (Greece)
- CENTRO DI RICERCHE EUROPEO DI TECNOLOGIE DESIGN E MATERIALI (Italy)
- DRAXIS ENVIRONMENTAL SA (Greece)
- ADVANCED MATERIAL SIMULATION SL (Spain)
- ROPARDO SRL (Romania)
- DIN DEUTSCHES INSTITUT FUER NORMUNG EV (Germany)
- F6S NETWORK IRELAND LIMITED (Ireland)
- NATUREPLAST SAS (France)
- TECNOLOGIA REDERA SL (Spain)
- ACCELIGENCE LTD (Cyprus)
- CETMA COMPOSITES SRL (Italy)
- HEGLA GMBH CO KG (Germany)
- SCUOLA UNIVERSITARIA PROFESSIONALE DELLA SVIZZERA ITALIANA (Switzerland)
- IMERYS GRAPHITE & CARBON SWITZERLAND SA (Switzerland)
Projektförderung

Finanziert von der Europäischen Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die des Autors/der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Gesundheit und Digitales (HaDEA) wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können für sie verantwortlich gemacht werden.