Online-Seminar

Seminar-Bundle: Geometrisches Dimensionieren und Tolerieren mit ISO-GPS-Normen

Referent*innen:

Ernst Ammon

Preis:

2.153,90 EUR

Leistungen:

  • 2 Seminar-Module
  • Arbeitsunterlagen
  • Teilnahmebescheinigung
  • 50% auf die behandelten Normen
  • Preisvorteil von 430,00 Euro im Vergleich zur Einzelbuchung

ISO-GPS-Normen ermöglichen eine umfassende Standardisierung Ihrer Fertigungsprozesse. Ein kohärentes und umfassendes Normensystem definiert geometrische Eigenschaften und Toleranzen von Produkten und erleichtert so die Kommunikation zwischen Designer*innen, Konstrukteur*innen, Qualitätsprüfer*innen und Herstellerunternehmen.

Diese 4-tägige Online-Weiterbildung eignet sich als intensive Schulung für alle Mitarbeitenden, die umfassende Kenntnisse in ISO-GPS-Normen und der geometrischen Produktspezifikation erwerben oder vertiefen möchten.

Am 1. und 2. Tag werden die Grundsätze und Bedingungen des geometrischen Dimensionierens und Tolerierens mit ISO-GPS-Normen behandelt. Wesentlicher Bestandteil ist das Anwenden der ISO-GPS-Normen zur Spezifikation von Funktionsanforderungen. Vermittelt wird außerdem die Spezifikation von Bezügen und Bezugssystemen – eine Voraussetzung für das geometrische Tolerieren. Die Unterschiede beim Anwenden des Grundsatzes der Unabhängigkeit und beim Anwenden der Hüllbedingungen für Größenmaßelemente werden erklärt.
Informationen zu diesem Modul und Möglichkeit zur Einzelbuchung finden Sie hier.

Am 3. und 4. Tag geht es um das geometrische Dimensionieren und Tolerieren von Geometrieelementen mit oder ohne Bezugssystem. Erst durch die richtige Anwendung von Toleranzen ist die Beschreibung eines Werkstücks und seiner Prüfvorgaben vollständig und eindeutig. Im Seminar lernen Sie anhand praktischer Beispiele und Zeichnungen, wie Sie die relevanten Normen effektiv anwenden. So vermeiden Sie Mehrdeutigkeiten in Ihren Zeichnungen und reduzieren Entwicklungszeit, Abstimmungsaufwände und Kosten.
Informationen zu diesem Modul und Möglichkeit zur Einzelbuchung finden Sie hier.

Bringen Sie Beispiele aus Ihrer Praxis ein! Bringen Sie Ihre eigenen Zeichnungen gern ein und profitieren Sie von einer detaillierten, praxisorientierten Diskussion mit unserem erfahrenen Referenten Ernst Ammon. Dazu gehört auch ein Abgleich mit den wichtigsten Aspekten der behandelten Normen. Stellen Sie dem Referenten ausgewählte Zeichnungen vorab zur Verfügung oder bringen Sie Ihre Beispiele am ersten Tag mit in das Seminar.

Zielgruppe:

Leitende und verantwortliche Mitarbeitende aus produzierenden Unternehmen, speziell aus den Bereichen:

  • Vorentwicklung, Entwicklung und Konstruktion, CAD-Anwendender
  • Fertigungsplanung, Montageplanung, Fertigung und Prüfung
  • Anwendende rechnerunterstützter Messgeräten wie z. B. Koordinatenmessgeräten, Formmessgeräten, Messrobotern

Veranstaltungsziel:

  • Sie erlernen den Umgang mit den Grundsätzen der Geometrischen Produktspezifikation (GPS) nach allen relevanten Normen.
  • Sie verstehen die Unterschiede und die richtige Anwendung der verschiedenen Tolerierungsgrundsätze.
  • Sie erfahren mehr über Bezüge und Bezugssysteme und die Vorgehensweise bei der Spezifikation von Funktionsbezügen.
  • Sie nutzen ISO-GPS-Normen, um Funktionsanforderungen präzise zu spezifizieren und lernen den praktischen Einsatz in Ihrer technischen Dokumentation.

Veranstaltungsinhalt:

Tag 1

09:00 Begrüßung durch den Referenten

Übersicht über ISO-GPS-Normen

  • Grundsätze beim Spezifizieren von Funktionen
  • ISO-GPS-Matrix, Aufbau der ISO-GPS-Normen
  • Tolerierungsgrundsatz, Hüllbedingung für Größenmaßelemente
  • Geometrieelemente

10:30 Pause

10:45 Grundlagen der Zeichnungserstellung

  • Schnitte und Zeichenregeln
  • Schriftfeld gestalten

11:30 Kanten

  • Kanten nach ISO 13715
  • Kanten nach ISO 21204
  • Freistiche nach DIN 509 und ISO 18388

12:15 Pause

13:15 Passungen und Passungssysteme

14:00 Wärmebehandlungsangaben

14:30 Oberflächenangaben in Zeichnungen

  • Zeichnungsangaben nach alter ISO 1302 und deren Auswirkungen
  • Neue Oberflächenangaben in Zeichnungen nach ISO 21920 und deren Anwendung
  • Flächenhafte Oberflächenangaben in Zeichnungen
  • Kenngrößen und ihre Bedeutung in der Anwendung

14:45 Pause

16:15 Dimensionale Tolerierung von Abständen

16:30 Zusammenfassung des Referenten und Ende Tag 1

Tag 2

09:00 Geometrisches Dimensionieren von linearen Größenmaßen ISO 14405-1

  • Modifikatoren für die Assoziation von Größenmaßen bei der messenden Prüfung
  • Begrenzen von Freiheitsgraden durch die Assoziation

10:30 Pause

10:45 Geometrisches Dimensionieren von Winkelgrößenmaßen ISO 14405-3

12:00 Pause

13:00 Allgemeintoleranzen

  • Überblick über die Allgemeintoleranzen
  • Was kommt nach ISO 2768-2
  • Anwendung der ISO 22081

14:00 Bezüge, Bezugssysteme ISO 5459

  • Einzelbezüge, gemeinsame Bezüge
  • Funktionsbezugssysteme für prismatische und rotationssymmetrische Werkstücke/Komponenten
  • Vorgehensweise für die Spezifikation von Funktionsbezügen

15:30 Pause

15:45 Zusammenfassung der Seminarinhalte

16:30 Zusammenfassung des Referenten und Ende Tag 2

Tag 3

09:00 Begrüßung durch den Referenten

  • Vorteile der geometrischen Tolerierung, Bezüge

09:30 Form- und Richtungstoleranzen

11:30 Pause

12:45 Parallelität, Rechtwinkligkeit, Neigung, Linienprofil und Flächenprofil als Richtungstoleranz

  • Formtoleranzen

14:45 Pause

15:00 Geradheit, Rundheit, Ebenheit, Zylindrizität, Linienprofil und Flächenprofil als Formtoleranz

16:30 Zusammenfassung des Referenten und Ende Tag 3

Tag 4

09:00 Lauftoleranzen

  • Bezüge, Rundlauf, Planlauf, Gesamtrundlauf, Gesamtplanlauf

10:00 Ortstoleranzen

  • Position, Linienprofil und Flächenprofil als Ortstoleranz, Konzentrizität, Koaxialität, Symmetrie

13:30 Pause

14:30 Maximum- bzw. Minimum-Material-Prinzip

  • Durch die Überarbeitung der ISO 2692 hat sich für die Konstrukteure und Messtechniker einiges verändert
  • Begriffe und deren Aussagen
  • Maximum-Material-Grenzmaß (Maximum Material Limit)
  • Minimum-Material-Grenzmaß (Least Material Limit)

Zusammenfassung der Seminarinhalte

16:30 Abschließende Worte des Referenten und Ende des Seminars