VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) - Normenausschuss
Außenluft - Verfahren zur Messung der Konzentration organischer Ozon-Vorläufersubstanzen - Teil 2: Probenahme mit einer Pumpe, gefolgt von thermischer Desorption und Gaschromatographie
Kurzreferat
Dieses Dokument enthält allgemeine Leitlinien zur Überwachung des zeitlichen Mittewertes der Konzentrationen von Ozonvorläufersubstanzen (VOC) in der Luft durch Probenahme auf Sorptionsröhrchen mit einer Pumpe und anschließender Offline-Analyse mittels thermischer Desorption und Kapillargaschromatographie. Dieses Dokument gilt für die Messung organischer Ozonvorläufersubstanzen mit einer Flüchtigkeit im Bereich von C3- bis C14-Kohlenwasserstoffen in einem Konzentrationsbereich von etwa 0,5 µg/m³ bis 50 µg/m³. Luftproben werden typischerweise über Zeiträume von einigen Stunden bis zu 7 Tagen entnommen. Auch die Konzentrationen weniger flüchtiger Verbindungen in der Luft können unter Anwendung dieses Dokuments gemessen werden, sofern in den Probenahmegeräten geeignete Sorptionsmittel verwendet werden. Die Obergrenze des nutzbaren Messbereichs wird durch die Sorptionskapazität (das sichere Probenahmevolumen) des Sorptionsmittels sowie durch den linearen dynamischen Bereich der Gaschromatographiesäule und des Detektors oder durch die Probenteilaufteilungskapazität der verwendeten Analysegeräte bestimmt. Die Untergrenze des nutzbaren Messbereichs hängt vom Rauschpegel des Detektors sowie von den Blindwerten störender Artefakte auf dem Sorptionsmittel und im Analysesystem ab. Störsignale liegen typischerweise im niedrigen ng- oder Sub-ng-Bereich bei Probenröhrchen, die mit graphitierten Kohlenstoffsorbentien oder karbonisierten Molekularsieben gefüllt sind; bei Röhrchen, die mit anderen Sorbentien, z. B. porösen Polymeren, gefüllt sind, wurden jedoch höhere Konzentrationen organischer Verbindungen festgestellt. Die Nachweisgrenze liegt bei etwa 1/10 des unteren Konzentrationsbereichs. Dieses Dokument enthält allgemeine Leitlinien für die Probenahme von gasförmigen organischen Ozonvorläufersubstanzen unter Verwendung eines Einzelprobenehmers, der nach jeder Expositionsperiode manuell gewechselt wird, oder eines Mehrröhrchen-Probenehmers, der mehrere Proben nacheinander speichern und der Exposition aussetzen kann, ohne dass ein Eingreifen des Anwenders erforderlich ist.
Beginn
2026-06-29
WI
00264239
Geplante Dokumentnummer
DIN EN 00264239
Projektnummer
13402165
Zuständiges nationales Arbeitsgremium
NA 134-04-02-01 UA - Messen von organischen Verbindungen (I) (VOC, PAH)