DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE
IEC 61300-3-18
Lichtwellenleiter - Verbindungselemente und passive Bauteile - Grundlegende Prüf- und Messverfahren - Teil 3-18: Untersuchungen und Messungen - Genauigkeit der Außenzentrierung eines Steckverbinders mit schräger Endfläche
Fibre optic interconnecting devices and passive components - Basic test and measurement procedures - Part 3-18: Examinations and measurements - Keying accuracy of an angled endface connector
Einführungsbeitrag
Die IEC-Normen basieren auf den internationalen Schlussentwürfen IEC/SC 86B/2252/RVD, IEC 86B/2253/RVD und IEC 86B/2254/RVD.
Das für die Normen zuständige Komitee IEC/SC 86B "LWL-Verbindungstechnik und passive Komponenten" hat entschieden, dass die Inhalte dieser Normen bis zum Überarbeitungstermin (2010) gültig sind. Ab diesem Zeitpunkt werden sie entsprechend der Entscheidung des Komitees entweder bestätigt, zurückgezogen, durch eine Neuausgabe ersetzt oder geändert.
IEC 61300-3-18:
Die zweite Ausgabe, 2005, der Norm ersetzt die erste Ausgabe von 1995 und wurde technisch überarbeitet. Dabei wurde festgelegt, dass der Winkelfehler bei schräg geschliffenen Stiften mittels HeNe-Laser projiziert und bestimmt wird. Diese Bestimmung erfolgt immer relativ zur Drehsicherung, wie sie am jeweiligen Steckverbinder vorgesehen ist. Der Winkelfehler wird durch die Lage zueinander von zwei Ebenen beschrieben. Die Ebene 1 ist die Lage der Drehsicherung, die Ebene 2 ist die 0°-Lage der angeschliffenen Fläche. Der daraus resultierende Winkel ist die Winkelgenauigkeit der Drehsicherung.
Für die Verwendung von V-förmigen Winkelauflagen wird auf die Norm ISO 2536 verwiesen.
IEC 61300-3-29:
Mit den nach dieser Norm verwendeten Transferfunktionen können die Messwerte der Dämpfung (A), der polarisationsabhängigen Dämpfung (PDL), der Isolation, der mittleren Wellenlänge und der Bandbreite ermittelt werden. Darüber hinaus müssen jedoch auch die Normen IEC 61300-3-7, IEC 61300-3-2 und IEC 61300-3-12 mit herangezogen werden.
Die Abkürzungen und Definitionen sind in einem Extrakapitel der Norm festgelegt. In vier informativen Anhängen wird auf die verwendeten Messverfahren und deren mathematische Funktionsweise eingegangen.
IEC 61755-1:
Mit der Normenreihe IEC 61755 wurde eine neue Generation in der internationalen Standardisierung eingeleitet. Die optischen Schnittstellen für nicht dispersionsverschobene Fasern werden jetzt nicht mehr anhand der verwendeten Steckverbinder beschrieben, sondern nur noch durch die Funktionalität innerhalb der Hierarchie. Teil 1 der Normenreihe behandelt Allgemeines und stellt einen Leitfaden dar. Der geplante Teil 2 wird sich auf "Optische Schnittstellen - Faser zu Faser" beziehen. Der künftige Teil 3 wird "Optische Schnittstellen - Faserführungsmechanismus und Materialeigenschaften" behandeln, d. h. Art der Stifte (durchmesserunabhängig), Faserversatz, Faserrück- oder -vorstand, Steckverbinderschnittstelle: Maße der Steckverbinder, Einflüsse aus der Federung u. Ä. (Bild 1).
Hieraus ergibt sich, dass die Klassen der Dämpfung nun durch die Buchstaben A bis D gekennzeichnet sind. Die Klasse A ist allerdings der zukünftigen Entwicklung vorbehalten und nicht besetzt. Die Werte für die Rückflussdämpfung werden durch die Ziffern 1 bis 4 dargestellt. Die Klasse 1 ist für die APC-Version des jeweiligen Steckverbinders vorgesehen.
Die Schlüsselparameter, wie z. B. Dämpfungseinflüsse durch den Faserversatz und der Einfluss von dämpfungserzeugenden Schichten, werden in den entsprechenden Kurven zur Toleranzfindung dargestellt.
Die verwendeten Abkürzungen und Begriffe sind in einem eigenen Kapitel enthalten und zur allgemeinen Verwendung empfohlen.
Die Normenreihe IEC 61755 wird acht weitere Dokumente enthalten, die derzeit aber noch in der Vorbereitungsphase sind.