Normungsroadmap Wasserstoffderivate und -technologien (NRM H2 Plus)

Strategischer Fahrplan für Normungs- und Standardisierungsbedarfe

Grafik von innovativen Brennstoffzellen auf Wasserbasis mit Logos der Projektpartner
© AdobeStock: Livinskiy

Wasserstoff und seine Derivate sind zentrale Bausteine für eine klimaneutrale und resiliente Wirtschaft. Sie ermöglichen es, Energie flexibel zwischen Sektoren bereitzustellen, zu speichern und über weite Distanzen transportierbar zu machen und eröffnen damit neue Möglichkeiten für Industrie, Infrastruktur und internationale Zusammenarbeit.

Damit dieses Potenzial in der Praxis ausgeschöpft werden kann, braucht es klare und verlässliche technische Spielregeln. Denn Anlagen, Materialien und Messmethoden müssen zusammenpassen, Sicherheitsanforderungen nachvollziehbar sein und Ergebnisse vergleichbar bleiben, auch über Branchen- und Ländergrenzen hinweg.

Normen und Standards schaffen dafür die gemeinsame Grundlage. Sie beschreiben Anforderungen, machen Schnittstellen transparent und sorgen dafür, dass alle Beteiligten auf derselben technischen Basis arbeiten können. So entstehen Orientierung und Vertrauen, von der Planung über die Genehmigung bis zur Investitionsentscheidung. 

Während für gasförmigen Wasserstoff bereits systematisch Normungsbedarfe identifiziert, priorisiert und in konkrete Normungsaktivitäten überführt wurden, steht eine entsprechende strukturierte Analyse für Wasserstoffderivate bislang noch aus. Dies betrifft insbesondere Ammoniak, Methanol sowie LOHC (Liquid Organic Hydrogen Carriers) und darüber hinaus auch kryogenen Wasserstoff. Die Identifikation dieser Bedarfe sowie die Schließung bestehender Lücken im technischen Regelwerk sind erforderlich, um die gesamte Wertschöpfungskette von Wasserstoff ganzheitlich und konsistent abzudecken.

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderte Verbundprojekt NRM H2plus stößt diesen Prozess an und unterstützt den Markthochlauf von Wasserstoff und Wasserstoffderivaten. Das Vorhaben ist im Januar 2026 gestartet und wird in den nächsten drei Jahren das gesamte technische Regelwerk analysieren und einen strategischen Fahrplan für die Normung erarbeiten. Dabei werden neben dem Mapping der Normungslandschaft und der Veröffentlichung von zwei Normungsroadmaps auch pränormative Forschungsprojekte und Implementierungsprojekte für Normen aufgesetzt, um das benötigte technische Regelwerk fristgerecht für den Markthochlauf von Wasserstoff und seiner Derivate zur Verfügung zu stellen. 

NRM H2plus lebt dabei vom fachlichen Austausch zwischen Industrie, Forschung und Anwendung. Wer praktische Erfahrungen oder konkreten Regelungsbedarf einbringen möchte, kann die Weiterentwicklung des technischen Rahmens aktiv mitgestalten.

Digitales Briefing 

Das digitale Briefing am 25.03. bietet einen umfassenden Überblick über das Projekt NRM H2plus: Ziele, Vorgehensweise und geplante Arbeitsgruppen werden vorgestellt. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich zu informieren!

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Über das Projekt

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Das Verbundprojekt „Normungsroadmap Wasserstoffderivate und -technologie“ ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Instituts für Normung e. V. (DIN),  der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Inofrmationstechnik als Geschäftbereichs des VDE e.V., des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW), des Vereins Deutscher Ingenieure e. V. (VDI)  sowie des VDMA e.V. – Europas größtem Verband des Maschinen- und Anlagenbaus.

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