DIN EN IEC 62264-4
Integration von Unternehmensführungs- und Leitsystemen - Teil 4: Attribute des Objektmodells für die Integration des operativen Produktionsmanagements (IEC 65E/1165/CDV:2025); Englische Fassung prEN IEC 62264-4:2025
Enterprise-control system integration - Part 4: Objects models attributes for manufacturing operations management integration (IEC 65E/1165/CDV:2025); English version prEN IEC 62264-4:2025
Einführungsbeitrag
Die Integration von Produktions-, Leit- und EDV-Systemen ist ein stets wichtiges Thema für Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe oder der Branche, um die Konkurrenzfähigkeit am Markt zu verbessern. Worum geht es dabei? Vereinfacht ausgedrückt muss der durchgängige Austausch von Informationen zwischen den Unternehmensfunktionen wie Fertigung, Planung, Materialwirtschaft, Personal, den Leitsystemen und den EDV-Systemen inhaltlich richtig, vollständig, und zeitnah ohne Verzögerung und automatisiert erfolgen. Die Normenreihe DIN EN 62264 hat das Ziel, den durchgängigen Austausch von Informationen im Unternehmen zu ermöglichen und die Integration unabhängig vom Grad der Automatisierung zu verbessern. Sie beeinflusst die Aufgaben der meisten fertigungsnahen Unternehmensbereiche. Weltweit operierende Unternehmen haben starkes Interesse an ihr, weil damit unterschiedliche EDV-Methoden vereinheitlicht und zusammengeführt werden und man nachhaltig zu robusten pflegeleichten Integrationslösungen kommen kann. DIN EN IEC 62264 bietet eine einheitliche Terminologie für Unternehmens-EDV und Leitsysteme sowie eine Anzahl von Konzepten und Modellen für die Integration der Unternehmensfunktionen. Die technische Lösung wird durch die einheitliche Modellierung der Schnittstellen zwischen den Unternehmensfunktionen und Leitfunktionen bestimmt. Wesentliche Konzepte dabei sind Objekt-Modellierung sowie die Modellierungssprachen UML und XML. Teil 4 legt Objektmodelle und Attribute fest, die zwischen den in IEC 62264-3 festgelegten Aktivitäten des Betriebsmanagements der Ebene 3 ausgetauscht werden. DIN EN IEC 62264-4 legt keine konkrete Serialisierung der definierten Obejektmodelle fest. Vor einem Einsatz muss festgelegt werden, wie die Objektmodelle in physischen Datenmodellen umgesetzt werden. Gegenüber DIN EN 62264-4:2016-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Einige Objektmodelle wurden erweitert, um detailliertere Informationen zur Sichtweise der Fertigung zu liefern. Bei den erweiterten Objektmodellen handelte es sich um Arbeitsdefinition, Arbeitsablauf, Arbeitsnachweise, Arbeitsfähigkeit und Arbeitsleistung. b) Zur weiteren Spezifizierung der Modelle wurden die in der Norm IEC 62264-2 definierten Rolle-Beziehungs-Tabellen in die vereinfachten UML-Diagramme aufgenommen. Die wesentlichen Vorteile des Einsatzes der DIN EN IEC 62262-Reihe für den Benutzer sind: Kürzere Anlaufzeit bei der Einführung neuer Produkte, verbesserte Werkzeuge zur Integration, niedrigere Automatisierungskosten, bessere Möglichkeiten, um Benutzeranforderungen zu definieren, Optimierung der Supply Chain. Daher ist dieses Dokument wichtig sowohl für Hersteller von Produktionssystemen als auch für Anwender und System-Integratoren.
Änderungsvermerk
Gegenüber DIN EN 62264-4:2016-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Einige Objektmodelle wurden erweitert, um detailliertere Informationen zur Sichtweise der Fertigung zu liefern. Bei den erweiterten Objektmodellen handelte es sich um Arbeitsdefinition, Arbeitsablauf, Arbeitsnachweise, Arbeitsfähigkeit und Arbeitsleistung. b) Zur weiteren Spezifizierung der Modelle wurden die in der Norm IEC 62264-2 definierten Rolle-Beziehungs-Tabellen in die vereinfachten UML-Diagramme aufgenommen.