Projekt

Kunststoffe - Bestimmung der Izod-Schlagzähigkeit (ISO/FDIS 180:2023); Deutsche und Englische Fassung FprEN ISO 180:2023

Kurzreferat

Dieses Dokument legt ein Verfahren für die Bestimmung der Izod-Schlagzähigkeit von Kunststoffen unter festgelegten Bedingungen fest. Eine Anzahl unterschiedlicher Probekörper und Prüfanordnungen wird festgelegt. Es werden Prüfbedingungen festgelegt, die sich je nach dem Werkstoff, dem Probekörper-Typ und der Kerbform unterscheiden. Das Prüfverfahren ermöglicht das Verhalten festgelegter Probekörper bei den festgelegten Schlagbedingungen zu untersuchen und die Sprödigkeit oder Zähigkeit von Probekörpern innerhalb der Grenzen der Prüfbedingungen festzustellen. Das Prüfverfahren gilt für für die Anwendung mit den folgenden Werkstoffgruppen: - steife thermoplastische Spritzguss- und Extrusionsformmassen, einschließlich gefüllter und verstärkter Verbundwerkstoffe zusätzlich zu ungefüllten Typen, sowie Tafeln aus steifen Thermoplasten; - steife duroplastische Kunststoff-Werkstoffe, einschließlich gefüllter und verstärkter Verbundwerkstoffe, Tafeln aus steifen Duroplasten, einschließlich solcher aus Schichtstoffen; - faserverstärkte duroplastische und thermoplastische Verbundwerkstoffe mit unidirektionaler oder nichtunidirektionaler Verstärkung, wie Vliese und Gelege, Matten, Gewebe, Rovinggewebe, Stapelfasern, Stränge, geschnittene Spinnfäden, Kombinations- und Mischverstärkung; Tafeln aus vorgetränkten Werkstoffen (Prepregs); - thermotrope flüssigkristalline Polymere. Das Verfahren ist nicht für harte Schaumstoffe und Schichtstoff-Verbundstoffe mit Schaumstoffkern geeignet. Ebenso werden üblicherweise für langfaserverstärkte Kunststoffe und thermotrope flüssigkristalline Polymere gekerbte Probekörper nicht benutzt. Das Verfahren ist an die Verwendung von Probekörpern angepasst, die aus Formmassen in den gewählten Maßen hergestellt, aus dem mittleren Teil des genormten Vielzweckprobekörpers (siehe ISO 3167) ausgearbeitet oder aus Formteilen und Halbzeugen entnommen werden, wie zum Beispiel aus Spritzgussteilen, Schichtstoffen, extrudierten oder gegossenen Tafeln. Das Verfahren gibt Vorzugsmaße für Probekörper an. Prüfungen, die an Probekörpern unterschiedlicher Maße, unterschiedlicher Kerbarten oder unterschiedlicher Herstellbedingungen durchgeführt werden, können nicht vergleichbare Werte ergeben. Andere Faktoren, wie z. B. das Arbeitsvermögen des Pendels, die Aufschlaggeschwindigkeit und die Konditionierung der Probekörper können die Ergebnisse ebenfalls beeinflussen. Infolgedessen müssen diese Faktoren sorgfältig überwacht und angegeben werden, wenn vergleichbare Daten gefordert sind. Das Verfahren sollte nicht als Datenquelle für Konstruktionsberechnungen dienen. Durch Variation von Prüftemperatur, Kerbgrundradius und/oder Probekörperdicke und Herstellbedingungen können jedoch Informationen über das spezifische Materialverhalten gewonnen werden.

Beginn

2022-01-04

WI

00249A4L

Geplante Dokumentnummer

DIN EN ISO 180

Projektnummer

05402217

Zuständiges nationales Arbeitsgremium

NA 054-01-02 AA - Mechanische Eigenschaften und Probekörperherstellung 

Zuständiges europäisches Arbeitsgremium

CEN/TC 249 - Kunststoffe 

Zuständiges internationales Arbeitsgremium

ISO/TC 61/SC 2/WG 3 - Schlag- und Hochgeschwindigkeitseigenschaften 

Ersatzvermerk

Vorgesehen als Ersatz für DIN EN ISO 180:2020-03

Norm-Entwurf

Kunststoffe - Bestimmung der Izod-Schlagzähigkeit (ISO/DIS 180:2022); Deutsche und Englische Fassung prEN ISO 180:2022
2022-05
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Vorgänger-Dokument(e)

Kunststoffe - Bestimmung der Izod-Schlagzähigkeit (ISO 180:2019); Deutsche Fassung EN ISO 180:2019
2020-03

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