DIN Verbraucherrat

2007-03-30

Seniorengerechte technische Produkte

Bedürfnisse älterer Menschen als Konsumenten

Aufbauend auf der Studie des Verbraucherrats "Hausgeräte und Senioren – Probleme und Wünsche" startete im April 2005 ein Kooperationsprojekt zwischen dem AK Barrierefreie Hausgeräte und Küchen des Fachausschusses Haushaltstechnik der dgh, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenverbände und dem Verbraucherrat des DIN unter der Federführung des Instituts für Haushaltstechnik und Ökotrophologie (ihoe).

Das vom BMVEL geförderte Projekt setzt sich aus mehreren Projektteilen zusammen. Basierend auf einer Senioren-Befragung über Probleme und Wünsche zu ausgewählten technischen Produkten, die sich in früheren Studien als besonders problematisch für Senioren erwiesen haben (Telefon, Handy, Video-/DVD-Rekorder, Stereoanlage, Staubsauger, Korkenzieher und Dosenöffner) und einer Evaluation bereits veröffentlichter Checklisten über barrierefreie Hausgeräte, soll im Jahr 2006 eine Verbraucherbroschüre mit Checklisten zu diesen ausgewählten technischen Produkten erscheinen. Die Broschüre soll sich speziell an ältere Verbraucher richten und ihnen Hilfestellung bei der Auswahl und dem Kauf bedarfsgerechter technischer Produkte geben.

Der erste Teil des Projektes, die "Erhebung der spezifischen Probleme und Wünsche von Seniorinnen und Senioren zu ausgewählten technischen Produkten" wurde kürzlich abgeschlossen. Ziel diese Projektteils ist es, mehr über die Art und das Ausmaß der Schwierigkeiten zu erfahren, die Senioren im Umgang mit besonders problematischen technischen Pro-dukten haben. Es wird hier umfangreich dokumentiert, dass ältere Menschen derzeit vielfach Produkte nutzen, die in der Handhabung Probleme bereiten und individuellen Anforderungen an Sicherheit und Ergonomie teilweise nicht entsprechen. So kritisieren z.B. über die Hälfte der Befragten, dass das Menü ihres Videorekorders/DVD-Players zu kompliziert ist, die Gebrauchsanleitung unbefriedigend und das Gerät mit englischen Beschriftungen ausgestattet ist. Dementsprechend stehen hier eine einfache Bedienung (bei Gerät und Fernbedienung) und selbsterklärende Beschriftungen ganz oben auf der Wunschliste.

Die in dieser Studie zusammengetragenen Ergebnisse können auch bei der Normungsarbeit Hilfestellung leisten, wenn es darum geht bei der Festlegung von Anforderungen an die Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit von Produkten die Bedürfnisse von älteren Menschen zu berücksichtigen.

Der vollständige Bericht steht in der Anlage zum Download zur Verfügung:

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