DIN Verbraucherrat

2017-06-30

Norm für Schulranzen wird überarbeitet

Schulkinder mit normgerechten Schulranzen
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Die turnusmäßige 5-Jahresüberprüfung der aktuellen Fassung der DIN 58124 „Schulranzen - Anforderungen und Prüfung“ aus dem Jahr 2010 hat ergeben, dass Überarbeitungsbedarf besteht und die Norm dem Stand der Technik angepasst werden muss. Als Grund wurde u. a. angegeben, dass die DIN EN 471 „Warnkleidung - Prüfverfahren und Anforderungen“ zurückgezogen und durch EN ISO 20471 ersetzt wurde. Weiterhin sollte diskutiert werden, ob nicht auch zusätzliche Farben für das fluoreszierende Material aus der DIN EN 1150 „Warnkleidung für den nichtprofessionellen Gebrauch“ zugelassen werden können. 

Hauptkritikpunkt der aktuell gültigen Norm ist, dass mit lediglich zwei zugelassenen fluoreszierenden Farben (gelb und orange) die Vorgaben sehr restriktiv sind. Oft verzichten Hersteller auf den Einsatz von fluoreszierendem Material (verbesserte Sichtbarkeit bei Tag und in der Dämmerung), um dadurch mehr Fläche für modische Gestaltungszwecke zu haben. Diese Schulranzen entsprechen somit nicht der Norm, wodurch ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für die Schüler und Schülerinnen besteht.    

Aktuell entsprechen etwa die Hälfte aller Ranzen, die gekauft werden, der DIN-Norm. Aus Verbrauchersicht ist das zu wenig. Damit sich die Zahl weiter erhöht, ist geplant, vier weitere Farben mit den geforderten Rückstrahlwerten – darunter pink und gelbgrün – zuzulassen und damit die zulässige Farbpalette beim fluoreszierenden Material zu erweitern. Nicht zur Diskussion steht aktuell eine Verringerung der prozentualen Flächenanteile für fluoreszierendes Material (mindestens 20 % fluoreszierendes Material an den Flächen der Vorder- und Seitenteile) und retroreflektierendes Material (mindestens 10 Prozent retroreflektierendes Material an den Flächen der Vorder- und Seitenteile). Einer Reduzierung und somit Abschwächung der Anforderungen würde die Verbraucherseite nicht zustimmen.

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