Unterstützung in der Corona-Krise

Die durch die Corona-Pandemie verursachte Krise stellt die Gesellschaft und die Wirtschaft vor besondere Herausforderungen. Eine dringliche Aufgabe ist es dabei, den wachsenden Bedarf an medizinischer Ausrüstung – z. B. an Schutzmasken – gerecht zu werden, damit eine sichere Behandlung der mit COVID-19 infizierten Menschen gewährleistet ist. Viele Unternehmen und Organisationen engagieren sich derzeit mit großem Einsatz dafür, die notwendigen Produktionskapazitäten für medizinische Ausrüstung auszubauen.

Persönliche Schutzausrüstung
© velimir /stock.adobe.com

Kostenlose Normen helfen bei der Umstellung der Produktion

Der Einsatz von Normen kann dabei unterstützen, die Sicherheit von medizinischen Geräten und persönlicher Schutzausrüstung zu gewährleisten und Herstellern bei der Produktion praktische Hilfestellung zu geben. Daher stellt DIN in Absprache mit der Europäischen Kommission und mit Unterstützung der europäischen Normungsorganisationen CEN und CENELEC und der internationalen Normungsorganisation ISO eine Reihe von Europäischen und internationalen Normen für Medizinprodukte und persönliche Schutzausrüstung kostenlos zur Verfügung. Mit der Bereitstellung der Normen soll vorrangig Unternehmen geholfen werden, ihre Produktlinien umzustellen, um die so dringend benötigte Ausrüstung kurzfristig herzustellen. Die Normen richten sich rein an professionelle Anwender.

Ergänzendes Beratungsangebot für neue Hersteller

An die Herstellung von medizinischer Ausrüstung werden hohe Anforderungen gestellt. Relevante Normen bieten neuen Herstellern von Schutzmasken, -handschuhen und weiteren wichtigen Produkten Unterstützung und Sicherheit bei der Produktion. Um offene Fragenzur Anwendung dieser Normen zu beantworten, bietet DIN kostenfreie Beratungsangebote an. Auf der Dialogplattform DIN.ONE stehen Experten aus der Praxis, die an der Erstellung der Normen beteiligt waren, Unternehmen Rede und Antwort. Zudem hat DIN eine kostenlose Webinar-Reihe zu ausgewählten Normen gestartet, in der die Anwendung der Normen erläutert und Fragen an den Referenten gestellt werden können.

Häufig gestellte Fragen mit hilfreichen Antworten haben wir hier für Sie zusammengestellt.


Ihr Ansprechpartner

DIN e. V.

Amelie Leipprand

Saatwinkler Damm 42/43
13627 Berlin

Ansprechpartner kontaktieren  

Weitere Informationen

Die Normen beschreiben insbesondere wesentliche Anforderungen an Filtermasken, medizinische Handschuhe und Schutzkleidung.

Auf unserer Dialogplattform DIN.ONE stehen Experten für Fragen zu den kostenlosen Normen Rede und Antwort.

Medizinische Ausrüstung herstellen oder einführen – Hilfreiche Hinweise und Links für Fragen zum Inverkehrbringen in Deutschland.

webinare

In den Webinaren geben Ihnen Experten Tipps zur Anwendung von Normen und beantworten Ihre Fragen.

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Infos zu DIN

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Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) ist die unabhängige Plattform für Normung und Standardisierung in Deutschland und weltweit. Als Partner von Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft trägt DIN wesentlich dazu bei, die Marktfähigkeit von innovativen Lösungen durch Standardisierung zu unterstützen– sei es in Themenfeldern rund um die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft oder im Rahmen von Forschungsprojekten. 

Rund 35.500 Experten aus Wirtschaft und Forschung, von Verbraucherseite und der öffentlichen Hand bringen ihr Fachwissen in den Normungsprozess ein, den DIN als privatwirtschaftlich organisierter Projektmanager steuert. Die Ergebnisse sind marktgerechte Normen und Standards, die den weltweiten Handel fördern und der Rationalisierung, der Qualitätssicherung, dem Schutz der Gesellschaft und Umwelt sowie der Sicherheit und Verständigung dienen.

Das deutsche Normenwerk umfasst aktuell ca. 34.000 Normen. An den Inhalten kann jeder mitarbeiten und Ideen einbringen, wie Normen angepasst werden sollten oder an welcher Stelle neue Normen gebraucht werden. Die durch die Covid-19 Pandemie verursachten Herausforderungen und Anpassungen in unterschiedlichen Lebensbereichen können Anlass für eine Überarbeitung von Normen sein und gleichzeitig aufzeigen, wo Normen fehlen. Wenn Sie dazu Ideen oder Anregungen haben, kommen Sie gerne per Mail auf uns zu (corona@din.de).

DIN wurde 1917 gegründet und feierte 2017 sein 100-jähriges Bestehen.

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Frau in Besprechung © Maskot / Offset.com

Experten von Unternehmen und Organisationen können auf verschiedene Weise in der Normung mitarbeiten. Art und Intensität der Mitarbeit richten sich nach den Interessen und den verfügbaren Ressourcen der Beteiligten:

  • DIN-Mitgliedschaft
    Als DIN-Mitglied sind Sie Teil einer gut vernetzten Gemeinschaft aller Branchen, vom Konzern bis zum Handwerksbetrieb.
  • Mitarbeit im Normenausschuss
    Wer sein Wissen in Normen einbringen möchte, kann an einem Norm-Projekt der DIN-Normenausschüsse teilnehmen.
  • Normungsantrag stellen
    Jeder kann bei DIN online einen Normungsantrag stellen.
  • Sie haben einen Verbesserungsvorschlag?
    Das Norm-Entwurfs-Portal bietet Zugang zu aktuellen Norm-Entwürfen und die Möglichkeit, online Stellungnahmen abzugeben.
  • DIN SPEC-Projekt starten
    DIN SPEC beschleunigen die Marktreife von innovativen Ideen.

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© Hans-Jrg Nisch / Fotolia.com

Die Anwendung von DIN-Normen ist grundsätzlich freiwillig. Erst wenn Normen zum Inhalt von Verträgen werden oder wenn der Gesetzgeber ihre Einhaltung zwingend vorschreibt, werden Normen bindend. Daneben helfen sie im Fall einer möglichen Haftung: Wer DIN-Normen – als anerkannte Regeln der Technik – anwendet, kann ein ordnungsgemäßes Verhalten einfacher nachweisen.

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DIN ist ein gemeinnütziger Verein, der sich im Wesentlichen aus dem Verkauf von Normen, anderen Verlagsprodukten und Dienstleistungen finanziert. Hinzu kommen Projektmittel der Wirtschaft, Mitgliedsbeiträge und projektbezogene Mittel der öffentlichen Hand.
In Deutschland ist die Normung Selbstverwaltungsaufgabe der Wirtschaft. Die Anwender sorgen durch den Kauf von Normen dafür, dass die privatwirtschaftliche, effiziente Organisation der Normungsarbeit erhalten bleibt.

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