NA 119

DIN-Normenausschuss Wasserwesen (NAW)

2018-11-19

Saubere Sache

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Normen tragen seit rund 90 Jahren zu sauberem Trinkwasser und hygienischer Abwasserableitung bei.

Zwei der ältesten DIN-Normen sind heute noch von großer Bedeutung: DIN 1988 „Technische Regeln für Trinkwasser – Installation (TRWI)“ und DIN 1986 „Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke“. Sie tragen seit vielen Jahrzehnten entscheidend zur außergewöhnlich sicheren Trinkwasserversorgung mit hoher Wasserqualität und seuchenhygienisch einwandfreier Abwasserbeseitigung in Deutschland bei. DIN 1986 wurde erstmals 1928 herausgegeben und feiert dieses Jahr ihr 90-jähriges Bestehen. DIN nimmt das zum Anlass, heute mit Praktikern, Experten und Interessierten auf der Tagung „90 Jahre WasserWissen“ sich über aktuelles Knowhow und rechtliche Bestimmungen und Normungsaktivitäten auszutauschen.

In der Öffentlichkeit bleibt es weitgehend unbemerkt, was mehr als 6.000 Wasserversorgungsunternehmen und etwa 10.000 Abwasserbehandlungsanlagen in Deutschland täglich leisten. Vielmehr ist es hierzulande selbstverständlich, jederzeit mit Trinkwasser versorgt zu sein: Mehr als 99 Prozent aller Verbraucher sind an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen. Auch das Ableiten des Abwassers und Reinigen in Kläranlagen funktionieren zuverlässig auf einem hohen Niveau. Ein Verdienst der Wasserversorger, Abwasserbeseitiger, Handwerksbetriebe, Politik und nicht zuletzt des DIN-Normenausschuss Wasserwesen (NAW). Der NAW kümmert sich um die Normung auf dem Gesamtgebiet des Wasserwesens und fördert die Verbreitung und Anwendung der Normen. Er befasst sich kontinuierlich damit, den hierzulande guten Versorgungs- und Hygienezustand zu sichern. Neue Herausforderungen und Aufgaben  entstehen aktuell durch die Trinkwasserbelastung mit Mikroplastik. Die Experten des NAW arbeiten bereits gemeinsam mit dem Staat, Prüfinstituten und der Wissenschaft an Lösungen.

Alle Akteure in der Trinkwasserversorgung und Abwasserableitung steuern mit ihrer Arbeit zudem ihren Teil dazu bei, eines der UN-Nachhaltigkeitsziele zu erreichen: die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle zu gewährleisten. Die UN-Generalversammlung hatte die Ziele 2015 in der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet.

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DIN e. V.
Dr.

Andrea Fluthwedel

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