NA 005

DIN-Normenausschuss Bauwesen (NABau)

Willkommen beim NABau

Der DIN-Normenausschuss Bauwesen (NABau) ist für die Normungs- und Standardisierungsarbeit im Bauwesen zuständig. Im NABau arbeiten Experten und Expertinnen gemeinsam mit DIN an der Entwicklung zukunftsorientierter und nachhaltiger Lösungen für das Bauwesen.

Helme auf einer Baustelle
© Ververidis Vasilis /shutterstock.com

Bauen: Mehrwert durch Normen und Standards

Normen und Standards tragen im Bauwesen dazu bei, verlässliche, marktgerechte und aktuelle Rahmenbedingungen für das Planen, Bauen, Betreiben und den Rückbau von Bauwerken zu schaffen. Sie unterstützen somit auch bei der Erfüllung aktueller baulicher Anforderungen zum Beispiel im Bereich der Nachhaltigkeit, Energieeffizienz oder Digitalisierung und können somit einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele von Deutschland und der EU leisten. Die Anwendung von Normen und Standards machen das Bauen zudem wirtschaftlicher und kosteneffizienter durch Reduktion von Produktions-, Handels-, Errichtungs-, Betriebs- und Instandhaltungskosten.

Normung im Bauwesen

Der NABau begleitet bei DIN die nationale, europäische und internationale Normungsarbeit im Bausektor und koordiniert die deutsche Mitarbeit auf diesen Gebieten. Die konkrete Arbeit des NABau findet in fast 400 Arbeitsausschüssen, Arbeitskreisen und Koordinierungsgremien statt, die jeweils einem der 23 NABau-Fachbereiche zugeordnet sind. Hier werden Normen und Standards für Baustoffe und Bauteile sowie die zugehörigen Normen für Prüfverfahren sowie Planungs- und Bemessungsnormen (z. B. Eurocodes für den konstruktiven Ingenieurbau) erstellt. Die Inhalte werden durch die interessierten Kreise, u. a. Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, Öffentliche Hand, erarbeitet. DIN bietet dafür die Plattform und koordiniert die Prozesse. Mehr zur Struktur des NABau gibt es auf dieser Seite.

Um auf die sich ändernden Rahmenbedingungen in der Baunormung zu reagieren und den Einfluss Deutschlands in der europäischen Baunormung zu stärken, hat DIN nach Beschluss des DIN-Präsidiums 2016 zudem den Sonderpräsidialausschuss Bauwerke“ (SPB) eingerichtet.


Auslegungen zu Normen des NABau und Besprechung von neuen Normen und Norm-Entwürfen.

Menschen in einem Meetingraum mit Beamer

Sie möchten beim NABau mitarbeiten? Hier finden Sie eine Übersicht der Möglichkeiten.

Neuer Inhalt

FAQ zum Thema Bauen und Normen, EU-BauPVO und Acquis-Prozesse, Normungsroadmap und mehr.

fachbereich-test

Hier erfahren Sie, wie sich der NABau zusammensetzt und wie er strukturiert ist.

Der Normenausschuss Bauwesen (NABau) im DIN ...

Vorgesehen ist eine aktive Mitarbeit deutscher Experten in der neu gegründeten europäischen Arbeitsgruppe, CEN/TC 442/WG 8 "Competence", sowie die ...

In Europa wird die Bemessung im Bauwesen in den Eurocodes festgelegt. Es gibt aktuell insgesamt 58 Teile, die derzeit überarbeitet werden mit dem Ziel, die Dokumente anwenderfreundlicher und ...

Die DIN EN 17210 beschreibt als erste Europäische Norm Anforderungen an Barrierefreiheit im Bauwesen. Alle Menschen haben ein Recht auf Teilhabe am öffentlichen Leben und an der Gesellschaft. Die ...

Die EU-Kommission beabsichtigt eine Revision der EU-BauPVO durchzuführen. Parallel diskutiert die EU-Kommission mit den Mitgliedstaaten in einem zweiten Prozess, dem Acquis-Prozess, mögliche ...

Themenschwerpunkte des NABau

© DAN / Fotolia.com

Die Eurocodes sind europaweit vereinheitlichte Regeln (Normen) für die Bemessung von Tragwerken im Bauwesen. Die Eurocodes sind immer zusammen mit dem Nationalen Anhang des jeweiligen europäischen Landes anzuwenden. Die Anwendung der Eurocodes ist in Deutschland in Verbindung mit den jeweiligen nationalen Anhängen verbindlich, da diese bauaufsichtlich eingeführt sind.

Ziel der aktuellen Überarbeitung ist es, die Eurocodes praxistauglicher zu gestalten, nach Möglichkeit vereinfachte Nachweisverfahren vorzuhalten und die Anzahl der Öffnungsklauseln für nationale Parameter zu reduzieren.

Mehr Informationen

Ein virtuelles Modellhaus auf einem Bauplan © teekid / istockphoto.com

Kernidee der BIM-Methode ist die vollständige Digitalisierung der Planungs-, Ausführungs- Nutzungs- und Rückbauphase von Bauwerken. Kernstück ist ein digitales Modell des geplanten Gebäudes, mit dem alle Informationen zu den Bauteilen verknüpft sind, um das Bauwerk zu errichten, zu betreiben und am Ende des Produktlebenszyklus zu entsorgen bzw. Materialien wiederzuverwenden. Normen und Standards schaffen die Grundlage für digitales Bauen.

Zur BIM-Themenseite

Flyer "Digitales Planen und Bauen"

Flyer "DIN SPEC 91400 - Building Information Modeling (BIM) – Klassifikation nach STLB-Bau"

Flyer "DIN SPEC 91350 - Verlinkter BIM-Datenaustausch von Bauwerksmodellen und Leistungsverzeichnissen"


© Yauhen Suslo / Fotolia.com

Im September 2013 wurde der DIN-Arbeitsausschuss NA 005-51-07 AA"Windenergieanlagen" im NABau gegründet, der sich der Aufgabe angenommen hat, die Eurocodes für die Windenergieanlagen sowohl on- als auch offshore anwendbar zu machen. 

Entsprechend der Themengebiete wurden fünf Arbeitskreise gegründet, die sowohl die Bemessung, Konstruktion und Ausführung bezüglich Grundlagen und Einwirkungen, Beton, Stahl und der Verbindung beider Werkstoffe als auch den Bereich der Gründungen umfassen.

Mehr Informationen

Standards setzen. Kreisläufe schließen.
© Thomas Lambert / unsplash.com

Normen und Standards haben aufgrund ih­rer breiten Akzeptanz und Anwendung großes Potenzial, Nachhaltigkeit zu fördern. Und sie sind ein Schlüssel zur Circular Economy – einer der Treiber für mehr Klimaschutz.

Normen und Standards tragen dazu bei, Terminologie und Schnittstellen zu vereinheitlichen. Damit wird eine klare Kommunikation und ein geeigneter Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Marktakteuren im Kreislauf sichergestellt, z. B. durch Anforderungen an recyclingfähige Produkte und eindeutige Materialklassifizierung für Hersteller und Recycler.

Darüber hinaus unterstützen Normen und Standards dabei, eine breite gesellschaftliche Akzeptanz von zirkulären Produkten zu erreichen, die wiederum Voraussetzung dafür ist, dass zirkuläre Angebote ein wirtschaftliches Erfolgsmodell werden.

Zur Circular Economy-Themenseite


Die Bemessung im Bauwesen spielt eine wichtige Rolle, bildet sie doch die Grundlage für die Standsicherheit von Gebäuden – europaweit. Das funktioniert nur mit einheitlichen Normen und Standards. In Europa wird die Bemessung im Bauwesen in den Eurocodes festgelegt. Sie dienen dazu, die wesentlichen Anforderungen an die mechanische Festigkeit und Standsicherheit sowie die Bemessung im Brandfall nachzuweisen. Für jede Bauart, etwa Stahlbeton- oder Stahlbau, gibt es eigene Eurocode-Teile, ebenso für Grundlagen, Lastannahmen, Geotechnik und Erdbebenbemessung.

Flyer "Bemessung baulicher Anlagen"

Bis 2050 will die Bundesregierung einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand umsetzen. Normen und Standards können zu energieeffizienten Gebäuden beitragen – etwa, indem sie Methoden zur Bewertung der Gesamtenergieeffizienz von Bauwerken festlegen. Der DIN-Normenausschuss Bauwesen prüft und bearbeitet zusammen mit Experten aus Wirtschaft und Forschung, von Verbraucherseite und der öffentlichen Hand Normungsvorschläge rund um Energieeinsparung und Wärmeschutz, zum Beispiel im Ausschuss „Energetische Bewertung von Gebäuden”.

Flyer "Energieeffiziente Gebäude"


Vom Fensterglas über den Mauerstein bis hin zur Abdichtung – unter Bauprodukten versteht man Produkte oder Bausätze, die dauerhaft in ein Bauwerk oder in Teile davon eingebaut werden. Die EU-BauPVO legt Bedingungen für das Inverkehrbringen von Bauprodukten oder ihre Bereitstellung auf dem europäischen Binnenmarkt sowie die Verwendung der CE-Kennzeichnung fest. Harmonisierte europäische Normen legen die nötigen technischen Details fest, um Bauprodukte EU-weit einheitlich prüfen zu können. Sie tragen damit zum Abbau von Handelshemmnissen innerhalb Europas bei.

Flyer "Bauprodukte"