NA 134

VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) - Normenausschuss

Projekt

Luftbeschaffenheit - Leistungsbeurteilung von Luftqualitätssensoren - Teil 1: Gasförmige Schadstoffe in der Außenluft

Kurzreferat

Diese Technische Spezifikation (TS) beschreibt die Grundlagen, einschließlich der Prüfverfahren und Anforderungen, für die Leistungsbeurteilung von preiswerten Sensorsystemen für die Überwachung von gasförmigen Komponenten in der Außenluft and festgelegten Orten. Die Beurteilung von Sensorsystemen beinhaltet Prüfungen, die unter festgelegten Bedingungen im Labor und im Feld durchgeführt werden müssen. Diese TS gilt nicht für Sensorsysteme für den mobilen Einsatz, für die Prüfung von Sensorknoten von Netzwerken oder für die Überwachung der Luftbeschaffenheit in Innenräumen, obwohl ihre potentielle Bedeutung bekannt ist und diese Anwendungen Gegenstand zukünftiger TS-Dokumenet sein könnten. Preiswerte Sensoren basieren auf verschiedenen Funktionsweisen, z. B. amperometrische Sensoren, Metalloxiden, optischen Sensoren (Infrarot-Absorbtion) etc. Jedoch teilen sich Sensoren einige gemeinsame Eigenschaften hinsichtlich ihrer Transportfähigkeit und den niedrigen KOsten im Vergleich zu den traditionellen Referenzverfahren. Sensoren sind üblicherweise in der Lage, die Luftverschmutzung kontinuierlich zu überwachen, mit kurzen Einstellzeiten vim Bereich von wenigen 10 Sekunden und einigen Minuten. Das beschriebene Verfahren gilt für die Ermittlung der Massenkonzentration von luftverunreinigenden Stoffen. Die in dieser Ts berücksichtigten Schadstoffe sind: - gasförmige Schadstoffe im Anwendungsbereich der Richtlinie 2008/50/EC: O3, NO2 and NO, CO, SO2 und Benzol in Konzentrationsbereichen, die in der Außenluft zu erwarten sind; - CO2 als Stellvertreter für Aktivitäten im Zusammenhnag mit Verbrennungsprozessen oder für CO2-Freisetzungen aus Boden oder Wasser. Bei der Anwendung dieser TS berücksichtigt die Beurteilung der Sensoren dieSchwellenwerte, Grenzen und Mittelungszeiten, die in der Richtlinie 2008/50/EC zur Luftbeschaffenheit festgelegt sind. Im Allgemeinen legt die Richtlinie Grenzwerte für einen Jahresmittelwert fest, der durch Mittelung der Stundenwerte berechnet wird. Für Sensoren kann es nützlich sein, kürzere Mittelungszeiten zu wählen. Um den Ergebnissen von Prüfungen nach diesem Ablauf vertrauen zu können, müssen zukünftige Nutzer sicherstellen, dass Sensoren in der selben Konfiguration eingesetzt werden, wie die Sensoren bei der Prüfung. Dies kann beinhalten: dieselbe Spannungsquelle, Datenerfassung, Datenverarbeitung, identische Probenahme/Schutzkasten und Regelmäßigkeit der Kalibrierung. Der Sensor muss denselben Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Qualitätslenkung sowie zur Wartung untrligen, die auch bei der Prüfung angewendet wurden. Weiterhin wird nachhaltig empfohlen, dass Sensormessungen regelmäßig mit dem parallel eingesetzten Referenzverfajhren verglichen werden. Für den Zweck dieser TS sind Sensorsysteme deutlich preiswerter als Referenzverfahren für denselben Schadstoff.

Beginn

2019-03-21

WI

00264179

Geplante Dokumentnummer

DIN EN 00264179

Projektnummer

13402055

Zuständiges nationales Arbeitsgremium

NA 134-04-03-09 UA - Mindestanforderungen (Immission) 

Zuständiges europäisches Arbeitsgremium

CEN/TC 264/WG 42 - Außenluft – Luftqualitäts-Sensoren 

Ihr Ansprechpartner

Herr Dr. rer. nat.

Rolf Kordecki

VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf

Tel.: +49 211 6214-410
Fax: +49 211 6214-157

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